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SMS-Spam breitet sich weiter aus: Falscher Paket-Link infiziert Smartphones


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Falscher Paket-Link infiziert reihenweise Smartphones

Von dpa, str

Aktualisiert am 08.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Ein Mann schaut skeptisch auf sein Handy: Wir klären über aktuelle Betrugsversuche per Telefon, Mail oder Kurznachricht auf.
Ein Mann schaut skeptisch auf sein Handy: Wir klären über aktuelle Betrugsversuche per Telefon, Mail oder Kurznachricht auf. (Quelle: getty-images-bilder)
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"Ihr Paket wurde verschickt" – eine SMS mit einem Link und einer Lockbotschaft: Mit dieser Masche werden derzeit reihenweise Smartphones mit Schadsoftware infiziert. Die Polizei in Bayern richtet einen verzweifelten Appell an die Nutzer.

Erneut warnt die Münchener Polizei vor einer gefährlichen Spam-Welle, die Handynutzer derzeit per SMS erreicht. Die Nachricht enthält einen Link, über den Kriminelle Schadsoftware auf dem Mobiltelefon installieren können, sobald das Opfer darauf klickt. "Viele erhalten weiterhin solche oder ähnliche SMS. Klärt bitte Euer Umfeld auf", schreibt die Münchener Polizei auf Twitter.


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Die Angreifer nutzen eine falsche Paketbenachrichtigung als Lockmittel. "Ihr Paket wurde verschickt. Bitte überprüfen und akzeptieren Sie es", heißt es in der Nachricht. Dann folgt ein Link mit der Endung "duckdns.org". Klicken die Handybesitzer den vermeintlichen Bestätigungslink an, wird eine Schadsoftware heruntergeladen und auf dem Handy installiert.

Bereits Ende Januar warnte das LKA in Bayern vor der Masche, andere Bundesländer meldeten ähnliche Fälle. Trotz aller Warnungen konnte die Spam-Welle bis jetzt nicht gestoppt werden.

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Was macht die Schadsoftware auf dem Handy?

"Diese Schadsoftware leitet unbemerkt sensible Daten weiter, spioniert die Kontaktliste der Geschädigten aus und versendet anschließend eigenständig SMS mit der Schadsoftware an verschiedene Rufnummern, die zusätzliche Kosten verursachen können", teilte das LKA Rheinland-Pfalz im Februar mit. In einem Fall sei einer Frau aus Mainz ein Schaden in dreistelliger Höhe entstanden, heißt es.

Bei der Hotline für IT-Notfälle des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) gingen bereits Anfang Februar so viele Anrufe von geschädigten oder besorgten Menschen ein, dass es zu längeren Wartezeiten kam, wie eine Sprecherin am Donnerstag sagte. "Wir haben aktuell das Problem, dass sehr viele Leute außerhalb Bayerns anrufen." Deshalb informierte das LKA nun über Twitter und Facebook, dass die Hotline nur für Betroffene aus Bayern zuständig sei. Auch bei den Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd meldeten sich vermehrt Menschen, die die SMS erhalten hatten.

Anfang April hat sich die Lage offensichtlich immer noch nicht entspannt. Die Polizei München bittet deshalb erneut darum, dass Nutzer den IT-Notruf nur wählen sollen, wenn sie den schädlichen Link bereits geklickt haben.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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