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Mord an 19-JĂ€hriger schockt Gamer-Szene

Von t-online, blu

Aktualisiert am 26.02.2021Lesedauer: 2 Min.
Das Handyspiel "Call of Duty Mobile": In Brasilien ist eine 19-JĂ€rige eSportlerin ermordet worden.
Das Handyspiel "Call of Duty Mobile": In Brasilien ist eine 19-JĂ€rige eSportlerin ermordet worden. (Quelle: Activision)
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Eine 19 Jahre alte E-Sportlerin ist in Brasilien ermordet worden. Der mutmaßliche TĂ€ter war selbst Gamer. Offenbar handelte er aus Hass an Frauen.

Ein Mord an einer 19-jĂ€hrigen E-Sportlerin erschĂŒttert die E-Sport-Szene in Brasilien. Die Spielerin des Smartphonespiels "Call of Duty Mobile", Ingrid Oliviera Bueno da Silva, in der Szene bekannt als "Sol", ist am Montag in Sao Paolo erstochen worden. Das berichten verschiedene lokale Medien. Bueno da Silva galt als großes Nachwuchstalent.


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Opfer und mutmaßlicher TĂ€ter spielten dasselbe Spiel

Bei dem TĂ€ter soll es sich laut ĂŒbereinstimmender Medienberichte um einen anderen "Call of Duty Mobile"-Spieler, Guilherme Alves Costa, unter Spielern als "Flashlight" bekannt, handeln. Der TĂ€ter habe sein Opfer "Sol" vor gut einem Monat ĂŒber ihre gemeinsame Leidenschaft fĂŒr das Smartphonespiel kennengelernt. Bei dem Treffen soll es sich um ihre erste Zusammenkunft in der realen Welt gehandelt haben.

Laut der Berichte soll sich der Mann der Polizei gestellt und die Tat gestanden haben. Wie das E-Sport-Portal "R7" meldet, habe "Flashlight" mehrfach auf sein Opfer eingestochen. Anschließend habe er Fotos von der Leiche in WhatsApp-Gruppen geteilt. In einem Video der Festnahme, das im Netz kursiert, bestĂ€tigte der Mann die Tat.

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TĂ€ter handelte wohl aus Hass an Frauen

In Brasilien, wie auch in vielen anderen LĂ€ndern, haben es Frauen in der Gaming-Szene schwer. Gamerinnen sind bei Spielen wie "Call of Duty Mobile" in der Minderheit. Anfeindungen sind oft an der Tagesordnung.

Auch der mutmaßliche TĂ€ter scheint es gezielt auf Frauen abgesehen zu haben. So wird vermutet, dass er der Incel-Szene nahesteht, die fĂŒr Hass auf Frauen bekannt ist. Morde an Frauen – sogenannte Femizide – sind in Lateinamerika, insbesondere in Brasilien, ein großes gesellschaftliches Problem. Laut dem IPEA Atlas of Violence wurde im Jahr 2018 im Schnitt alle zwei Stunden eine Frau ermordet.

Im Internet wurde die Nachricht aus Brasilien mit Entsetzen aufgenommen. Das eSport-Team "Jaguares" schreibt in einer Twitter-Nachricht, dass Frauen tĂ€glich Übergriffen ausgesetzt seien, die von der Gesellschaft aber kaum beachtet wĂŒrden. "Im E-Sport ist das nicht anders". Gamerinnen und Gamer mĂŒssten sich gegen die Gewalt stellen, so der Appell. "Femizide dĂŒrfen nicht toleriert werden."

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Auch das Team, fĂŒr das "Sol" antrat, "FBI E-Sports" bekundete im Internet seine Trauer. In einer auf Instagram veröffentlichten Nachricht heißt es: "Sie war ein außergewöhnlicher Mensch". Man werde sich jeden Tag, wenn die Sonne aufgeht, an sie erinnern.

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