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Warum Hörbücher beliebter sind als E-Books

Von t-online, hd

05.10.2017Lesedauer: 3 Min.
Hörbücher werden immer beliebter, sie sind auch oft im Auto dabei.
Hörbücher werden immer beliebter, sie sind auch oft im Auto dabei. (Quelle: car2go Group GmbH)
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Auch wenn fast jedes neues Buch als digitales E-Book erscheint: Der große E-Boom bleibt in Deutschland weiter aus. Ein Grund sind die hohen Preise, so der

Nur ein Viertel (23 Prozent) aller Bundesbürger lesen digitale Bücher. In den letzten drei Jahren ist der Anteil nicht gewachsen.

Das geht aus einer repräsentativen Bitkom-Umfrage hervor. Danach lesen vor allem die Jüngeren digitale Bücher:

  • 35 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nutzen E-Books.
  • Unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 27 Prozent und unter den 50- bis 64-Jährigen 24 Prozent.
  • Ab 65 Jahren liegt der Anteil der E-Book-Leser nur noch bei 8 Prozent.

„Digitale Bücher kommen in Deutschland nicht recht vom Fleck – trotz zahlreicher ansprechender Angebote, Neuerscheinungen und einer steigenden Verbreitung mobiler Lesegeräte“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg am Donnerstag, wenige Tage vor Beginn der Frankfurter Buchmesse. „Grund hierfür könnten die weiterhin sehr hohen Preise sein, die zum Teil nur wenige Cents unter den Preisen der Print-Exemplare liegen. So bleibt das E-Book trotz seiner zahlreichen Vorteile zu wenig attraktiv im Vergleich zum klassischen gedruckten Buch.“

Ungleiche Mehrwertsteuer

Ein Grund für die kaum kostengünstigeren E-Books ist unter anderem die Ungleichbehandlung bei der Mehrwertsteuer. Die Steuer für E-Books liegt bei 19 Prozent, während auf gedruckte Bücher der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent fällig wird. „Die Angleichung der Mehrwertsteuersätze von gedruckten und digitalen Büchern ist seit Jahren überfällig“, sagte Berg.

Eine Gleichbehandlung fordert auch die Mehrheit von 73 Prozent der Bundesbürger. 42 Prozent der Nichtnutzer von E-Books finden die Lesegeräte zu teuer. Fast zwei Drittel (63 Prozent) bevorzugen die sinnliche Wahrnehmung von gedruckten Büchern. 38 Prozent geben an, dass sie nicht auf einem Bildschirm lesen wollen. Jedem Vierten (23 Prozent) sind die Lesegeräte zu kompliziert und jeder Fünfte (21 Prozent) würde E-Books gerne verleihen oder verschenken.

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  • Zu den größten Vorteilen der E-Books gehören, dass sie jederzeit flexibel nutzbar sind.
  • So sagen 86 Prozent der E-Book-Nutzer, dass sie die ständige Verfügbarkeit der E-Books schätzen.
  • Knapp sieben von zehn Nutzern kaufen E-Books, weil sie keinen Platz im Regal wegnehmen (69 Prozent) und nur ein geringes Gewicht haben (67 Prozent).

Diskretes Lesevergnügen mit E-Books

Überall Zugriff auf die Bücher zu haben – ob unterwegs oder zu Hause – ist für 62 Prozent wichtig. Sechs von zehn Lesern (60 Prozent) finden gut, dass sie dank E-Books schnell neuen Lesestoff bekommen können.

Auch das diskrete Lesevergnügen mit E-Books ist wichtig: Mehr als jeder Fünfte (21 Prozent) war schon einmal dankbar, dass sein Gegenüber nicht wusste, was er liest.

Auch Hörbücher spielen auf der Frankfurter Buchmesse eine große Rolle. Sie boomen seit Jahren.

  • Knapp jeder Dritte (31 Prozent) nutzt sie mittlerweile. Allerdings geschieht das meist noch gelegentlich und nicht regelmäßig.
  • Nur jeder zehnte Nutzer (10 Prozent) greift mindestens einmal pro Woche zum Hörbuch. Aber es gibt auch unter den Nicht-Nutzern noch Potenzial:
  • Jeder Siebte (15 Prozent) kann sich vorstellen, künftig Hörbücher anzuhören.

"Beim Hörbuch-Hören lassen sich prima andere Dinge erledigen – beim Lesen von Text ist das nur schwerlich möglich“, so Berg. „So können auch Menschen, die weniger Zeit haben, in den Genuss von Literatur kommen.“ Viele hören Hörbücher etwa beim Autofahren oder beim Sport.

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„Hörbücher werden vielfach schon als ‚Zukunft des Lesens‘ betitelt. Teils verkaufen sich die Hörbücher schon besser als der Text“, so Berg. „Die Vorteile sind ähnlich denen des E-Books: Sie sparen Platz und eignen sich perfekt für unterwegs. Damit passen Hörbücher perfekt in die veränderten Mediennutzungs-Gewohnheiten der digitalen Gesellschaft.“

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Von Jan Mölleken
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