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Bienenstich: So behandeln Sie die Schwellung richtig

Tipps zur Schmerzlinderung  

Bienenstich: So behandeln Sie die Schwellung richtig

26.07.2018, 14:56 Uhr | Silke Ahrens, t-online.de

Stechmuecken Moskitos Culicidae Stechmuecke saugt Blut auf menschlicher Haut Seitenansicht Fin (Quelle: imago)
Der Ratgeber für Insektenstiche

Warme Sommertage könnten nicht besser sein - wenn da nicht eins wäre: die lästigen Insektenstiche.

Ursachen, Folgen, Tipps: Das Ratgeber-Video für Insektenstiche. (Quelle: t-online.de)


Bienen stechen nur zu, wenn sie sich extrem bedroht fühlen – schließlich sterben sie nach dem Stich. Tipps, wie Sie einen Bienenstich behandeln und wie Sie in Zukunft nicht mehr gestochen werden.

Wenn Sie nicht unter einer Allergie leiden, können Sie Bienenstiche selbst behandeln. Schwellung und Schmerzen lassen sich mit ein paar Methoden eindämmen.

Symptome eines Bienenstichs: Schwellung und Juckreiz

Nach einem Bienenstich juckt die Haut und es kommt zu einer Rötung und Schwellung an der Einstichstelle. Das liegt daran, dass die Biene mit ihrem Stich ein Gift injiziert. Anders als bei Wespen bleibt der Stachel der Biene durch Widerhaken in der Haut stecken. Dabei wird der gesamte Stechapparat aus dem Körper der Biene herausgerissen und das Insekt stirbt dadurch.

Die Abwehrreaktionen der Haut sind meist harmlos und klingen nach drei bis vier Tagen von selbst ab – ist das jedoch nicht der Fall, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Für Menschen ohne Allergie können lediglich Stiche im Hals- und Kopfbereich bedrohlich sein.

Wie Sie einen Bienenstich richtig behandeln

Stich einer Biene: Bei einem Bienenstich bleibt der Stachel in der Haut stecken. (Quelle: Getty Images/stellalevi)Stich einer Biene: Bei einem Bienenstich bleibt der Stachel in der Haut stecken. (Quelle: stellalevi/Getty Images)

Wenn Sie von einer Biene gestochen wurden, sollten Sie wie folgt vorgehen:

1. Entfernen Sie als Erstes den Stachel der Biene. Denn der Stechapparat, der sich noch in der Haut befindet, kann sonst weiter Gift injizieren. Versuchen Sie den Stachel vorsichtig mit einer Pinzette herauszuziehen. Achten Sie dabei darauf, die Giftblase am äußeren Ende des Stachels nicht zusammenzudrücken, damit sie sich nicht in die Stichwunde entleert.

Tipp: Steckt kein Stachel in der Wunde, handelt es sich wahrscheinlich nicht um einen Bienen-, sondern um einen Wespenstich. Wie Sie einen Wespenstich richtig behandeln, lesen Sie hier.

2. Saugen Sie das Gift nicht mit dem Mund aus, da es sich sonst im Körper verteilen könnte. Holen Sie das Gift besser mit Saugstempeln oder Giftpumpen aus der Apotheke heraus.

3. Eine kurzzeitige Hitzebehandlung kann Linderung verschaffen. Legen Sie zunächst einen heißen Waschlappen auf den Stich. Das Gift der Biene enthält Eiweiß, das mit Hitze zerstört werden kann.

4. Kühlen Sie den Stich danach mit Eiswürfeln oder Kühlpads, um die Schwellung und die Schmerzen zu lindern.

5. Salben und kühlende Gels auftragen. Sie wirken der Schwellung entgegen und lindern den Juckreiz.

Symptome bei einer Allergie

Eine allergische Reaktion tritt innerhalb der ersten halben Stunde nach dem Stich auf.

Typische Symptome einer Allergie auf Bienenstiche sind:

  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Hautausschlag
  • Schwellungen an anderen Stellen des Körpers, nicht nur an der Einstichstelle
  • Angstzustände
  • Atemnot

Im schlimmsten Fall kommt es zu einem allergischen Schock mit Blutdruckabfall, Ohnmacht und Kreislaufkollaps. Dies ist ohne sofortige ärztliche Hilfe oft tödlich. In diesem Fall muss sofort der Notarzt unter 112 gerufen werden. Ist eine Allergie auf Bienenstiche bereits bekannt, sollten Betroffene immer ein Notfallset bei sich tragen.

Wann Sie sofort zum Arzt gehen sollten

Bei einem Stich im Mund sollten Sie zwingend einen Arzt aufsuchen oder direkt den Notarzt unter 112 anrufen. Die Atemwege können gefährlich anschwellen. Befinden Sie sich auf dem Weg zum Notdienst, empfiehlt es sich, Eiswürfel zu lutschen.

Hausmittel bei Insektenstichen

Honigbiene: Sticht die Biene zu, reißt nach dem Stich der Stachel heraus. (Quelle: imago/blickwinkel)Honigbiene: Sticht die Biene zu, reißt nach dem Stich der Stachel heraus. (Quelle: imago/blickwinkel)

Werden Sie unterwegs im Freien von einer Biene gestochen, können Sie als erste Maßnahme nach Entfernen des Stachels Spucke auf den Stich reiben. Das wirkt im ersten Moment kühlend.

