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Markus Söder will EU-Alternative zu Google, Facebook und YouTube

Finanziert aus Gebühren  

Söder will EU-Alternative zu Google und YouTube

21.03.2019, 12:15 Uhr | dpa-AFX

Markus Söder will EU-Alternative zu Google, Facebook und YouTube. Markus Söder: Der bayerische Ministerpräsident hat sich für neue digitale Medienplattformen als Alternative zu den großen Internetkonzernen ausgesprochen. (Quelle: dpa/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild)

Markus Söder: Der bayerische Ministerpräsident hat sich für neue digitale Medienplattformen als Alternative zu den großen Internetkonzernen ausgesprochen. (Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa)

Im Internet dominieren vor allem Firmen aus den USA wie Google oder Facebook. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder plädiert für Internetplattformen aus Europa.

"Wir müssen eigene Plattformen etablieren", sagte der CSU-Vorsitzende und Ministerpräsident am Mittwochabend vor Zeitungsverlegern in Berlin. "Dafür wären auf Dauer auch Gebührengelder sinnvoll angelegt", sagte Söder mit Blick auf die Diskussion um die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender.

Bayern werde in Richtung solcher Plattformen erste Schritte machen, weitere nationale und europäische Schritte müssten folgen. Söder kündigte auch an, Geld dafür bereitzustellen: Der Freistaat werde das zusammen mit der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien "finanziell begleiten".

Nötig sei eine grundsätzlich neue Medienpolitik, sagte Söder bei der Jahrestagung des Verbandes Bayerischer Zeitungsverleger in der Berliner Landesvertretung des Freistaats. "Heute geht es darum, ob große digitale Giganten letztlich alles allein bestimmen", oder ob es überhaupt noch die Chance gebe, dass die Europäer dabei seien.

Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm fordert bereits seit längerem eine europäische Antwort auf große Internetplattformen wie Facebook und die Google-Tochter YouTube. Der Intendant des Bayerischen Rundfunks hatte auch für eine gemeinsame Plattform der deutschen Zeitungsverleger und der öffentlich-rechtlichen Sender plädiert.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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