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Telekom nennt Termin: An diesem Tag wird 3G abgeschaltet

Mobilfunknetz  

Telekom nennt Termin für 3G-Abschaltung

18.09.2020, 19:43 Uhr | avr, t-online

Telekom nennt Termin: An diesem Tag wird 3G abgeschaltet. Das Logo der Telekom: Das Unternehmen wird UMTS im Sommer 2021 abschalten. (Quelle: imago images)

Das Logo der Telekom: Das Unternehmen wird UMTS im Sommer 2021 abschalten. (Quelle: imago images)

Im Sommer 2000 wurden für Milliarden Mark die UMTS-Frequenzen versteigert. Kommendes Jahr will die Telekom den Mobilfunkstandard nun abschalten. Davon profitieren soll das neue 5G-Netz.

Ab dem 30. Juni 2021 wird die Deutsche Telekom sein UMTS/3G-Netz in Deutschland abschalten. Die freien Frequenzen sollen stattdessen für den Ausbaue des LTE(4G)- und 5G-Netzes genutzt werden. Das schreibt die Telekom in einer Pressemeldung. Was 5G heute schon leisten kann, lesen Sie hier.

Wer noch einen Vertrag mit einem 3G-Tarif hat, wird von der Umstellung profitieren. Denn laut der Telekom werden die "Verträge der Kunden vorab für die Nutzung von 4G/LTE erweitert". Für Nutzer soll es keine Zusatzkosten geben.

Auch Vodafone und Telefónica werden auf absehbare Zeit ihre UMTS-Frequenzen abschalten. Vodafone nannte bereits als Termin ebenfalls den 30. Juni 2021. Und Telefónica antwortete auf Anfrage von "telltarif.de" im Mai 2020: "Unsere Pläne sehen vor, die genutzten 3G-Frequenzen bis spätes­tens 2022 schritt­weise für effi­zi­en­tere Tech­no­lo­gien wie LTE umzu­widmen."

Passendes Handy erforderlich

Wer 4G/LTE verwenden will, braucht aber das passende Gerät. So unterstützen ältere Smartphones möglicherweise nicht den Mobilfunkstandard. Um zu prüfen, ob Ihr Gerät bereits 4G/LTE leisten kann, reicht ein Blick auf den Bildschirm. Zeigt das im oberen Bereich "4G", "4G+" oder "LTE", ist Ihr Gerät LTE-fähig. Zeigt es immer nur "3G", "H" oder "UMTS", unterstützt Ihr Gerät möglicherweise nicht den neuen Standard.

In so einem Fall können Sie nur mit 2G mobil im Internet surfen. Das ist durch das "E"-, "Edge"-, "GPRS"- oder "2G"-Symbol erkennbar. Dieses Netz kann nur bis zu 220 Kilobyte pro Sekunde an Daten übertragen. Messengerdienste wie WhatsApp lassen sich so problemlos nutzen. Wer aber ein Video schauen oder auch eine moderne Website nutzen will, muss mit langen Wartezeiten rechnen.

UMTS kostete fast 100 Milliarden Mark

Die Frequenzen für 3G/UMTS wurden im Sommer 2000 versteigert. Damals zahlten die sieben bietenden Netzbetreiber 99.368.200.000 Deutsche Mark. Laut einem Bericht von "heise online" war das der "bei weitem höchste Betrag, der weltweit für UMTS-Frequenzen gezahlt wurde."

Eine Folge: Die Netzbetreiber gaben die hohen Auktionskosten an die Kunden weiter. Manche Anbieter scheiterten auch am staatlich geforderten Netzausbau und mussten ihre Lizenzen zurückgeben, andere gingen sogar fast insolvent. An der Auktion zu den 5G-Frequenzen nahmen Mitte 2019 dann nur noch vier Netzbetreiber teil. die Telekom, Vodafoane, Telefónica und 1&1 Drillisch. Die Kosten diesmal: etwa 6,6 Milliarden Euro.

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