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Pseudokrupp-Anfall: Was Eltern tun können

Bellender Husten mitten in der Nacht  

Pseudokrupp-Anfall: Was Eltern tun können

28.11.2017, 12:29 Uhr | Teresa Nauber, dpa-tmn

Pseudokrupp-Anfall: Was Eltern tun können. Bei einem Pseudokrupp-Anfall schwellen die Schleimhäute der Atemwege an, häufig ausgelöst durch Viren und meist in der Nacht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Symbolbild/Madhourse)

Bei einem Pseudokrupp-Anfall schwellen die Schleimhäute der Atemwege an, häufig ausgelöst durch Viren und meist in der Nacht. (Quelle: Symbolbild/Madhourse/Thinkstock by Getty-Images)

Wenn das Kind nachts bellend hustet, könnte ein Pseudokrupp-Anfall dahinterstecken. Was Eltern tun können.

Es passiert meist gegen Mitternacht: Das Kind hustet plötzlich bellend, laut und trocken. Es pfeift beim Einatmen, man könnte meinen, es ersticke. Tatsächlich hat es vermutlich einen Pseudokrupp-Anfall. Eltern sollten wissen, dass diese Anfälle normalerweise nicht gefährlich sind, erklärt Janko von Ribbeck, der ein Buch über Erste Hilfe bei Kindern geschrieben hat.

Pseudokrupp-Anfall: Schleimhäute der Atemwege schwellen an

Bei einem Pseudokrupp-Anfall schwellen die Schleimhäute der Atemwege an, häufig ausgelöst durch Viren und meist in der Nacht. Zu dieser Zeit schüttet der Körper am wenigsten des entzündungshemmenden Hormons Cortisol aus.

Hören Eltern den charakteristischen bellenden Husten, sollten sie ihr Kind aufrecht auf den Arm nehmen und entweder zum geöffneten Fenster bringen oder mit nach draußen nehmen. Kalte Luft lässt die Atemwege wieder abschwellen. Notfalls hilft auch ein geöffneter Kühlschrank.

Bei Unsicherheiten besser den Notruf wählen

Wer unsicher ist oder selbst in Panik gerät, sollte den Notruf unter der Nummer 112 kontaktieren. "Dafür muss sich niemand schämen", betont von Ribbeck. Ist der Anfall schon wieder vorbei, wenn der Rettungswagen da ist, fährt er eben wieder ab. "Besser man ruft einmal zu oft an als einmal zu selten."

Von den Anfällen betroffen sind laut "Kinder- und Jugendärzte im Netz" Kinder zwischen 18 Monaten und sechs Jahren. Bis zur Einschulung haben rund zehn Prozent der Kinder gelegentlich Pseudokrupp-Anfälle.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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