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Krebs: Eltern verweigern medizinische Behandlung ihres Kindes

"Krebsheiler" statt Krankenhaus  

Eltern müssen sich nach dem Krebstod ihrer Tochter vor Gericht verantworten

02.04.2014, 17:57 Uhr | dpa

Weil sie eine medizinische Behandlung für ihr an Krebs erkranktes Kind verweigerten, müssen sich die Eltern vier Jahre nach dem Tod des Mädchens vor Gericht verantworten.

Dem inzwischen geschiedenen Paar aus dem Allgäu wird fahrlässige Tötung und Verletzung der Fürsorgepflicht vorgeworfen. Die Eltern hatten die medizinische Behandlung der Zwölfjährigen nach zwei Chemobehandlungen abgebrochen und sich einem "Krebsheiler" anvertraut.

Ärztin: Kind fürchtete sich vor Behandlung

Die Hausärztin der Familie sprach am 2. April vor dem Amtsgericht in Kempten von einem "liebevollen Verhältnis" zwischen den Eltern und ihrem Kind. Das Mädchen habe sich nicht gerne ärztlich untersuchen und behandeln lassen. "Ich würde sie als ein eher ängstliches Kind bezeichnen", sagte die Zeugin.

Misteltherapie statt Chemotherapie

Bei der damals Zwölfjährigen war im Juli 2009 ein Krebstumor im Bauch entdeckt worden. Laut Anklage lagen ihre Heilungschancen bei entsprechender Chemotherapie bei weit über 80 Prozent. Aber entgegen ärztlichem Rat lehnten die Eltern die Fortsetzung der konventionellen Behandlung ihres Kindes ab. Stattdessen vertrauten sie auf die Methoden eines Heilers aus Norwegen und ließen es mit einer Misteltherapie und einer Diättherapie behandeln. An Heiligabend 2009 starb das Mädchen.

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