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Litecoin (LTC): Der bessere Bitcoin? Das steckt dahinter


Der bessere Bitcoin? Das steckt hinter Litecoin

Von Nele Behrens

Aktualisiert am 08.12.2021Lesedauer: 5 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Ein physischer Litecoin: Der "kleine Bruder" des Bitcoins will das Zahlen mit Kryptowährungen einfacher und schneller machen.
Ein physischer Litecoin: Der "kleine Bruder" des Bitcoins will das Zahlen mit Kryptowährungen einfacher und schneller machen. (Quelle: agefotostock/imago-images-bilder)
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Zehn Minuten dauert eine Zahlung mit Bitcoin zu lange, fand der Erfinder des Litecoins. Er entwickelte eine Währung, die schneller und günstiger sein soll. Ist Litecoin der bessere Bitcoin?

Das Wichtigste im Überblick


  • Was ist Litecoin?
  • Was kann Litecoin besser als Bitcoin?
  • Welche Vorteile hat Litecoin für Nutzer?
  • Hat Litecoin eine Zukunft?

Kryptowährungen sollen das Bezahlen einfacher, sicherer und digitaler machen. Doch möchten Sie dafür zehn Minuten an der Kasse stehen, bis Ihr Kaffee bezahlt (und kalt) ist? Sollte sich Bitcoin als Zahlungsmittel durchsetzen, wäre das ein denkbares Szenario: Denn eine durchschnittliche Transaktion, also eine Zahlung, dauert bei der größten Kryptowährung durchschnittlich zehn Minuten.

Abhilfe soll hier Litecoin schaffen. Das Ziel der Kryptowährung, die der amerikanische Informatiker Charlie Lee 2011 erfand, ist schlicht und ambitioniert: Litecoin soll der bessere, günstigere und schnellere Bitcoin sein.

Was ist Litecoin?

Litecoin ist eine quelloffene, dezentrale Kryptowährung, die auf der Blockchain-Technologie basiert. Diese ist aus der Bitcoin-Blockchain entstanden, es ist also eine Art Auskoppelung des Bitcoins. In Fachkreisen heißt dieser Prozess Hard Fork. Ein Beispiel für eine andere Hard Fork des Bitcoins ist Bitcoin Cash.

  • Wichtig: Bei einer Hard Fork wird die Blockchain einer Kryptowährung, zum Beispiel Bitcoin, verändert. Die alten Blöcke lassen die Blöcke der veränderten Blockchain nicht mehr für das alte System, also die ursprüngliche Währung, zu. Wenn genug Nutzer die neuen Blöcke akzeptieren, entsteht eine neue Währung. Diese teilt sich mit der Ursprungswährung – etwa Bitcoin – zwar die Vergangenheit, die Blockchains gehen aber für die Zukunft getrennte Wege.

Was kann Litecoin besser als Bitcoin?

Litecoin ist in der Verarbeitung von Zahlungen schneller und günstiger als der "große Bruder" Bitcoin. Das hat mehrere Gründe, unter anderem:

  • Mehr Transaktionen
  • bessere Skalierbarkeit
  • einfacherer Algorithmus
  • höhere Obergrenze der Coins.

Ein großer Kritikpunkt an Bitcoin ist die mangelnde Skalierbarkeit. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass sich die Kryptowährung Bitcoin nicht gut an eine gesteigerte Nachfrage nach Zahlungsprozessen anpassen kann. Zu der Skalierbarkeit gehören etwa die Aspekte, wie viele Daten in einem Zeitraum verarbeitet werden können, wie lange eine Zahlung braucht und wie sicher Ihre Zahlung ist.

Hier verspricht Litecoin die Lösung: Die Blöcke der Kryptowährung sind kleiner und alle zweiundeinhalb Minuten entsteht ein neuer Block – damit ist die Währung viermal so schnell wie Bitcoin.

Da die Zahlungen auf den Blöcken der Blockchain gespeichert und verschlüsselt werden, kann Litecoin also viel mehr Zahlungen in kürzerer Zeit abwickeln. Für Sie als Nutzer bedeutet das: Ihr Kaffee wird beim Bezahlen nicht mehr kalt, Sie müssen sich nicht mehr auf so lange Wartezeiten wie beim Bitcoin einstellen.

Auch der Algorithmus, der die einzelnen Blöcke verschlüsselt, ist weniger kompliziert und damit schneller als beim Bitcoin. Wie eine Blockchain im Detail funktioniert, erklären wir Ihnen hier.

Umso komplexer der Algorithmus, desto sicherer sind die Transaktionen verschlüsselt. Doch auch wenn Litecoin hier Abstriche gemacht hat, gilt die Währung in Fachkreisen immer noch als sicher.

