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Meningokokken: So gefährlich sind die Krankheitserreger

nw (CF)

Aktualisiert am 22.01.2018Lesedauer: 2 Min.
Illustration vom Meningokokken-Bakterien: Weltweit sind 13 verschiedene Typen von Meningokokken bekannt.
Illustration vom Meningokokken-Bakterien: Weltweit sind 13 verschiedene Typen von Meningokokken bekannt. (Quelle: royaltystockphoto/getty-images-bilder)
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Meningokokken sind Bakterien, die eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Blutvergiftung (Sepsis) auslösen können. Im schlimmsten Fall können diese Krankheiten sogar einen tödlichen Verlauf nehmen. Umso wichtiger ist eine schnelle Behandlung oder noch besser: eine vorbeugende Impfung.

Meningokokken bleiben häufig unerkannt

Weltweit sind 13 verschiedene Typen von Meningokokken bekannt. In Deutschland sind es vor allem die Typen B und C, die Infektionen auslösen. Wie das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) auf seiner Internetseite mitteilt, tragen zehn Prozent aller Europäer die Bakterien im Nasen-Rachen-Raum mit sich, ohne dass eine der Krankheiten ausbricht.

Dennoch können die Meningokokken via Tröpfcheninfektion – etwa durch Niesen oder beim Küssen – übertragen werden. Haben sich diese an die Schleimhäute geheftet, können sie dort mehrere Wochen oder Monate überleben. Ist das Immunsystem einmal geschwächt, vermehren sich die Bakterien und können dann eine Meningitis oder eine Sepsis auslösen.


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Schwaches Immunsystem: Gefahr durch Meningitis und Sepsis

Eine Ansteckung ist vor allem für Säuglinge, Kinder, ältere Menschen und solche mit einem geschwächten Immunsystem gefährlich. Allein 40 Prozent der Betroffenen sind jünger als vier Jahre, berichtet das DGK. Bei zehn Prozent verlaufen durch Meningokokken ausgelöste Krankheiten tödlich.

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Einer Infektion folgt in etwa der Hälfte aller Fälle eine eitrige Hirnhautentzündung, bei einem Viertel tritt mit der Sepsis eine lebensgefährliche Blutvergiftung auf. In allen übrigen Fälle liegen Mischformen aus beiden Erkrankungen vor.

Während eine septische Infektion zuerst an rot-violetten Hautflecken, später Gerinnungsstörungen und schließlich Organversagen zu erkennen ist, macht sich die Meningitis in der Regel durch grippeähnliche Symptome bemerkbar.

Vor allem bei Kleinkindern fallen die Symptome häufig sehr unspezifisch aus: Sollten Sie etwa Abgeschlagenheit, Trinkfaulheit oder auffällige Schläfrigkeit bei Kindern über einen längeren Zeitraum beobachten, suchen Sie schnellstmöglich einen Arzt auf. Denn eine schnelle Behandlung ist bei einer Meningokokken-Infektion wichtig, um bleibende Schäden zu vermeiden und einen tödlichen Verlauf auszuschließen.

Meningokokken-Infektionen behandeln und vorbeugen

Sowohl Meningitis, als auch Sepsis werden mithilfe von Antibiotika behandelt. Bei einer Blutvergiftung ist außerdem eine sogenannte Schocktherapie und durch einen starken Flüssigkeitsverlust auch eine intravenöse Zuführung von Flüssigkeit, auch Volumengabe genannt, notwendig. In manchen Fällen kann es zu Komplikationen kommen. Dann ist es sogar möglich, dass sich Amputationen von Gliedmaßen nicht mehr vermeiden lassen.

Selbst bei einer schnellen Diagnose und Behandlung kommt für einige Patienten jede Hilfe zu spät. Entsprechend ist es laut der ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts (STIKO) ratsam, Kinder ab einem Alter von zwei Jahren gegen Meningokokken des Typs C impfen zu lassen.

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Hausarzt auch über eine Impfung gegen Meningokokken des Typs B. Der Impfstoff wurde Anfang 2013 in Europa zugelassen, wird aber von der STIKO nicht allgemein empfohlen.

Erwachsenen, die einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, ist eine Impfung zu empfehlen. Dies gilt insbesondere für Personen mit Immundefekten, gefährdetes Laborpersonal oder bei einem geplanten längeren Aufenthalt in Gebiete, in denen Meningokokken-Infektionen häufig auftreten, so das DGK.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Wiebke Posmyk
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