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Experten erwarten russische Cyberangriffe auf die FinanzmÀrkte

Von dpa-afx, arg

Aktualisiert am 21.04.2022Lesedauer: 3 Min.
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Die Gefahr russischer Cyberangriffe ist weiterhin hoch. (Quelle: Jakub Porzycki via www.imago-images.de)
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Sicherheitsexperten warnen eindringlich vor der Gefahr russischer Cyberangriffe. Die Hacker hÀtten es vor allem auf die FinanzmÀrkte abgesehen, um die wirtschaftlichen Sanktionen auszugleichen.

Beim Angriff Russlands auf die Ukraine hat der Kreml bislang nur begrenzt Cyberattacken eingesetzt. Doch das könnte sich bald Àndern. Ziel wÀren unter UmstÀnden aber Einrichtungen im Westen, wenn Hacker im Auftrag Russlands versuchen, mit Cyberangriffen die Folgen der wirtschaftlichen Sanktionen zumindest teilweise auszugleichen.

Die russischen Cybertruppen seien beispielsweise in der Lage, Geld ĂŒber Finanzmarktmanipulationen zu besorgen, sagte Sandro Gaycken, GrĂŒnder des Digital Society Institute an der European School of Management and Technology (ESMT) Berlin der Deutschen Presse-Agentur. "Denkbar ist auch, dass sie mit kriminellen Ransomware-Gangs zusammenarbeiten, um von attackierten Firmen im Westen Lösegelder zu erpressen."

US-Experten warnen vor gezielten Cyberangriffen

Zuvor hatten bereits mehrere US-Experten davor gewarnt, dass der Kreml die Sanktionen mit gezielten Cyberangriffen beantworten werde. US-PrĂ€sident Joe Biden verwies auf "sich entwickelnde Erkenntnisse", "dass die russische Regierung Optionen fĂŒr potenzielle Cyberangriffe prĂŒft".

Russland werde subversive Maßnahmen ergreifen, um an frisches Geld zu kommen, sagte Gaycken. "Wenn Russland schnell sehr viel Geld braucht, wonach es derzeit aussieht, dann kann dies in massiven manipulativen Angriffen auf die Weltwirtschaft mĂŒnden. FĂŒr den Westen heißt das, dass die AbwehrkrĂ€fte gesteigert werden mĂŒssen, wenn wir uns nicht [
] beklauen lassen wollen."

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KryptowÀhrungen im Fokus der Hacker

Der Berliner Sicherheitsexperte wies darauf hin, dass fĂŒr die Erpressungsangriffe KryptowĂ€hrungen eine wichtige Rolle spielen. Sie wĂŒrden eingesetzt, um Werte zu ĂŒbertragen, wenn beispielsweise Gelder versteckt werden sollen.

Gaycken forderte, sich nicht nur auf die reine Abwehr zu beschrĂ€nken: "Etliche Banken haben gute Erfahrungen damit gemacht, Angriffe auf ihre Infrastruktur mit gezielten "Hackbacks" zu beantworten. Diese FĂ€lle haben gezeigt, dass man solche Gegenangriffe sehr prĂ€zise fĂŒhren kann, ohne einen grĂ¶ĂŸeren Kollateralschaden zu erleiden."

Auch im Bereich Krypto könnte man die Angreifer mit "Hackbacks" massiv stören. "Man könnte die sogenannten Wallets, also die Kryptokonten, aufspĂŒren und einfrieren. Das ist technisch alles möglich. Das wird aber alles nicht gemacht, auch weil wir uns da politisch und rechtlich im Weg stehen."

Hacker verwischen ihre Spuren mĂŒhelos

Sicherheitsexperte RĂŒdiger Trost vom Cyberabwehr-Spezialisten WithSecure warnte dagegen vor "Hackbacks": Es sei ganz grundsĂ€tzlich schwierig oder gar unmöglich, den Aggressor einer Hackerattacke zweifelsfrei zu identifizieren.

"Cyberkriminelle versuchen ja bereits heute erfolgreich, falsche Spuren zu legen. Wie will man da sicherstellen, dass man den Aggressor zurĂŒck hackt - und nicht aus Versehen einen Unbeteiligten angreift? Das ist eine große Gefahr."

Trost erklĂ€rte, es sei durchaus denkbar, dass Russland jetzt versuche, seine CyberkapazitĂ€ten auszubauen. "Aber auch in Russland wachsen IT-FachkrĂ€fte nicht auf den BĂ€umen. Und gerade jetzt deutet ja vieles darauf hin, dass die junge Bildungselite Russland zusehends den RĂŒcken kehrt und auswandert. Das schwĂ€cht natĂŒrlich die IT-FĂ€higkeiten eines Landes insgesamt."

Cyberabwehr im Westen mangelhaft

Gaycken sagte, es gebe zwei große Probleme bei der Cyberabwehr in den westlichen LĂ€ndern: Beschaffung und Besoldung. Der Einkauf von Technologien, die man fĂŒr die Cyberabwehr benötige, dauere in Deutschland durchschnittlich 18 bis 36 Monate.

In diesem Zeitraum seien aber die ins Auge gefassten Lösungen schon wieder veraltet. "Man kann die Offensiv-Technologien gar nicht vernĂŒnftig einkaufen mit dem aktuellen Beschaffungsmechanismen."

Und fĂŒr die Benutzung dieser Technologien, die Anpassung auf das Angriffsziel und das Ausliefern der Software benötige man im Tagesbetrieb auch gut ausgebildete Experten. "Die werden aber auch von der IT-Industrie ganz dringend benötigt. Große Silicon-Valley-Konzerne zahlen JahresgehĂ€lter von anfangs 300 000 Euro bis zu 1,2 Millionen Euro fĂŒr gute Hacker."

Die Behörden bezahlten aber nur einen Bruchteil davon nach dem Tarifvertrag fĂŒr den öffentlichen Dienst. Entweder mĂŒsse der Staat seine Besoldungsstruktur Ă€ndern oder stĂ€rker mit externen Firmen arbeiten.

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  • Jan Moelleken
Von Jan Mölleken
CyberangriffDeutsche Presse-AgenturHackerJoe BidenRusslandUkraine

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