Ein weiterer Nebenaspekt der schnelleren Blockchain: Ein Litecoin entsteht viermal so schnell wie ein Bitcoin, daher gibt es auch die vierfache Menge. Insgesamt 84 Millionen Litecoins können geschürft werden, dann ist Schluss.

Welche Vorteile hat Litecoin für Nutzer?

Die Abwandlung der Blockchain macht Litecoin für den alltäglichen Gebrauch nutzerfreundlicher. Die Währung ist beim Zahlprozess schneller und kann höhere Transaktionsvolumen besser auffangen. Zudem bietet es Ihnen als Nutzer einen weiteren großen Vorteil: Durch die weniger komplexe Struktur hinter der Währung sind die Gebühren deutlich geringer als beim Bitcoin.

Allerdings akzeptieren nur sehr wenige Händler Litecoin als Zahlungsmittel – ein Problem, das aktuell alle Kryptowährungen teilen. Im Moment findet die Kryptowährung Litecoin noch vor allem im Darknet als anonymes Zahlungsmittel Verwendung.

Hat Litecoin eine Zukunft?

Das ist bei mittelgroßen Kryptowährungen nur schwer vorherzusagen. Litecoin gehört zu den zehn wichtigsten Digitalwährungen und konnte wie Bitcoin, Ethereum und Cardano von den Unsicherheiten der Corona-Pandemie profitieren. Mitte März 2020 stand der Kurs für einen Litecoin noch bei 27 Euro, im März 2021 war ein Litecoin schon 166 Euro wert.

Einige Analysen aus der Branche rechnen auch zukünftig mit einem starken Wachstum des Litecoins. Bis 2025 soll ein LTC je nach Prognose zwischen 437 und 950 US-Dollar wert sein. Solche Aussagen sind im dynamischen Kryptomarkt aber sehr schwierig zu bewerten. Bei Litecoin gibt es sowohl Faktoren, die für ein Wachstum sprechen könnten, aber auch einige negative Entwicklungsmöglichkeiten.

Chancen für Litecoin sind:

  • Das Mining ist einfacher als beim Bitcoin. So können sich mehr Menschen aktiv in das Netzwerk einbringen.
  • Der Gründer Charlie Lee genießt großes Ansehen in der Branche. Für Litecoin soll Lee seinen Job bei Google aufgegeben und sich auch als technischer Leiter der großen Krypto-Börse Coinbase zurückgezogen haben.
  • Litecoin wird an allen großen und wichtigen Börsen gehandelt. Auch alle Hardware-Wallets – also Möglichkeiten, die Währung offline zu speichern – unterstützen Litecoin.
  • Paypal öffnete sich zuletzt auch für Litecoin.
  • Im Darknet zahlen immer mehr Nutzer mit Litecoin als mit Bitcoin. Dieser Markt hatte auch Bitcoin zu mehr Verbreitung verholfen, da viele die Digitalwährung kauften, um damit anonym im Internet zu bezahlen. Die geringen Gebühren machen Litecoin nun für diese Kunden attraktiver.

Doch es gibt auch einige Risiken für Litecoin:

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  • Bitcoin als großer Bruder und größte Digitalwährung ist nur schwer zu überwinden.
  • Litecoin gilt als Teststrecke für den Bitcoin. Innovationen und Erleichterungen, die sich in der Blockchain von Litecoin beweisen, werden anschließend auch von Bitcoin übernommen. Damit verliert Litecoin sein Alleinstellungsmerkmal.
  • Litecoin ist nicht die einzige Hard Fork von Bitcoin, die schnelles Zahlen ermöglicht. Bitcoin Cash spaltete sich 2017 vom Bitcoin ab und ist Litecoin auf den Fersen.
  • Der Litepay-Skandal hat Vertrauen der Nutzer verspielt. Hier kündigten die Entwickler des Litecoins 2018 neue technologische Innovationen an, die diese am Ende nicht umsetzen konnten. Anschließend brach der Kurs stark ein.
  • Die vermehrte Nutzung im Darknet kann zu einer Rufschädigung führen. Auch an Bitcoin haftet noch immer der Makel der "Verbrecherwährung", obwohl mittlerweile viele namenhafte Investoren auf die Kryptowährung setzen. Wenn Litecoin Bitcoin im Darknet ablöst, könnte sie auch den Ruf als Verbrecherwährung erben.

Litecoins sind aktuell noch deutlich günstiger als die großen Währungen Bitcoin und Ethereum. Es ist für Sie als Investor also deutlich leichter, einen gesamten Litecoin zu erwerben als einen Ether oder Bitcoin.

Dafür fehlt Litecoin aber auch die Unterstützung großer Investoren in dem Maße wie sie Ether und Bitcoin genießen. Ein Investment bietet für Sie als Anleger also wie bei anderen Kryptowährungen Chancen, aber auch Risiken.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Litecoin: Offizielle Website
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