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CovPass: Heute wird der digitale Corona-Impfpass fürs Handy vorgestellt

Freiwilliger CovPass  

Heute startet der Corona-Impfpass fürs Handy

10.06.2021, 08:45 Uhr | dpa-AFX

CovPass: Heute wird der digitale Corona-Impfpass fürs Handy vorgestellt. Das Logo der CovPass-App ist neben einem Impfbuch auf einem Smartphone: Der digitale Corona-Impfpass in Deutschland soll an diesem Donnerstag starten. (Quelle: dpa/Oliver Berg)

Das Logo der CovPass-App ist neben einem Impfbuch auf einem Smartphone: Der digitale Corona-Impfpass in Deutschland soll an diesem Donnerstag starten. (Quelle: Oliver Berg/dpa)

Heute geht der digitale Corona-Impfpass an den Start: CovPass. Der soll ergänzend und freiwillig zum Impfnachweis auf Papier verwendet werden können. Was Nutzer erwarten können.

Eine vollständige Corona-Impfung soll man künftig auch per Smartphone nachweisen können – mit einem digitalen Impfpass, der am Donnerstag an den Start gehen soll. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Einzelheiten dazu in Berlin vorstellen.

Die Anwendung namens "CovPass" soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern. Dabei geht es um eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Vorgesehen ist auch, dass sich mehrere Millionen bereits geimpfte Menschen den digitalen Nachweis etwa bei Ärzten und Apotheken nachträglich besorgen können.

Projekt der EU 

Deutschland setzt mit dem "CovPass" ein Vorhaben der Europäischen Union um. Die EU-Länder und das EU-Parlament hatten sich kürzlich auf Details eines Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Die EU habe die Chance, damit einen Maßstab zu setzen, sagte Spahn. Wenn man einen QR-Code mit dem Handy im Restaurant vorzeige und dies in Italien, Finnland oder Portugal als Impfnachweis anerkannt werde, sei das "einmalig" im Vergleich zu nationalen Insellösungen.

Wo man den Impfass bekommt

Den digitalen Nachweis soll man sich direkt in Praxen oder Impfzentren erstellen lassen können. Dafür wird ein Code erzeugt, den man gleich mit dem Smartphone abscannen oder auf Papier mitnehmen und später scannen kann. Genutzt werden kann der Nachweis dann über eine kostenlose App, die ihn lokal auf dem Handy speichert.

Geimpfte können Pass nachträglich bekommen

Knapp 19 Millionen Bürger sind inzwischen schon vollständig geimpft, ehe der digitale Nachweis starten konnte. Sie können ihn aber noch nachträglich bekommen. Impfzentren sollen ihn ausgedruckt per Post zuschicken. Außerdem können Ärzte und auch Apotheken ein Zertifikat erstellen. Viele Apotheken wollen dies ab kommendem Montag anbieten, wie die Branchenvereinigung ankündigte.

Wie Missbrauch vermieden werden soll

Um Missbrauch zu vermeiden, dürfen nur autorisierte Personen den digitalen Impfnachweis erstellen. Geschieht dies nachträglich ausgehend vom Papier-Impfheft, soll man auch einen Ausweis vorzeigen müssen, wie das Gesundheitsministerium erläutert. Apotheken könnten die gelben Impfbücher auf Fälschungen überprüfen, wie sie es bei anderen Dokumenten wie Rezepten auch schon tun.

Diese Apps unterstützen den Imfpass

Der digitale Impfnachweis kann nicht nur über die neue "CovPass"-App angezeigt werden, sondern auch in der offiziellen Corona-Warn-App des Bundes – die schon mehr als 28 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Experten schätzen, dass 25 Millionen Menschen sie aktiv nutzen. Der Unterschied: Die "CovPass"-App hat anders als die Corona-Warn-App keine Kontaktverfolgungsfunktion.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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