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Viele deutsche Unternehmen von Sicherheitsl├╝cke betroffen

Von dpa, t-online, avr

Aktualisiert am 08.03.2021Lesedauer: 2 Min.
Ein Mann am Rechner (Symbolbild): Das BSI warnt vor einer gef├Ąhrlichen Sicherheitsl├╝cke.
Das BSI warnt vor einer gef├Ąhrlichen Sicherheitsl├╝cke. (Quelle: /getty-images-bilder)
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Erst vor einigen Tagen wurde bekannt, dass Hacker eine L├╝cke eines Microsoft-Dienstes ausgenutzt haben, der vor allem von Unternehmen genutzt wird. Vermutlich sind Hunderttausende Betroffen.

Das Bundesamt f├╝r Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am Freitag Tausende Unternehmen ermahnt, die in dieser Woche bekannt gewordenen Sicherheitsl├╝cken in der E-Mail-Software Exchange Server zu stopfen. Microsoft als Entwickler stellte bereits am Mittwoch Updates bereit, die die Schwachstelle schlie├čen. Die Aktualisierung muss aber von den Kunden installiert werden.


Aktuelle Phishing-Warnungen im Februar

Um an die Daten von Internetnutzern zu kommen, lassen sich Kriminelle immer wieder neu Strategien einfallen. t-online zeigt aktuelle F├Ąlle von Phishing-Mails.
Betr├╝ger versenden h├Ąufig E-Mails im Namen von Unternehmen. In diesem Fall sollen Nutzer ├╝ber einen Link ihre Zahlungsdaten bei dem Streaming-Anbieter Netflix aktualisieren. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, nicht auf den Link zu folgen und keine Zahlungsinformationen weiterzugeben.
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Weltweit k├Ânne es mehr als 250.000 Opfer geben, schrieb das "Wall Street Journal" am Wochenende unter Berufung auf eine informierte Person. Der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte ein mit den Ermittlungen vertrauter ehemaliger US-Beamter, man wisse von mindestens 60.000 betroffenen E-Mail-Servern. Der gut vernetzte IT-Sicherheitsspezialist Brian Krebs und das Computermagazin "Wired" berichteten von 30.000 gehackten E-Mail-Systemen allein in den USA.

"Deutsche Unternehmen sind im internationalen Vergleich besonders stark von dieser Microsoft-Exchange-L├╝cke betroffen", sagte am Sonntag R├╝diger Trost von der IT-Sicherheitsfirma F-Secure. "Der Grund: Deutsche Unternehmen f├╝rchten die Cloud und betreiben Dienste wie Exchange daher h├Ąufig lokal." Es sei ein Wettlauf mit der Zeit: "Wird zuerst vom Unternehmen gepatcht oder sind die Hacker schneller beziehungsweise waren schon schneller?"

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Das BSI teilte mit, man habe im Rahmen des Engagements zur Erh├Âhung der IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen die Gesch├Ąftsf├╝hrungen von 9.000 Firmen kontaktiert. "Die tats├Ąchliche Anzahl verwundbarer Systeme in Deutschland d├╝rfte noch deutlich h├Âher liegen", warnte die Beh├Ârde, die unter anderem f├╝r die IT-Sicherheit der Bundesregierung zust├Ąndig ist.

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Auf seiner Website ordnet das BSI die L├╝cke mit der Bedrohungsstufe 4 als "sehr hoch" ein. Laut "Zeit Online" sei es das zweite Mal, dass die Beh├Ârde eine Warnung mit so einer hohen Bedrohungsstufe vergibt. Eine Sprecherin des BSI sagte "Zeit Online" zudem, dass es Hinweise darauf gebe, dass "dass auch einzelne Bundesbeh├Ârden betroffen sind". Welche Beh├Ârden, wollte das BSI aber nicht sagen.

Microsoft warnt vor chinesischer Hacker-Gruppe

Microsoft hatte am Mittwoch gewarnt, dass die vier zuvor nicht ├Âffentlich bekannten Sicherheitsl├╝cken von mutma├člich chinesischen Hackern ausgenutzt werden. Die Hacker-Gruppe, die Microsoft "Hafnium" nennt, habe mithilfe der Schwachstellen vor allem Informationen in den USA abgreifen wollen. Ziele seien unter anderem Forschungen zu Infektionskrankheiten sowie Hochschulen, Anwaltsfirmen und Unternehmen mit Verteidigungsauftr├Ągen gewesen. Es habe sich um zielgerichtete Attacken gehandelt, und Microsoft habe keine Hinweise darauf, dass auch Privatkunden angegriffen worden seien.

Betroffen sind laut Microsoft die Exchange-Server-Versionen 2013, 2016 und 2019. Exchange wird von vielen Unternehmen, Beh├Ârden und Bildungseinrichtungen als E-Mail-Plattform genutzt. Bei einer erfolgreichen Attacke ├╝ber die Schwachstellen ist es m├Âglich, Daten aus dem E-Mail-System abzugreifen. Microsoft wurde von IT-Sicherheitsforschern auf die Sicherheitsl├╝cken aufmerksam gemacht.

Weitere Artikel


Die "Hafnium"-Gruppe agiert laut Microsoft von China aus ÔÇô habe aber f├╝r die Attacken auf Infrastruktur in den USA zur├╝ckgegriffen.

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