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ESA sucht wieder neue Astronauten

Von t-online, jnm

Aktualisiert am 16.02.2021Lesedauer: 2 Min.
Der ESA-Astronaut Alexander Gerst: Jetzt sucht die ESA wieder nach neuen Astronauten
Der ESA-Astronaut Alexander Gerst: Jetzt sucht die ESA wieder nach neuen Astronauten (Quelle: agefotostock/imago-images-bilder)
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Die europäische Weltraumbehörde ESA will bald neue Astronauten auswählen. Ausdrücklich werden dabei Frauen ermutigt, sich zu bewerben – doch auch Männer haben eine Chance aufs All.

Wer Interesse am wohl höchstgelegenen Arbeitsplatz der Welt hat – und überdies auch eine Anreise per Rakete nicht scheut, sollte schon mal seine Bewerbungsunterlagen sortieren: Denn ab dem ersten März können sich Interessenten acht Wochen lang bei der ESA als Nachwuchs-Astronauten bewerben – und zum neuen "Astro-Alex" werden. Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst hatte nach seinen Weltraumeinsätzen bisweilen Popstar-Status.

Jetzt gibt es also eine Chance, selbst im All als nächster ESA-Astronaut berühmt zu werden. Das kündigte die Europäische Weltraumorganisation heute an. Alle Details zu der ungewöhnlichen Stellenausschreibung will die ESA am 16. Februar auf einer Pressekonferenz verraten. Die Verantwortlichen erklärten, dass man darauf abziele, "sämtliche Gruppen unserer Gesellschaft" bei der Auswahl der kommenden Astronauten abzubilden. Neben Bewerbungen von Frauen und Männern werde ausdrücklich auch die Möglichkeit geprüft, Menschen mit Behinderung für diese Aufgabe auswählen zu können. Zu diesem Zweck werde parallel das "Parastronaut Feasibility Project" gestartet.

Die genauen Anforderungen an die nächsten Astronauten sind heute zwar noch nicht bekannt, klar ist aber – mit einem einfachen Bewerbungsgespräch ist es offenbar nicht getan. Wer es zwischen dem 31. März und dem 28. Mai 2021 in die engere Auswahl geschafft hat, wird dann einem sechsstufigen Auswahlprozess unterzogen. Das Ergebnis soll im Oktober 2022 feststehen.

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Die Bewerbungsvoraussetzungen sind happig

Bei aller Offenheit, die schon jetzt in Bezug auf den Bewerbungsprozess durchklingt, sollte man sich doch nicht allzu große Hoffnungen auf einen Platz in einer Raumfähre machen, wenn man mal einen Blick auf den happigen Anforderungskatalog der letzten ESA-Astronautenausschreibung wirft.

Zwar war das Studienfach relativ egal, in dem man überdurchschnittlich gut abgeschlossen hatte (solange es aus dem Bereich Naturwissenschaft, Ingenieurswissenschaft oder Medizin stammte). Doch sollte man gerne auch mindestens drei Jahre "einschlägige Berufserfahrung" mitbringen – was auch immer das für einen Astronauten heißen mag. Flugerfahrung als Pilot wurde aber auch akzeptiert.

Flugtauglich musste man natürlich ebenso sein, Krankheiten durften keine vorliegen – und Raucher wurden ebenfalls nicht in Betracht gezogen. Fließendes Englisch war Pflicht, eine zweite Fremdsprache von Vorteil, Russischkenntnisse ebenfalls. Zumindest vor elf Jahren suchte man außerdem nach Kandidaten im Alter von 27 bis 37 Jahren.

Wer all das erfüllt, dürfte auch beim anstehenden Bewerbungsprozess zumindest gewisse Chancen haben in den Auswahlprozess aufgenommen zu werden.

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Verwendete Quellen
  • ESA-Astronauten - Ausbildung und Aufgaben
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