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TradeRepublic, JustTrade, Smartbroker: So kaufen Sie besonders billig Aktien

Per Smartphone handeln  

So kaufen Sie besonders billig Aktien

15.09.2020, 11:26 Uhr
Animation erklärt: So einfach funktioniert der Handel an der Börse

Den Handel an der Börse stellen sich viele Menschen kompliziert vor, Märkte wirken unberechenbar, Aktien sind ihnen suspekt. Dabei ist Aktienhandel gar nicht schwierig, wie unser Video zeigt. (Quelle: t-online.de)

Aktien, Handel, Märkte: Diese Animation erklärt ganz einfach, wie Börsenhandel funktioniert. (Quelle: t-online.de)


Der Aktienkauf ist normalerweise mit Kosten verbunden, die an Ihrem Ertrag zehren. Doch das muss nicht sein. Neue Anbieter preschen auf den Markt, die damit werben, besonders günstig zu sein. Was hat es mit diesen auf sich?

Das Smartphone ist für fast alle Menschen ein täglicher Begleiter: Um zu chatten, Videos anzuschauen, Mails zu checken oder um Nachrichten zu lesen. Immer mehr Leute entdecken jetzt, dass sie über ihr Telefon auch mit Aktien handeln können.

Das geht mit einer Reihe von Apps, die sogenannte Neobroker in jüngster Zeit auf den Markt gebracht haben. Gemeint sind damit neuartige Onlinebroker, also Wertpapierhändler im Netz, die ihr Angebot auf das Wesentlichste reduzieren. Sie gelten als besonders günstig und einfach zu handhaben. Doch stimmt das überhaupt? Wir zeigen Ihnen, welche Smartphone-Broker es gibt, wie sie funktionieren – und wie sicher Ihr Geld bei ihnen ist.

Wie funktioniert ein Neobroker?

Eine klare Definition von Neobrokern gibt es nicht. Meist sind hiermit jedoch Onlinebroker gemeint, die sehr günstig ist. Billig sind deshalb, weil sie auf einen persönlichen Service verzichten und sich auf die wesentlichen Funktionen – wie dem Kauf von Aktien – fokussieren.

  • Beispiele für Neobroker: TradeRepublic, JustTrade, Scalable Capital oder Gratisbroker

Meist können Sie hierbei den Aktienhandel auch direkt per Smartphone steuern – wie bei TradeRepublic oder JustTrade. In den meisten Fällen haben die Anbieter keine eigene Banklizenz. Stattdessen arbeiten sie mit anderen Banken wie BNP Paribas, der Baader Bank oder der Sutor Bank zusammen.

Oft ist die Auswahl an Aktien und Fonds bei Neobrokern geringer als bei herkömmlichen Direkt- oder Filialbanken. So stehen oft nur Anteile der größten Unternehmen der Welt zum Kaufen zur Verfügung, wer spezielle Aktien kleinerer Firmen sucht, wird oft nicht fündig. Auch die Auswahl von Indexfonds, ETFs genannt, ist oft eingeschränkt.

Wie finde ich den besten Anbieter?

Im Internet gibt es viele verschiedene Neobroker und die Zahl der Anbieter wächst stetig. Folgende Kriterien sollten Sie bei der Auswahl des Brokers grundsätzlich beachten:

  • Kosten: Der wichtigste Punkt – denn die Kosten zehren an Ihrem Ertrag, genannt Rendite. Besonders wenn Sie viele Orders ausführen möchten, also Aktien kaufen wollen, sollten Sie auf die Kosten pro Ausführung achten. Bei manchen Brokern gibt es sgoar Flatrates fürs Handeln. Als Anleger zahlen Sie dann eine monatliche Grundgebühr, müssen für einzelne Orders aber nichts mehr zahlen.
  • Auswahl: Die Frage ist hier, wie viele Aktien oder ETFs Sie bei dem Broker kaufen können. Bei manchen Anbietern stehen Ihnen nur die größten börsennotierten Firmen zur Auswahl. Auch nachhaltige Angebote wie "grüne" ETFs finden sich bei ihnen eher selten.
  • Sicherheit: Deutsche Anbieter gelten als sicher (siehe unten). Doch sehr neue Anbieter oder jene aus anderen Ländern – besonders, wenn sie nicht in der EU beheimatet sind – sollten Sie eher meiden. 
  • Sparplan: Oft können Sie bei Neobrokern keinen Sparplan anlegen. Bei manchen Anbietern ist dies jedoch möglich.

Eine Übersicht über die gängigsten Neobroker und ihre Konditionen finden Sie in folgender Tabelle.

Hinweise zur Tabelle
Bei allen Anbietern ist die Depoteröffnung kostenfrei. Über die Ordergebühren hinaus können jedoch weitere Kosten hinzukommen. Beachten Sie: Sowohl bei JustTrade als auch bei Gratisbroker ist ein Mindestordervolumen von 500 Euro gefordert. Sie können also nicht für weniger Geld Aktien kaufen. Beide Broker sind deshalb für Kleinanleger eher weniger geeignet. Bei Smartbroker müssen Sie ein Verwahrentgelt von 0,5 Prozent zahlen, wenn Ihre Einlagen auf dem Verrechnungskonto durchschnittlich mehr als 15 Prozent des gesamten Depotvolumens ausmacht. Das gilt für den Teil, der über diesen 15 Prozent liegt.

Ist mein Geld dort auch sicher?

Ja. Bei einem Anbieter, der mit einer Bank innerhalb der EU zusammenarbeitet, ist Ihr Geld über die sogenannte Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt. Selbst im Falle einer Pleite der Bank oder des Brokers kann ein Insolvenzverwalter also nicht auf Ihr Vermögen zugreifen.

Oft bieten die Anbieter zusätzlich eine eigene Einlagensicherung. Diese geht meist über die gesetzliche weit hinaus.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • finanzen.net
  • finanzentdecker.de
  • broker-test.de
  • finanz-szene.de
  • depot-vergleichen.de
  • etf-nachrichten.de
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen


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