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Wie viele Schritte am Tag mĂŒssen es wirklich sein?

  • Silke Ahrens
Von Silke Ahrens

Aktualisiert am 12.09.2021Lesedauer: 3 Min.
Der 10.000-Schritte-Hype motiviert viele Menschen zu mehr Bewegung.
Der 10.000-Schritte-Hype motiviert viele Menschen zu mehr Bewegung. (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Viele Menschen haben ein gemeinsames Ziel: 10.000 Schritte am Tag laufen. Auch SchrittzÀhler sind dabei hÀufig im Einsatz. Aber muss man bei weniger Schritten ein schlechtes Gewissen haben?

Das Wichtigste im Überblick


  • Wie viele Kalorien verbrennt man bei 10.000 Schritten?
  • So viele Kilometer legt man bei 10.000 Schritten zurĂŒck
  • So schaffen Sie 10.000 Schritte pro Tag
  • Diese SchrittzĂ€hler liefern gute Ergebnisse
  • Alternativen zum Laufen
  • Woher stammt der 10.000-Schritte-Mythos?

ZĂ€hlte man sonst Kalorien, sind es nun Schritte. Selbst Bewegungsmuffel sind hoch motiviert und SĂ€tze wie "Ich komme spĂ€ter, mir fehlen noch 3.000 Schritte" wundern niemanden mehr. Jeder Schritt macht uns gesĂŒnder, so das Credo der fleißigen Marschierer.

Wie viele Kalorien verbrennt man bei 10.000 Schritten?

Bewegung ist ein Allheilmittel. Nicht nur Laufen, sondern Bewegung generell sorgt fĂŒr eine bessere Durchblutung der Organe – auch des Gehirns –, trainiert den Stoffwechsel und die GefĂ€ĂŸe, steigert das Wohlbefinden und stĂ€rkt das Immunsystem.

Dadurch kann Bewegung vielen chronischen Erkrankungen, darunter Tumore, Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall, aber auch Depression und Alzheimer vorbeugen. Auch dem Kalorienverbrauch tun die Schritte gut: Nach 500 Schritten haben Sie etwa einen WĂŒrfelzucker verbrannt. Insgesamt verbrennt man bei 10.000 Schritten am Tag im Durchschnitt etwa 500 Kalorien.

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So viele Kilometer legt man bei 10.000 Schritten zurĂŒck

10.000 Schritte, das entspricht je nach SchrittlĂ€nge in etwa sechs bis acht Kilometern Fußmarsch. Das sind fĂŒr den Alltag eine ganze Menge. Muss der, der das Pensum nicht schafft, ein schlechtes Gewissen haben? Die Antwort dĂŒrfte viele erleichtern: Sie lautet "Nein". Schon 6.000 bis 8.000 Schritte am Tag sollen sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Allerdings hat sich die Angabe von 10.000 Schritten als eine wichtige GrĂ¶ĂŸenordnung herausgestellt, auch in der Kommunikation von Bewegungsempfehlungen.

Alternativ kann man aber auch von 150 Minuten Bewegungszeit pro Woche sprechen. Das sind zweieinhalb Stunden pro Woche oder 30 Minuten Bewegung je Werktag. Eine Menge, die jeder schaffen kann und in Hinblick auf seine Gesundheit auch erzielen sollte.

So schaffen Sie 10.000 Schritte pro Tag

Das ambitionierte Ziel der 10.000 Schritte spornt jedoch viele LÀufer an. Denn auf dieses Ziel hinzuarbeiten, motiviert. Damit die tÀgliche Schrittanzahl leichter zu schaffen ist, gibt es einige Tipps: Es ist durchaus möglich, am Tag 10.000 Schritte zu gehen, wenn Sie bewusst auf Folgendes achten:

  • Lassen Sie das Auto stehen und gehen Sie, wenn es geht zu Fuß
  • Parken Sie weiter weg und gehen Sie die restliche Strecke zu Fuß
  • Gehen Sie in der Mittagspause oder abends eine Runde spazieren
  • Meiden Sie die Rolltreppe und den Fahrstuhl und nehmen Sie stattdessen die Treppe

Zur Orientierung: FĂŒr 1.000 Schritte braucht man etwa zehn Minuten. Besonders gut lĂ€sst sich der Fortschritt mit einem SchrittzĂ€hler messen. SchrittzĂ€hler unterstĂŒtzen die Umsetzung der vorgenommenen Schrittanzahl. Bewegung wird auf diese Weise sichtbar und quantifiziert. Das heißt, Sie können sehen, wie viel Sie wirklich gelaufen sind.

Diese SchrittzÀhler liefern gute Ergebnisse

Doch wie genau zÀhlen die kleinen Helfer wirklich? Als verlÀssliche SchrittzÀhler gelten solche mit einem sogenannten piezoelektrischen Element. Dieses misst mit Hilfe elektrischer Spannung die Bewegungen.

Das Ergebnis wird zudem genauer, wenn die Sensoren des ZĂ€hlers nicht nur die ErschĂŒtterungen registrieren, die beim Gehen entstehen, sondern auch vertikale und seitliche Bewegungen erkennen und so zwischen einem Spaziergang und einer Radtour unterscheiden können.

GerĂ€te, die nur mit einem ZĂ€hler arbeiten, sind in der Regel zwar weniger verlĂ€sslich, aber auch hier gibt es Unterschiede: Die SensibilitĂ€t des GerĂ€tes können Sie am besten durch SchĂŒtteln austesten. Bei jeder grĂ¶ĂŸeren ErschĂŒtterung zĂ€hlen die GerĂ€te in der Regel einen Schritt.

Ein beliebter SchrittzĂ€hler ist der Omron Walking Style IV, der sich auf die wesentlichen Funktionen eines SchrittzĂ€hlers beschrĂ€nkt, dabei aber sehr genau funktioniert. Wer neben dem SchrittezĂ€hlen noch weitere Funktionen wie Herzfrequenzmessung, SchlafĂŒberwachung, Anruf- und Mitteilungsbenachrichtigungen oder Uhrenfunktionen benötigt, kann sich auch direkt eine Fitnessuhr zulegen. Die Fitnessuhr Yamay ist auf demselben Preislevel wie der SchrittzĂ€hler von Omron, hat allerdings deutlich mehr Funktionen. Je nachdem, ob Ihnen eine genaue SchrittzĂ€hlerfunktion ausreicht, haben Sie die Wahl zwischen einfachen SchrittzĂ€hlern bis hin zu modernsten Smartwatches.

Alternativen zum Laufen

Wer nicht gerne lÀuft, kann Rad fahren, schwimmen gehen oder Gymnastik betreiben. Hauptsache, Sie bewegen sich.

Woher stammt der 10.000-Schritte-Mythos?

Ursprung des 10.000-Schritte-Hypes soll einer der ersten tragbaren SchrittzĂ€hler der japanischen Firma Yamasa gewesen sein. Der "Manpo-kei" – was so viel wie "10.000-Schritte-MessgerĂ€t" bedeutet – war Teil einer Marketingkampagne von 1965 und griff damit das Interesse an den Olympischen Spielen in Tokio auf.

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Die 10.000-Schritte-Marke sollte dabei der Indikator fĂŒr einen gesunden Lebensstils sein – und die Zahl setzte sich im Laufe der Zeit durch.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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