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Ohrenschmalz entfernen: Darum sollten Sie keine Wattestäbchen benutzen


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Darum sind Wattestäbchen beim Ohrenputzen tabu

Von t-online, dpa, sah

Aktualisiert am 12.11.2022Lesedauer: 3 Min.
Wattestäbchen: Laut Experten sind sie kein sinnvolles Mittel gegen Ohrenschmalz.
Wattestäbchen: Laut Experten sind sie kein sinnvolles Mittel gegen Ohrenschmalz. (Quelle: phasinphoto/getty-images-bilder)
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Manchmal verstopft Ohrenschmalz das Ohr so sehr, dass man schlechter hört. Aber was kann man tun, damit es gar nicht erst so weit kommt?

Das Wichtigste im Überblick


  • Wattestäbchen sind tabu
  • Ohrensprays eine Alternative?
  • Kauen hilft, das Ohrenschmalz zu lösen
  • Sanfte Reinigung unter der Dusche
  • Das hilft bei juckenden Ohren

Viele Menschen verwenden zur Ohrenreinigung ganz selbstverständlich Wattestäbchen. Hals-Nasen-Ohren-Ärzte raten aber immer wieder davon ab. Denn damit drückt man das Ohrenschmalz immer weiter ins Ohr hinein. Es sammelt sich vor dem Trommelfell und bildet einen festen Pfropfen, der nur noch vom Arzt entfernt werden kann.

Wattestäbchen sind tabu

Von Wattestäbchen ist auch wegen des harten Stäbchens abzuraten, denn das kann Verletzungen im Ohr verursachen, die meist sehr schmerzhaft sind. Zudem kann sich die Watte lösen und im Ohr stecken bleiben. Dann sollten Betroffene auf jeden Fall zum Arzt gehen. Besonders bei Kindern kann es durch die Stäbchen zu Ohrverletzungen kommen.

Ohrensprays eine Alternative?

In der Apotheke bekommt man zur Reinigung der Ohren auch Sprays und Tropfen, die das Ohrenschmalz aufweichen sollen. Das funktioniert aber nicht immer. Wenn das Ohr schon verstopft ist und man nichts mehr hört, machen es solche Tropfen und Sprays meist nur schlimmer.

Info: Oft löst die Flüssigkeit nur die Oberfläche des Pfropfens, der Gehörgang verklebt und der Pfropfen ist trotzdem noch da. Außerdem werden Tropfen häufig nicht vertragen und verursachen Reizungen im Ohr. Solche Produkte können also nur präventiv angewendet werden, sie sind aber recht teuer.

Finger weg von Metallschlaufen

Neben Sprays gibt es in der Apotheke auch Metallschlaufen, mit denen man sich einen Pfropfen oder Ohrenschmalz selbst entfernen kann. Davon raten Experten jedoch klar ab, denn die Gefahr, sich mit dem Metall im Ohr zu verletzten, ist sehr groß.

Kauen hilft, das Ohrenschmalz zu lösen

Im Grunde lassen sich Ohren ohne großen Aufwand reinigen, denn sie machen viel von ganz allein. So schiebt sich im Laufe der Zeit das Ohrenschmalz über feine Härchen im Gehörgang in Richtung Ohrmuschel. Die Bewegung entsteht durch unsere Kiefermuskulatur beim Kauen. Dabei bewegt sich das Ohr mit und das Ohrenschmalz rutscht ganz langsam weiter nach draußen und lässt sich leicht entfernen – am besten mit einem Waschlappen oder einem Wattepad.

Sanfte Reinigung unter der Dusche

Tipp für eine sanfte Reinigung der Ohren: Während Sie unter der Dusche stehen, lassen Sie einfach etwas Wasser ins Ohr hineinlaufen, das löst das Ohrenschmalz auf und das Ohr ist sauber. Dafür brauchen Sie nicht mal Seife. Zum Trockentupfen können Sie ein Kosmetiktuch zu einem kleinen Trichter wickeln, so können Sie das Trommelfell auch nicht verletzen. Für Menschen mit einem Trommelfelldefekt ist das allerdings nicht geeignet.

Vorsicht bei Ohrkerzen

Sich eine Kerze ins Ohr zu stecken und anzuzünden, um Ohrenschmalz zu entfernen, hört sich skurril an. Eine solche Ohrkerze besteht aus Bienenwachs und Baumwolle und ist wie ein Trichter geformt. Durch die Wärme soll das Ohrenschmalz aufgeweicht werden – der Unterdruck, der durch die Hitze entsteht, soll es dann aus dem Ohr herausziehen. Aber diese Methode birgt viele Risiken: Heruntertropfendes Wachs kann Verbrennungen verursachen.

Im schlimmsten Fall kann es aber auch in den Gehörgang fließen und das Ohr verstopfen. Außerdem ist der reinigende Effekt gering. Deshalb raten Experten auch von dieser Methode ab.

Das hilft bei juckenden Ohren

Die Haut im Ohr hat die gleiche Struktur wie überall sonst am Körper. So kann es auch im Ohr vorkommen, dass die Haut trocken wird und deshalb juckt.

Auch in diesem Fall sollten Sie auf keinen Fall zu irgendeinem Werkzeug greifen: Wenn es im Ohr juckt, kann man ein wenig Oliven- oder Sonnenblumenöl vorsichtig mit einer Pipette ins Ohr tropfen. Beim nächsten Duschgang werden die Reste dann wieder mit Wasser aus dem Ohr gespült.

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Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche
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