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Neue Bedienungshilfen fĂŒr Smartphones

Von dpa
19.05.2022Lesedauer: 2 Min.
WĂ€hrend Smartphones fĂŒr Blinde oder Gehörlose immer nĂŒtzlicher werden, tauchen bei HaushaltsgerĂ€ten neue Barrieren auf.
WĂ€hrend Smartphones fĂŒr Blinde oder Gehörlose immer nĂŒtzlicher werden, tauchen bei HaushaltsgerĂ€ten neue Barrieren auf. (Quelle: Fabian Sommer/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Apple und Google fĂŒhren neue Software-Funktionen fĂŒr Smartphones, Tablets und Personal Computer ein, um GerĂ€te mit ihren Betriebssystemen auch fĂŒr behinderte Menschen noch besser zugĂ€nglich zu machen.

FĂŒr die Gemeinschaft der Gehörlosen und Schwerhörigen bringt Apple beispielsweise Live-Untertitel auf die Bildschirme seiner GerĂ€te, kĂŒndigte der iPhone-Hersteller am Donnerstag zum "Welttag der Barrierefreiheit" an. Anwenderinnen und Anwender könnten damit Audioinhalten leichter folgen - unabhĂ€ngig davon, ob sie telefonieren, eine Videokonferenz oder eine Social-Media-App nutzen, Medieninhalte streamen oder sich mit jemandem neben ihnen unterhalten.

Die Live-Untertitel werden zunĂ€chst nur auf Englisch angeboten. Wann sie auf Deutsch zur VerfĂŒgung stehen werden, ist noch offen. Eine Ă€hnliche Funktion hatte Google im Herbst vergangenen Jahres fĂŒr seine Pixel-Smartphones vorgestellt.

Verbesserungen und neue Funktionen

Auf der Entwicklermesse Google I/O wurden vergangene Woche weitere Verbesserungen fĂŒr das Mobilsystem Android angekĂŒndigt, um Barrieren fĂŒr behinderte Menschen zu senken. So wurde eine neue Version der Anwendung Lookout prĂ€sentiert, mit der Blinde oder Sehbehinderte sich den Inhalt von Fotos beschreiben lassen können. Lookout 3.0 fokussiert sich dabei auf Fotos aus den Nachrichten sowie aus sozialen Netzwerken. Die App kann außerdem Texte vorlesen, die auf dem Bild zu sehen sind. Deutlich verbessert wurde auch die App "Live Transcribe", mit der gesprochene Sprache in Schrift umgewandelt und AlltagsgerĂ€usche wie eine TĂŒrklingel erkannt werden können.

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Apple stellte außerdem die Funktion "TĂŒrerkennung" vor. "Damit können Blinde und Sehbehinderte besser die letzten Meter zu ihrem Ziel navigieren", sagte Sarah Herrlinger, die in dem Konzern weltweit fĂŒr das Thema Barrierefreiheit zustĂ€ndig ist. Die Anwendung meldet beispielsweise, ob eine TĂŒr offen oder geschlossen ist, welche Zeichen oder Hinweise sich rundherum befinden und ob man die TĂŒr aufdrĂŒcken, aufziehen oder einen Knopf drĂŒcken muss. Die "TĂŒrerkennung" kann ĂŒber die Lupen-App des iPhones aufgerufen werden.

Touchscreens auf HaushaltsgerÀten schlecht bedienbar

Experten wiesen zum "Welttag der Barrierefreiheit" aber auch darauf hin, dass manche alltĂ€gliche HaushaltsgerĂ€te wie Backöfen, Toaster, Waschmaschinen oder sogar Wasserkocher immer schlechter fĂŒr Behinderte zu bedienen seien. Hersteller wĂŒrden beispielsweise herkömmliche Schalter oder Drehknöpfe an den GerĂ€ten durch Touch-Bildschirme ersetzen, die nicht barrierefrei gestaltet sind.

In manchen FĂ€llen ließen sich solche GerĂ€te auch von Behinderten bedienen, wenn es eine dazugehörige Smartphone-App gebe, die beispielsweise bei Backöfen die Temperatur oder das eingestellte Programm vorlesen kann, sagte Artur Ortega, Software-Architekt des britischen Gesundheitsdienstleisters Babylon Health. "Doch dazu mĂŒssen die Apps wiederum auch barrierefrei gestaltet sein." Im Gegensatz zu Herstellern aus den USA, wo Barrierefreiheit in vielen FĂ€llen gesetzlich vorgeschrieben sei, gebe es gerade bei Herstellern aus Deutschland zum Teil erheblichen Nachholbedarf.

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