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Wie viel Rendite werfen ETFs ab?

  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff

Aktualisiert am 19.03.2021Lesedauer: 5 Min.
Ein Paar hat die Rendite im Blick (Symbolbild): Mit ETFs können Sie langfristig ordentliche ErtrÀge einfahren.
Ein Paar hat die Rendite im Blick (Symbolbild): Mit ETFs können Sie langfristig ordentliche ErtrÀge einfahren. (Quelle: guvendemir/getty-images-bilder)
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Mit ETFs können Sie auf lange Sicht ein Vermögen aufbauen. Doch wie viel Rendite ist wirklich realistisch? Wir zeigen Ihnen, was Sie erwarten dĂŒrfen – mit Beispielen und Berechnungen.

Das Wichtigste im Überblick


  • Wie hoch ist die Rendite bei ETFs?
  • Warum sind geringe Kosten wichtig?
  • Welche Rendite erzielt ein ETF auf den MSCI World langfristig?
  • Was verringert die ETF-Rendite?

ETFs gelten als gute Möglichkeit, trotz niedriger Zinsen sein Geld zu vermehren. Aber wie hoch sind die ErtrĂ€ge, auch Renditen genannt, mit denen Sie tatsĂ€chlich rechnen können? Wie haben sich diese speziellen Aktienfonds in den vergangenen Jahren entwickelt? Und was mĂŒssen Sie bei der Berechnung der ETF-Rendite bedenken? Ein Überblick.

  • Börse & MĂ€rkte: Vergleichen Sie hier alle ETFs

Wie hoch ist die Rendite bei ETFs?

Da es sich bei ETFs um eine spezielle Form von Aktienfonds handelt, ist ihre Rendite – wie bei einzelnen Aktien auch – nicht festgelegt. Sie schwankt vielmehr von Jahr zu Jahr und das durchaus erheblich.

Bei ETFs bildet nÀmlich ein Computeralgorithmus einen bestimmten Aktienindex wie zum Beispiel den Dax nach. Generell kann man daher sagen: ETFs bescheren Ihnen jedes Jahr ungefÀhr die Rendite, die auch der Index erzielt, den sie abbilden.

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Von den prozentualen ErtrĂ€gen abziehen mĂŒssen Sie allerdings die Kosten. Bei ETFs sind das in der Regel laufende Kosten von etwa 0,2 bis 0,5 Prozent pro Jahr sowie einmalige Anschaffungs- und Verkaufskosten von bis zu 0,25 Prozent.

Sie fahren damit meistens besser als mit klassischen Fonds, die ein Manager aktiv mit Aktien oder anderen Wertpapieren bestĂŒckt. Denn die höheren Kosten dieser aktiv gemanagten Fonds fĂŒhren in der Regel dazu, dass die Rendite aktiv verwalteter Fonds oft geringer ist als die von ETFs.

Warum sind geringe Kosten wichtig?

Ein Rechenbeispiel des Wirtschaftswissenschaftlers und Vermögensberaters Gerd Kommer zeigt, welchen Unterschied die Höhe der Kosten macht:

Angenommen Sie investieren 100 Euro in einen aktiv gemanagten Fonds zu laufenden Kosten von 2 Prozent pro Jahr und 100 Euro in einen ETF mit laufenden Kosten von jĂ€hrlich 0,5 Prozent. Wenn sowohl der aktive Fonds als auch der ETF eine durchschnittliche Jahresrendite von 8 Prozent einfahren, bringt Ihnen der ETF nach 30 Jahren den eineinhalbfachen Ertrag, wie folgende tabellarische AuffĂŒhrungen zeigen:

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Wenn Sie einmalig 100 in beide Fondsarten investieren und die zwischenzeitlichen ErtrĂ€ge stets wieder anlegen, ergeben sich nach fĂŒnf, zehn, 20 oder 30 Jahren folgende Werte.

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Die Differenz zwischen aktiv gemanagten Fonds und passiv gesteuerten ETFs wĂ€chst dabei stetig. Je lĂ€nger Sie also in einen ETF investieren, desto grĂ¶ĂŸer ist der positive Effekt gegenĂŒber einem aktiven Fonds:

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Welche Rendite erzielt ein ETF auf den MSCI World langfristig?

Der MSCI World ist ein internationaler Aktienindex, der die Entwicklung von mehr als 1.600 Aktien aus 23 IndustrielÀndern abbildet. Er gilt als einer der wichtigsten Aktienindizes weltweit und wird seit 1970 vom US-amerikanischen Finanzdienstleister Morgan Stanley Capital International (MSCI) berechnet.

