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Nach Bräunungs-Spritze: Erektion klingt 22 Stunden lang nicht ab


Erektion klingt 22 Stunden lang nicht ab

Von Alexandra Grossmann

Aktualisiert am 21.04.2019Lesedauer: 2 Min.
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Mann spritzt sich eine Lösung in den Oberarm: Melanotan II führte zu einer schmerzhaften Dauererektion.
Mann spritzt sich eine Lösung in den Oberarm: Melanotan II führte zu einer schmerzhaften Dauererektion. (Quelle: John Sommer/getty-images-bilder)
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Ein Mann kommt mit einer schmerzhaften Erektion ins Krankenhaus, sie hält schon 22 Stunden an. Er hatte sich ein Mittel gespritzt, das die Haut bräunen soll. Ärzte warnen vor dem nicht zugelassenen Medikament.

Von einer 22-stündigen Dauererektion berichtet der Urologe Barend Albert Dreyer im Februar in der renommierten britischen Fachzeitschrift "The BMJ". Der 42-jährige Patient sei mit einer schmerzhaften Erektion in die Notaufnahme der Queen Elizabeth Universitätsklinik Glasgow gekommen, die anscheinend spontan und ohne sexuelle Stimulation aufgetreten sei.

Alle Versuche des Mannes, die Erektionsstörung zu beenden, seien gescheitert. Auch diverse Experimente mit Kühlpacks hätten nicht geholfen. Schießlich stellte sich heraus: Der Mann hatte sich Melanotan II gespritzt. Die chemische Verbindung ist einem körpereigenem Hormon ähnlich, das die Bildung von Melanozyten stimuliert – sie sorgen dafür, dass die Haut sich dunkler färbt, wenn sie der Sonne ausgesetzt ist.

Mittel steigert die sexuellen Lust

Die auch als "Barbie-Droge" bekannte Substanz war ursprünglich als Vorbeugung gegen Hautkrebs gedacht. Diese Hoffnung erfüllte sie nicht – doch es stellte sich heraus, dass sie sowohl die Haut bräunt als auch die sexuelle Lust steigert und die Erektionsfähigkeit erhöht.

Bereits 1998 hatten Wissenschaftler in den USA darum getestet, ob Melanotan II als Mittel gegen Erektionsstörungen eingesetzt werden könne. Tatsächlich hatten bei dem Versuch nach der Gabe des Medikaments acht von zehn Probanden im Durchschnitt 38 Minuten lang eine Erektion.

Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen

Dennoch wurde Melanotan II nie als Arzneimittel zugelassen, denn es hat starke Nebenwirkungen. Kopfschmerzen und Schwindel sowie Übelkeit und Erbrechen sind fast immer Folgen der Einnahme.

Trotzdem ist Melanotan II als Injektionslösung oder Nasenspray auf dem Schwarzmarkt erhältlich. Vor allem unter Bodybuildern ist das Mittel zum Bräunen der Haut beliebt. Seine Wirkung wird in Foren diskutiert, Portale bieten Ampullen derzeit mit zehn Milligramm der Lösung für 35 bis 49 Euro an.

Mehrere kürzere Erektionen

Der Patient in Glasgow hatte Melanotan II in einem Anabolika-Shop gekauft. Schon vor dem Krankenhausbesuch hatte das Mittel bei ihm Erektionen ausgelöst, sie waren aber, so sagte er den Ärzten, nach einer bis zwei Stunden von selbst wieder abgeklungen.


In der Klinik wurde dem Mann ein gefäßverengender Wirkstoff gespritzt und lokal Blut aus den Schwellkörpern des Penis entnommen, um die Erektion zu beenden. Die Ärzte warnen nun ausdrücklich davor, Melanotan II einzunehmen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • DocCheck Flexikon: Melanotan II
  • BMJ Case Reports: Melanotan-induced priapism
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