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Finnisches Unternehmen will "Staatstrojaner" ausschalten

Von dpa
24.10.2020Lesedauer: 2 Min.
Chat auf einem Smartphone: Die deutschen Geheimdienste d├╝rfen k├╝nftig per Update Malware auf die Ger├Ąte von deutschen Nutzern schleusen.
Chat auf einem Smartphone: Die deutschen Geheimdienste d├╝rfen k├╝nftig per Update Malware auf die Ger├Ąte von deutschen Nutzern schleusen. (Quelle: Fabian Sommer/dpa)
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Das n├Ąchste Update k├Ânnte ein Staatstrojaner sein: Die Bundesregierung will den deutschen Geheimdiensten erlauben, Ger├Ąte heimlich mit Spyware zu infizieren. Ein finnisches Unternehmen verspricht, die Nutzer vor solchen Hackerangriffen im Staatsauftrag zu sch├╝tzen.

Der finnische Sicherheits-Spezialist F-Secure wird mit seiner Anti-Schadpogramm-Software aktiv nach dem deutschen Staatstrojaner suchen und ihn deaktivieren. "Wir sind da nicht zur Kooperation mit dem Staat verpflichtet und werden das daher auch nicht tun", sagte F-Secure-Manager R├╝diger Trost. Damit w├╝rde F-Secure die Pl├Ąne der Bundesregierung durchkreuzen, die Geheimdienste k├╝nftig in die Lage zu versetzen, Kommunikation ├╝ber WhatsApp und andere verschl├╝sselte Messenger-Dienste mitzulesen.

"Staatstrojaner bekommen von uns keinen Freifahrtschein", sagte Trost am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Jeder Trojaner sei aus Sicht seines Unternehmens eine Schadsoftware, die es zu bek├Ąmpfen gelte. "Daher schalten wir sie aus, wenn wir sie entdecken. Wir sind da nicht zur Kooperation mit dem Staat verpflichtet und werden das daher auch nicht tun."

Gesetzes├Ąnderung muss noch durch den Bundestag

Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch entschieden, dass der Verfassungsschutz, der Bundesnachrichtendienst und der Milit├Ąrische Abschirmdienst (MAD) k├╝nftig nicht nur laufende Gespr├Ąche via Messenger ├╝berwachen d├╝rfen sollen, sondern auch Botschaften, die per Messenger verschickt werden. Eine entsprechende Gesetzes├Ąnderung zur sogenannte Quellen-TK├ť muss noch vom Bundestag verabschiedet werden.

Trost sagte, die Geheimdienste w├╝rden zun├Ąchst versuchen Sicherheitsl├╝cken in den Ger├Ąten und Programmen auszunutzen. Au├čerdem w├╝rden die staatlichen Stellen wahrscheinlich auch auf einzelne Anbieter dieser Ger├Ąte und Betriebssysteme zugehen und die die Programmierung von Hintert├╝ren verlangen. Dabei w├╝rden sich die Dienste auf die mobilen Plattformen fokussieren.

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Hier sei aber nicht nur die Kommunikation mit WhatsApp oder einem anderen Messenger betroffen, betonte Trost. "Das Smartphone ist inzwischen mit Diensten wie Apple Pay oder Google Pay auch eine Geldb├Ârse und erm├Âglicht das Nachverfolgen von Bezahlungen. Au├čerdem sei das Smartphone f├╝r manche Anwender durch Funktionen wie Carkey auch ein Autoschl├╝ssel, auf den der Trojaner im Zweifel ebenfalls Zugriff habe.

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