Alle in Deutschland angebotenen ETFs bilden den sogenannten MSCI World Index Netto auf Eurobasis ab. Dieser hat von 1975 bis Ende 2019 eine durchschnittliche jÀhrliche Rendite von 9 Prozent erzielt.

Einer Untersuchung des Portals "Finanztip" zufolge schafften es die besten ETFs, diese Wertentwicklung abzubilden – mit einem Abstand von rund 0,2 Prozentpunkten nach Abzug der Kosten. Demnach konnten Sie mit einem ETF auf den MSCI World keinen Verlust machen, wenn Sie in den vergangenen Jahrzehnten beliebige 15 Jahre investiert haben.

Bei einem Anlagezeitraum von 15 Jahren unterschied sich die Höhe der Rendite aber – je nachdem, wann Anleger den ETF kauften oder verkauften. Im Schnitt lag die Jahresrendite bei 7,9 Prozent, im besten Fall bei mehr als 14 Prozent, im schlechtesten bei nur 1,3 Prozent.

Hier die Ergebnisse der "Finanztip"-Untersuchung im Überblick:

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Achtung: Historische Renditen haben praktisch keine Aussagekraft fĂŒr zukĂŒnftige ErtrĂ€ge. Wie sich Aktien in den nĂ€chsten Jahrzehnten entwickeln werden, kann niemand exakt vorhersehen. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihre Investition breit streuen und langfristig anlegen (mindestens zehn, besser 15 Jahre), um das Verlustrisiko zu verringern. Beides funktioniert bestens mit einem ETF-Sparplan.

Was verringert die ETF-Rendite?

Drei Faktoren drĂŒcken bei fast jedem Investment auf die Rendite:

  • Kosten
  • Steuern
  • Inflation

Kosten von ETFs:

Wie bereits oben beschrieben, halten sich die Kosten bei ETFs vergleichsweise in Grenzen. Dennoch sollten Sie bei der Wahl des fĂŒr Sie passenden ETF darauf achten, dass der ETF nicht zu teuer ist. Denn schon kleine Unterschiede können sich langfristig stark auswirken.

Wichtigste Kennzahl ist hierbei die sogenannte Gesamtkostenquote, auf Englisch auch Total Expense Ratio (TER) genannt. Sie bildet alle laufenden Kosten pro Jahr in Prozent ab. Es gilt: Ihre jÀhrliche Rendite sinkt um die Prozentpunkte der TER. Bei ETFs liegt die TER meist zwischen 0,2 und 0,5 Prozent.

Weitere Kosten sind eventuell anfallende Transaktionskosten von in der Regel bis zu 0,25 Prozent pro Kauf oder Verkauf sowie womöglich GebĂŒhren fĂŒr das Depot.

Steuern auf ETFs:

Seit 2018 werden alle Investmentfonds – einschließlich ETFs – nach derselben Logik besteuert. Ihre Depotbank berechnet die jĂ€hrliche Abgeltungssteuer von 25 Prozent zuzĂŒglich SolidaritĂ€tszuschlag und eventuell Kirchensteuer anhand einer bestimmten Formel automatisch und ĂŒberweist auch die Steuern direkt an das Finanzamt.

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Auf ErtrĂ€ge unterhalb von 801 Euro (1.602 Euro bei Verheirateten) fĂ€llt gar keine Steuer an. Sie können sich das zu viel gezahlte Geld ĂŒber die SteuererklĂ€rung zurĂŒckholen oder Sie richten direkt einen Freistellungsauftrag bei Ihrer Depotbank an.

Inflation:

Nicht nur GebĂŒhren und Steuern knabbern an der Rendite, auch die Inflation lĂ€sst sie weiter schrumpfen. Inflation meint, dass GĂŒter und Dienstleistungen mit der Zeit immer ein bisschen teurer werden. Sie können sich mit der gleichen Menge an Geld also weniger kaufen. Dieses PhĂ€nomen macht auch vor Ihrer ETF-Rendite nicht halt.

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Laut Statistischem Bundesamt lag die durchschnittliche jĂ€hrliche Inflation der vergangenen 28 Jahre bei 1,71 Prozent. Um ungefĂ€hr diese Prozentpunkte schmĂ€lert die Geldentwertung Ihre Rendite also weiter. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihr Geld nicht auf dem Sparbuch, dem Giro- oder Tagesgeldkonto versauern lassen, sondern einen Teil davon investieren – denn dabei winken Ihnen meist Renditen, die höher als die Inflation und weit höher als die derzeit sehr niedrigen ZinsertrĂ€ge sind.

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