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"Hydra Market": Weltweit größter illegaler Darknet-Marktplatz abgeschaltet


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Deutsche Ermittler schalten weltgrößten Darknet-Marktplatz ab

Von afp, sha

Aktualisiert am 05.04.2022Lesedauer: 1 Min.
Die Seite eines Waffenhändlers im Darknet.
Die Seite eines Waffenhändlers im Darknet: Auf den Marktplätzen dort wird auch mit Drogen und gefälschten Dokumenten gehandelt. (Quelle: Symbolfoto/imago-images-bilder)
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Deutsche Ermittler haben nach eigenen Angaben den umsatzstärksten illegalen Darknet-Marktplatz "Hydra Market" abgeschaltet. Laut BKA hatte die russischsprachige Plattform etwa 17 Millionen Kunden und mehr als 19.000 Verkäuferkonten.

Deutsche Ermittler haben den umsatzstärksten illegalen Darknet-Marktplatz "Hydra Market" abgeschaltet. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilte, wurde dessen Serverinfrastruktur nach "aufwendigen Ermittlungen" beschlagnahmt und der Marktplatz "damit geschlossen". "Hydra Market" war demnach eine mindestens seit 2015 erreichbare russischsprachige Plattform mit etwa 17 Millionen Kunden- sowie mehr als 19.000 Verkäuferkonten.

Über den Darknet-Marktplatz wurden nach BKA-Angaben allein im Jahr 2020 Umsätze in Höhe von mindestens 1,23 Milliarden Euro getätigt. Nach Einschätzung der eigenen Expertinnen und Experten sowie der Fachleute der ebenfalls führend an den Ermittlungen beteiligten Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main sei die Plattform damit "der umsatzstärkste illegale Marktplatz weltweit gewesen".

Handel mit Drogen und gefälschten Dokumenten

"Hydra Market" diente laut BKA vor allem dem Handel mit Drogen sowie mit gestohlenen Daten und gefälschten Dokumenten. Dazu kamen Geschäfte mit speziellen kriminellen Dienstleistungen. Bedeutsam war laut BKA vor allem ein "Bitcoin Bank Mixer", über den sich digitale Finanztransaktionen mit Kryptowährungen verschleiern und strafrechtliche Ermittlungen von Behörden stark erschweren ließen.

Bei der Beschlagnahmung der Server sei auch Bitcoin im Wert von etwa 23 Millionen Euro sichergestellt worden, teilte das BKA weiter mit. Auf der Webseite der Plattform wurde ein Banner veröffentlicht, das über die behördliche Abschaltung informiert. Die Ermittlungen liefen demnach schon seit 2021, die Identitäten der verantwortlichen Betreiber und Administratoren sind bislang unklar. Auch US-Behörden waren laut BKA beteiligt.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
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