Ein kalter Essigumschlag, der auf die Einstichstelle gelegt wird, ist ein altes Hausmittel. Er kühlt und wirkt Juckreiz lindernd. Auch Zwiebeln werden gerne zur Behandlung von Insektenstichen verwendet. Dazu entweder den Saft der Zwiebel auf die Wunde tröpfeln oder den Stich ein paar Minuten mit einer Zwiebelhälfte einreiben. Das hat eine desinfizierende und kühlende Wirkung.

Ähnlich wie der Trick mit der Zwiebel funktioniert auch die Verwendung von Zitronen nach Insektenstichen. Um die Wunde zu beruhigen, legen Sie einfach eine Zitronenscheibe auf den Stich. Kühlen können Sie die Stelle auch mit einer Quarkkompresse. Füllen Sie dafür etwas Quark auf eine Kompresse, legen sie auf den Stich und umwickeln sie mit einem Tuch. Solange die Quarkkompresse feucht ist, kann sie auf dem Stich bleiben. Antrocknen sollte der Quark auf der Wunde allerdings nicht.

Deutsche Bienen sind sanftmütig

Wer sich vor Bienen – und besonders vor ihrem Stich – fürchtet, für den hat Bienenexperte Prof. Dr. Kaspar Bienefeld, Leiter des Instituts für Bienenkunde an der Humboldt Universität Berlin, gute Nachrichten. "In der Zucht hat sich einiges getan. Die in Deutschland gehaltenen Bienen sind auf Sanftmut gezüchtet, die Chance von ihnen gestochen zu werden, ist auf jeden Fall deutlich reduziert. Gerade in den Städten werden Bienen gehalten, die sehr sanftmütig sind", sagt er t-online.de.

Wann Bienen zustechen

Biene im Garten: In der Nähe von Bienenvölkern sollten Sie sich vorsichtig bewegen. (Quelle: imago/imagebroker)Biene im Garten: In der Nähe von Bienenvölkern sollten Sie sich vorsichtig bewegen. (Quelle: imago/imagebroker)

Allerdings können auch sanftmütige Bienen zustechen. Dem Experten zufolge passiert das jedoch nur in extremen Situationen. "Was ganz klar ist: Die Menschen sind keine Beute für Bienen. Wenn die Bienen stechen, geschieht das in kritischer Notwehr. Das heißt, sie denken, sie werden angegriffen und stechen dann." Jedoch hat ein Stich nicht nur für den Menschen schmerzhafte Folgen.

"Sie wissen: Wenn die Biene zusticht, dann fliegt sie weg und hinterlässt den Stachel in der Haut. Die Giftblase pumpt aber weiter", erklärt Bienefeld und betont, "Bienen legen es nicht darauf an zu stechen, sie sterben ja auf jeden Fall danach. Sie setzt ihren Stich deshalb mit Bedacht ein. Sie macht das nur, um sich selbst oder das Volk zu verteidigen, wobei das Volk noch wichtiger ist als sie selbst."

So verhindern Sie einen Stich

Um nicht gestochen zu werden, sollten Sie folgende Ratschläge des Experten beherzigen. "Also alles, was man tun kann, um ruhig zu bleiben, verhindert einen Stich. Wenn Sie eine Biene sehen und dann um sich schlagen, müssen Sie sich nicht wundern, dass Sie gestochen werden, denn Sie fühlt sich einfach angegriffen und sticht dann."

Ein weiterer Tipp, der für Parfümträger interessant sein dürfte: "Bienen können sehr gut riechen und gerade Schweißgeruch mögen sie nicht so gerne. Wenn man zurückhaltend riecht, ist das also auch eine Möglichkeit nicht gestochen zu werden." Außerdem sollten Sie sich in der Nähe von Bienenvölkern wie folgt verhalten:

  • Bewegen Sie sich zurückhaltend.
  • Stampfen Sie in der Nähe eines Bienennestes nicht auf.
  • Lösen Sie keine Erschütterungen aus.
  • Gehen Sie in diesem Bereich langsam.

Wann Sie zuschlagen müssen

Einen Fall gibt es jedoch, in dem die Biene nicht mehr zu retten ist und Sie an sich und Ihre Gesundheit denken sollten. "Das ist das Problem, wenn sich Bienen in den Haaren verfangen. Dann reagieren sie meist aggressiver und versuchen bis zur Kopfhaut vorzudringen. In dem Fall ist es schwierig, sie zu beruhigen. Das gelingt meist nicht. Dann ist es besser, mit der flachen Hand auf die Biene draufzuschlagen. Sie stirbt zwar bei der Gelegenheit, aber sie hat es noch nicht geschafft bis zur Kopfhaut vorzudringen und dort zu stechen – dabei kommt es natürlich ein bisschen auf die Haarpracht drauf an, die man hat. Aber die Biene würde auch nach dem Stich sterben."

Verwendete Quellen:
  • eigene Recherchen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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