Sie sind hier: Home > Gesundheit > Gesund leben >

Deutsche beurteilen Strahlungs-Risiken falsch

Umfrage zeigt  

Deutsche beurteilen Strahlungs-Risiken falsch

27.11.2019, 14:54 Uhr | dpa

Deutsche beurteilen Strahlungs-Risiken falsch. Eine Frau telefoniert mit einem Smartphone. (Quelle: dpa/Caroline Seidel)

Eine Frau telefoniert mit einem Smartphone. Foto: Caroline Seidel/dpa. (Quelle: Caroline Seidel/dpa)

Handy, Kernkraft oder Mobilfunk-Masten: Über die meisten Quellen für Strahlung sind sich die Deutschen bewusst. Doch einer der stärksten Verursacher kommt natürlich in der Umwelt vor und wird unterschätzt.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht. Fast drei von vier Befragten (73,9 Prozent) gaben demnach an, dass sie das Thema radioaktive Strahlung durch Kernkraftwerke "sehr" oder "eher" beunruhige. Mehr als jeder zweite (51,4 Prozent) macht sich Sorgen um Strahlung von Mobilfunk-Masten, fast ebensoviele (51 Prozent) über Handys und Tablets. Dagegen machen sich nur knapp 23 Prozent Sorgen über Radon in der Umwelt – obwohl es die größte Quelle für die durchschnittliche jährliche Strahlenbelastung ist und nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.

Welche Strahlungsquellen den Deutschen Sorgen bereiten 

"Die Studie zeigt, dass die Risiken der Kernkraft in der Bevölkerung überschätzt und die Gefahr von beispielsweise Radon unterschätzt werden", sagte die Präsidentin des Strahlenschutz-Amtes, Inge Paulini. Bei der Digitalisierung klaffe eine Lücke: "Einerseits gibt es den selbstverständlichen Umgang mit neuen Technologien und andererseits eine gefühlte Bedrohung durch die damit einhergehende Strahlenbelastung." Nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten (56,9 Prozent) wisse, dass sie als durchschnittliche Nutzer Handystrahlung stärker ausgesetzt seien als der von Sendemasten.

Jeder zweite (49,2 Prozent) glaubt, dass Handy-Strahlung das Erbgut schädigen kann – "fälschlicherweise", wie das Bundesamt betont. Fast ebenso viele (48,7 Prozent) fühlen sich durch staatliche Einrichtungen vor Mobilfunk-Anlagen "überhaupt nicht" und "eher nicht" gut geschützt.

Strahlenbelastung ist gefühlt überall

Generell gaben mehr als 35 Prozent an, es mache ihnen Sorgen, dass sie "überall von Strahlung umgeben" seien, fast jeder Dritte glaubt, die Strahlenbelastung sei zu hoch. Knapp 70 Prozent sind der Ansicht, die Strahlenbelastung in Deutschland sei in den letzten Jahren stark oder etwas angestiegen.


UV-Strahlung durch Sonnenlicht empfinden 56 Prozent der Deutschen der Umfrage zufolge als beunruhigendes Thema, über die Strahlung von Hochspannungsleitungen zeigten sich 38,5 Prozent beunruhigt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal