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Hier prüfen Sie, ob Ihre Log-in-Daten in Gefahr sind

Nach Datenlecks  

Hier prüfen Sie, ob Ihre Log-in-Daten in Gefahr sind

29.01.2019, 15:42 Uhr | dpa

Warnung vor Datenklau: Diese Fake-Amazon Mails sollten Sie nicht öffnen (Quelle: Glomex)
Diese Fake-Amazon Mails sollten Sie nicht öffnen

Derzeit sind gefährliche Emails mit dem Absender Amazon im Umlauf. Beim Download des Anhangs wird Schadsoftware auf dem PC installiert und es kommt zum Datenklau. (SAT.1)

Sichere E-Mails: Derzeit sind gefährliche Absender im Umlauf.(Quelle: SAT.1)


Immer wieder werden große Webseiten Opfer eines Datenlecks. Nutzer sollten in solchen Fällen sofort prüfen, ob ihre Daten in Gefahr sind. Diese Webseiten geben Auskunft.

Immer wieder tauchen im Netz Datensätze mit Log-In-Informationen auf. Erst vor kurzem machte der IT-Experte Troy Hunt eine Datenbank mit 21 Millionen Passwörter publik.

Internetnutzer sollten regelmäßig prüfen, ob auch ihre Log-in-Daten ins Netz gelangt und dort mehr oder weniger frei auffindbar sind. Helfen können dabei Datenbanken, in die Sicherheitsforscher nach Hackerangriffen oder Datenlecks kompromittierte Zugangsdaten einpflegen. Troy Hunt selbst betreibt etwa die Abfrage-Dienste "Pwned Passwords " und "Have I been pwned?". Klicken Sie hier, um zur Webseite zu gelangen.

Behörde rät zu verschiedenen Datenbanken

Spätestens wenn die eigene Mail dort auftauche, sollten Nutzer über ein neues Passwort und wenn möglich über eine Zwei-Faktor-Authentifizierung nachdenken, sagte Linus Neumann vom Chaos Computer Club.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät Internetnutzern, kontinuierlich zu überprüfen, ob ihnen sensible Daten wie Benutzernamen und Passwörter bei bekannt gewordenen Datenabflüssen gestohlen worden sind – und empfiehlt neben Troys "Pwned"-Abfragen folgende Datenbanken:

Firefox Monitor

Der Abfragedienst von Mozilla greift auf die Datenbank von "Have I been pwned?" zurück, arbeitet nahezu identisch, unterscheidet sich aber durch ein praktisches Detail: Weil das Ergebnis der Abfrage nur für den Moment gültig ist, kann man sich auf der Monitor-Seite auch mit einer Mailadresse registrieren und bekommt dann sofort Bescheid, falls eigene Daten im Netz auftauchen sollten. Hier geht es zur Webseite von Firefox Monitor.

Ebenfalls praktisch für Firefox-Nutzer: Der Browser schlägt Alarm, wenn man auf einer Seite surft, die gehackt worden ist oder auf der es ein Datenleck gab. Unterhalb der Adressleiste öffnet sich dann eine Benachrichtigung, die etwa über den Zeitpunkt und das Ausmaß des Angriffs oder des Lecks informiert und zu einer Monitor-Abfrage rät.

Identity Leak Checker

Eine weitere Abfragemöglichkeit, die das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) anbietet. Auch hier müssen E-Mail-Adressen angegeben werden. Per Datenbankabgleich wird dann geprüft, ob die Mail-Adresse in Verbindung mit anderen persönlichen Daten wie Telefonnummer, Geburtsdatum oder Adresse im Internet offengelegt wurde und missbraucht werden könnte. Klicken Sie hier, um zur Webseite zu gelangen.

Breach Alarm

Dieser Dienst arbeitet ebenfalls mit E-Mail-Adressen. Die ad-hoc-Abfrage sowie der Monitor-Dienst mit einer Mail-Adresse sind gratis. Klicken Sie hier, um die Webseite von Breach Alarm aufzurufen.

Gibt es bei einem der Dienste einen Treffer, sollte das verbrannte Passwort geändert und nicht weiter verwendet werden. Achtung: Die Tatsache, dass ein Passwort nicht in dieser oder einer der anderen Datenbanken steht, bedeutet nicht, dass es sicher ist.

Onlinekonten sollten nicht nur mit starken, sondern mit individuellen Passwörtern und möglichst einer Zwei-Faktor-Authentifizierung geschützt werden. Besonders wichtig ist ein gut abgesichertes E-Mail-Konto, weil es oft eine Art Generalschlüssel für viele weitere Dienste darstellt, die Links zum Zurücksetzen des Passwortes per Mail verschicken. Als Hilfsmittel zum Verwalten und Nutzen vieler verschiedener guter Passwörter rät das BSI zu Passwortmanagern .

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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