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Hackerattacken f├╝r deutsche Unternehmen besonders teuer

Von dpa
16.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Eine fiktive Hackersoftware verschl├╝sselt in einer Maske auf dem Bildschirm Daten auf einer Festplatte.
Eine fiktive Hackersoftware verschl├╝sselt in einer Maske auf dem Bildschirm Daten auf einer Festplatte. (Quelle: Lino Mirgeler/dpa./dpa)
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M├╝nchen (dpa) - Die Kosten der Internetkriminalit├Ąt liegen f├╝r deutsche Unternehmen nach einer Analyse des Spezialversicherers Hiscox auf einem internationalen Spitzenplatz.

Der Mittelwert der von Hackern verursachten Sch├Ąden lag im vergangenen Jahr hierzulande bei 20.792 Dollar (18.712 Euro), wie Hiscox in M├╝nchen mitteilte. Damit lagen deutsche Firmen erheblich ├╝ber dem internationalen Mittelwert von 17.000 Dollar und international auf dem ersten Platz. Das britische Unternehmen ver├Âffentlichte die neue Ausgabe seiner allj├Ąhrlichen Analyse der Cyberkriminalit├Ąt.

"Cyber-Sch├Ąden im Jahr 2021 fast verdoppelt"

Der Bericht basiert auf einer Befragung von 5.181 Managern in Deutschland, den USA, Gro├čbritannien, Frankreich, Spanien, Irland, Belgien und den Niederlanden sowie eigenen Daten des Unternehmens. "Im Vergleich zu 2020 hat sich die Zahl der bei Hiscox Deutschland gemeldeten Cyber-Sch├Ąden im Jahr 2021 fast verdoppelt", sagte Gisa Kimmerle, die Leiterin des Bereichs Cyber bei Hiscox Deutschland. "Dabei hat sich nicht nur die absolute Zahl der Sch├Ąden, sondern auch die Schadenquote pro Versicherungspolice enorm gesteigert: Im Vergleich zu 2020 liegt diese 2021 um 55 Prozent h├Âher."

Das von Hiscox genannte Schadenmittel von 21.000 Dollar ist nicht identisch mit dem Durchschnitt, sondern bezeichnet die Mitte einer Datenreihe (Median) - im Fall der Cybersch├Ąden war also eine H├Ąlfte h├Âher als 21.000 Dollar und die andere niedriger.

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Gut ein F├╝nftel wurde Opfer von Online-Erpressung

"Cyber Angriffe in dem heutigen Unternehmens-Umfeld lohnen sich viel mehr, da die Abh├Ąngigkeit von digitalen Daten stark gewachsen ist", sagte Kimmerle. "Auch kleine Unternehmen, oder beispielsweise der Handwerker oder Arzt um die Ecke sind sehr darauf angewiesen, auf ihre IT-Systeme und ihre Daten zugreifen zu k├Ânnen."

Gut ein F├╝nftel der deutschen Unternehmen wurde laut Hiscox-Bericht Opfer von Online-Erpressung. Mehr als die H├Ąlfte der erpressten Unternehmen verweigerte demnach die Zahlung - aber die Firmen, die zahlten, ├╝berwiesen im Schnitt 46.000 Dollar.

Zu den Hauptgr├╝nden des gestiegenen Cyberrisikos z├Ąhlen die in den acht L├Ąndern befragten Manager nicht nur die gestiegene Zahl der Angriffe (34 Prozent), sondern auch die h├Âhere Zahl der Mitarbeiter im Heimb├╝ro (36 Prozent).

Anders als von manchen Fachleuten bef├╝rchtet, scheint es im Zuge des Ukrainekriegs bislang aber keine Ausweitung russischer Hackerangriffe zu geben. "Zumindest bisher k├Ânnen wir bei den uns konkret gemeldeten Schadenf├Ąllen noch keine starke Zunahme der Cyber-Attacken mit Ukraine-/Russland-Bezug feststellen", sagte Kimmerle. "Wir nehmen aber die ver├Ąnderte Gefahrenlage sehr ernst und beobachten sie genau."

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