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Rezeptfreie Arznei: Wie lange ist die Einnahme bedenkenlos?

Schmerzmittel und Co.  

Rezeptfreie Arznei: Wie lange ist die Einnahme bedenkenlos?

20.05.2020, 10:33 Uhr | dpa-tmn

Rezeptfreie Arznei: Wie lange ist die Einnahme bedenkenlos?. Rezeptfreie Medikamente: Bei zu langer Einnahme können Gewöhnungseffekte und unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. (Quelle: dpa/tmn/Daniel Modjesch)

Rezeptfreie Medikamente: Bei zu langer Einnahme können Gewöhnungseffekte und unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. (Quelle: Daniel Modjesch/dpa/tmn)

Kein Schlaf, dröhnende Kopfschmerzen: Viele greifen dann zu Medikamenten, die es ohne Rezept zu kaufen gibt. Doch wer es mit der Einnahme übertreibt, verschlimmert das Problem womöglich.

Viele Medikamente sind rezeptfrei erhältlich. Das bedeutet aber nicht, dass man all diese Arzneimittel bedenkenlos über eine längere Zeit einnehmen kann, berichtet die "Apotheken Umschau" (Ausgabe B05/20). Sonst drohen Gewöhnungseffekte und unerwünschte Nebenwirkungen.

Kopfschmerztabletten: anhaltender Schmerz droht

Wer Kopfschmerztabletten in übermäßiger Zahl oder zu lange einnimmt, riskiert anhaltendes Kopfweh. Möglicher Hintergrund: Das Nervensystem gewöhnt sich an das Medikament und reagiert dadurch empfindlicher auf Schmerzreize. Auch den Nieren, dem Magen und dem Herz-Kreislauf-System bekommt das nicht gut. Die Faustregel für Schmerzmittel lautet: nicht länger als drei Tage am Stück und höchstens an zehn Tagen in einem Monat.

Schlafmittel: schnelle Gewöhnung

Viele halten Schlafmittel für harmlos. Der Körper gewöhnt sich aber schnell – konkret an die Wirkstoffe Doxylamin und Diphenhydramin. Die mögliche Folge bei übermäßigem Gebrauch: Nach dem Absetzen sind die Schlafstörungen mitunter noch schlimmer. Die Faustregel für diese Mittel: maximal zwei Wochen anwenden.

Magensäurehemmer: Produktion von zu viel Säure

Die Arzneimittel mit Wirkstoffen wie Omeprazol oder Pantoprazol sollen etwa bei Sodbrennen helfen. Zum Teil gibt es sie ohne Rezept. Setzt man die Mittel nach Wochen oder Monaten ab, reagiert der Magen bei vielen Menschen aber, indem er übermäßig viel Säure produziert.

Um das zu vermeiden, sollte man die Wirkung dieser sogenannten Protonenpumpenhemmer nach Vorgaben des Arztes langsam ausgleichen. Und ohne ärztlichen Rat gilt: Die Mittel nicht länger als zwei Wochen auf eigene Faust einnehmen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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