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"Windows 10 ist wie eine Abhöranlage"

jhof

Aktualisiert am 01.03.2016Lesedauer: 2 Min.
Datenspione in Windows 10: So trimmen Sie das neue Betriebssystem auf Diskretion.
Windows 10 schnĂŒffelt seine Nutzer aus. (Quelle: T-Online-bilder)
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Microsofts neues Betriebssystem Windows 10

Nach Smartphones und Tablets erfolgt jetzt auch am PC oder Notebook eine umfassende Beobachtung – jedenfalls bei allen Nutzern, die Windows 10 bereits installiert und dafĂŒr die bequeme "Expressinstallation" gewĂ€hlt haben. Das erlĂ€utert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW).


Datenschutz in Windows 10 einstellen

Windows 10 - Checkliste: Datenschutz erhöhen
Windows 10 - Checkliste: Datenschutz erhöhen
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Nutzer von Windows 10 sollten die Datenschutz-Einstellungen des neuen Betriebssystems ĂŒberprĂŒfen. Die Einstellungen sind nach Angaben der VerbraucherschĂŒtzer automatisch so festgelegt, dass Microsoft umfassend ĂŒber das Nutzungsverhalten der Computeranwender informiert wird. Die Folge: Nutzer könnten beim Online-Shopping ungleich behandelt, die Suche nach gĂŒnstigen und geeigneten Angeboten erschwert werden.

Ohne Zustimmung kein Windows 10

Zum Teil sind die Einstellungen zwar notwendig, damit neue Dienste wie der Sprachassistent Cortana arbeiten können. Als Nutzer sollte man aber abwĂ€gen, ob die Sprachsteuerung so viele Vorteile bringt, dass man den Datenversand dafĂŒr in Kauf nehmen möchte.

Beim Upgrade wird der Nutzer mit einer aus Sicht der VZ NRW nur unzureichend ĂŒber die Datenschutzklausel informiert: Darin verlangt das Unternehmen die Einwilligung in die Datenerhebung und -nutzung pauschal fĂŒr alle Funktionen und Dienste gemĂ€ĂŸ der seitenlangen DatenschutzerklĂ€rung, auf die in der Klausel verwiesen wird. Und ohne Zustimmung gebe es auch kein Upgrade.

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Der Tipp: Wer das Upgrade noch vor sich hat, sollte bei der Installation 'Einstellungen anpassen' und nicht die Expressvariante wÀhlen.

Klage wegen Update-Praxis

Im Dezember hatte die Verbraucherzentrale Baden-WĂŒrttemberg ebenfalls dem US-Konzern wegen seiner Update-Praxis eine Abmahnung zugeschickt. Auf Anfrage von t-online.de konnte die VZ BW bestĂ€tigen, dass Microsoft der UnterlassungserklĂ€rung nicht nachgekommen ist. Auch hier wurde der Konzern verklagt.

Grund ist die mit 6 Gigabyte unangemessen hohe Speicherplatz-Reservierung fĂŒr Windows 10. Insbesondere fĂŒr Rechner mit wenig SSD-Speicher sei diese Praxis eine Zumutung, so die Verbraucherzentrale.

(Mit Material von dpa)

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