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Inflation: Mit diesen vier Anlagen schützen Sie Ihr Vermögen


Vier Möglichkeiten  

So schützen Sie Ihr Erspartes jetzt vor der Inflation

Von Saskia Leidinger

15.09.2021, 10:12 Uhr
Inflation: Mit diesen vier Anlagen schützen Sie Ihr Vermögen. Ein Kind steckt ein Geldstück in ein Sparschwein: Auf einem Sparbuch wird Ihr Geld durch die Inflation entwertet. (Quelle: imago images)

Ein Kind steckt ein Geldstück in ein Sparschwein: Auf einem Sparbuch wird Ihr Geld durch die Inflation entwertet. (Quelle: imago images)

Gemüse, Benzin, Kleider – vieles wird momentan teurer. Die Folge: Ihr Erspartes verliert immer stärker an Wert. Wie Sie Ihr Vermögen jetzt vor der großen Entwertung retten.

Wir alle spüren die Inflation derzeit im eigenen Geldbeutel. Das Benzin an der Zapfsäule kostet mehr als früher, die Preise für Gemüse sind im Juli im Vergleich zum Vormonat gar um mehr als sieben Prozent gestiegen. Da Löhne und Gehälter bei dieser Entwicklung nicht Schritt halten, haben die meisten Deutschen weniger Geld zur Verfügung – das Ersparte auf dem Konto wird immer weniger wert.

Insbesondere gilt das für Geld, das Sie auf dem Sparbuch, dem Giro-, Tages- oder Festgeldkonto halten. Denn: Die Zinsen, die Ihr Geld dort abwirft, sind inzwischen deutlich niedriger als die Teuerungsrate. Experten raten deshalb, das eigene Geld in Sachwerte zu investieren oder dort anzulegen, wo es noch Renditen gibt. t-online zeigt Ihnen vier Möglichkeiten Ihr Geld vor der Inflation zu schützen und welche Risiken damit verbunden sind.

1. Aktien und ETFs

Aktien werfen in der Regel prozentuale Erträge ab, die höher sind als die Inflationsrate. Ein Grund dafür: Beim Aktienkurs handelt es sich ebenfalls um einen Preis. Ist viel Geld im Umlauf, steigen die Preise, bewegen sich meistens auch die Aktienkurse nach oben.

Allerdings kann die Inflation die Unternehmen auch belasten. Die Produktionskosten steigen, der Gewinn wird weniger – was wiederum den Aktienkurs drücken kann. Um möglichst wenig Risiko einzugehen, sollten Sie beim Aktieninvestment deshalb zwei Dinge beachten.

Erstens: Streuen Sie Ihr Geld auf möglichst viele Unternehmen. Das geht am einfachsten mit sogenannten ETFs. Diese bilden einen Index wie den Dax nach und verteilen das Geld auf mehrere Unternehmen und Branchen. Damit sind Schwankungen geringer. Mehr zu ETFs lesen Sie hier

Zweitens: Halten Sie Ihre Anteile möglichst lange. Je länger Sie Ihre Aktien behalten, desto geringer sind die Auswirkungen von kurzfristigen Ereignissen wie einer steigenden Inflationsrate auf Ihr Vermögen. 

2. Inflationsgeschützte Anleihen

Um Ihr Geld vor der Inflation zu schützen, können Sie es auch einem Unternehmen oder einem Staat leihen. Genauer anschauen sollten Sie sich dabei spezielle Anleihen, die unter verschiedenen Namen bekannt sind und doch alle dasselbe meinen: inflationsgeschützte Anleihen, inflationsgebundene Anleihen oder – im Falle der Bundesrepublik Deutschland – inflationsindexierte Bundeswertpapiere. 

Mit diesen Anleihen geben Sie beispielsweise einem Staat im Grunde einen Kredit über eine längere Laufzeit, meistens zwischen fünf und 30 Jahren. Im Gegenzug erhalten Sie Zinsen, die sich in ihrer Höhe an den Verbraucherpreisen orientieren. Somit bleibt die Kaufkraft des geliehenen Geldes über die Jahre konstant. 

Doch Vorsicht: Wie bei Krediten üblich, erhöht sich das Risiko, je unsicherer die finanzielle Situation des Kreditnehmers ist, aber auch die Rendite. Umgekehrt heißt das: Da es ziemlich sicher ist, dass die Bundesrepublik Deutschland das geliehene Geld nach der Laufzeit zurückzahlen kann, bekommen Sie als Anleger fast keine Zinsen über den Inflationsausgleich hinaus. Vermögensaufbau ist damit eher nicht möglich, Vermögensverlust aber auch recht unwahrscheinlich. 

Experten raten deshalb generell dazu, Anleihen als Teil des Portfolios zu haben. Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Arten von Anleihen und wie Sie diese kaufen können, finden Sie hier

3. Vorsicht bei Gold als Inflationsschutz

Gold hat den Ruf einer krisenfesten Geldanlage. Doch das stimmt nicht ganz. Der Goldpreis ist seit 2019 stark angestiegen, was die Investition in das Edelmetall teuer macht.

Seinen Höchstpreis erreichte Gold Gold Rohstoff im August vergangenen Jahres mit 2.063,68 US-Dollar pro Feinunze, der Wert fiel danach aber wieder auf derzeit um die 1.787 US-Dollar. Der Goldpreis schwankt also sehr stark, auch weil sich dieser allein nach der Nachfrage richtet. Dennoch kann das Edelmetall für Sie eine gute Möglichkeit sein, Ihr Geld zumindest kurzfristig vor Inflation zu schützen.

4. Immobilien und Immobilienfonds

Krisenfester als das echte Gold ist dagegen die Geldanlage in sogenanntes Betongold, also Immobilien. Klassischerweise kaufen Sie dabei ein Haus oder eine Wohnung. Doch das ist nur attraktiv, wenn Sie ohnehin genügend Geld für eine solch hohe Investition haben. Für Kleinanleger ist diese direkte Form des Immobilienkaufs deshalb nicht geeignet. 

Alternativ bieten sich offene Immobilienfonds an. Ihr Geld finanziert dadurch beispielsweise den Bau von Bürogebäuden oder Hotels. Auch hierbei sollten Sie auf eine möglichst breite Streuung Ihrer Anlage achten. Außerdem sind Immobilienfonds oft mit einer Mindestanlagedauer versehen. Das erhöht das Risiko eines Verlusts.

Daneben gibt es auch ETFs, die sich auf die Immobilienbranche spezialisiert haben. Welche Anlagestrategie bei Immobilien für Sie die Beste ist, können Sie hier nachlesen.

Es gibt also verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihr Geld vor der Inflation schützen können und wenn Sie langfristig investieren, können Sie Ihr Geld auch vermehren – unabhängig von Inflationsraten und Krisen. Sicher ist dabei, dass Sie Geld verlieren, wenn es weiterhin bei niedrigen Zinsen auf einem Sparkonto liegt.

Verwendete Quellen:

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