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Experten warnen vor gef├Ąhrlichen Impfl├╝cken in Deutschland

Aktualisiert am 12.08.2019Lesedauer: 3 Min.
Eine Spritze liegt auf einem Impfpass: Eine Studie der Barmer Krankenkasse zeigt, wie gro├č die Impfl├╝cke in Deutschland ausf├Ąllt.
Eine Spritze liegt auf einem Impfpass: Eine Studie der Barmer Krankenkasse zeigt, wie gro├č die Impfl├╝cke in Deutschland ausf├Ąllt. (Quelle: Friso Gentsch/dpa-bilder)
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Wie viele Kinder sind in Deutschland nicht geimpft? Die Barmer Krankenkasse geht davon aus, dass die L├╝cken gr├Â├čer sind als in den offiziellen Statistiken angegeben. Ist da was dran?

Nach einer Analyse der Barmer Krankenkasse gibt es in Deutschland gro├če Impfl├╝cken. Die Kasse hat unter anderem f├╝r rund 45.700 Schulanf├Ąnger, die 2017 bei ihr versichert waren, Abrechnungsdaten gepr├╝ft.

Danach waren bei keiner wichtigen Infektionskrankheit wie Masern, Mumps oder R├Âteln ausreichend Kinder immunisiert, teilte die Barmer mit. Die Impfquoten lagen laut Kasse durchweg unter 90 Prozent. Das sei alarmierend, sagte Barmer-Vorstandschef Christoph Straub. Denn f├╝r eine Schutzwirkung in der Gesellschaft seien Immunisierungsraten von mindestens 95 Prozent n├Âtig.

Niedrigere Durchimpfungsrate bei Masern

"Die Impfl├╝cken bei Kleinkindern in Deutschland sind gr├Â├čer als bisher bekannt", res├╝mierte Daniel Grandt, Mitautor des Arzneimittelreports und Chefarzt am Klinikum Saarbr├╝cken. So war unter den Barmer-Versicherten mehr als jedes f├╝nfte Kind, das 2015 geboren wurde, in den ersten beiden Lebensjahren nicht oder nur unvollst├Ąndig gegen Masern geimpft.

Die Durchimpfungsrate ÔÇô also der Anteil der Kinder, die die zwei vorgesehenen Masernimpfungen bekommen hatten ÔÇô lag lediglich bei 78,9 Prozent. Bei sechsj├Ąhrigen Kindern, die 2011 zur Welt kamen, betrug die Masern-Impfquote bei Barmer-Versicherten 88,8 Prozent.

Neun Prozent der Schulanf├Ąnger besitzen keinen Impfpass

Nach den offiziellen Daten der Schuleingangsuntersuchungen beim Robert Koch-Institut (RKI) lag die Impfquote bei der ersten Masernimpfung 2017 bei rund 97 Prozent. Bei der zweiten Masernimpfung waren es fast 93 Prozent. Allerdings hatten rund neun Prozent der Schulanf├Ąnger keinen Impfausweis.

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Das RKI habe in seiner Methodik deshalb bereits beschrieben, dass die von ihm angegebenen Impfquoten m├Âglicherweise etwas zu hoch seien, hie├č es von der Bundesbeh├Ârde. W├╝rde man alle Kinder ohne Impfpass als ungeimpft ansehen, erg├Ąbe sich mit Blick auf den Masernschutz am Schulanfang nur eine Impfquote von 81,4 Prozent. Die Barmer-Daten mit 88,8 Prozent l├Ągen zwischen dieser ung├╝nstigsten Annahme und der g├╝nstigsten von fast 93 Prozent.

Unterschiedliche Zahlen bei RKI und Barmer

Auch das RKI habe bereits auf Defizite beim Impfschutz hingewiesen, hie├č es weiter. Die Auswertung der Barmer sei gr├╝ndlich. "Mit den Daten werden jedoch nur rund elf Prozent der gesetzlich Versicherten in Deutschland abgebildet und es bleibt offen, wie repr├Ąsentativ dieses Versichertenklientel f├╝r Deutschland ist", teilte das RKI mit.

Die Barmer-Analyse zeige das Bild der tats├Ąchlichen Impfquoten, betonten die Autoren der Studie. Neben Masern gebe es weitere Impfl├╝cken. So waren unter den Barmer-Versicherten 2017 nur 88,7 Prozent der Sechsj├Ąhrigen gegen Mumps und R├Âteln geimpft. Dies sei ├Ąu├čerst bedenklich, weil Kinder und Jugendliche ihre Impfl├╝cken auch im Erwachsenenalter behalten w├╝rden, sagte Straub.

Die Krankenkassen AOK oder TK haben solche aufwendigen Erhebungen f├╝r ihre Versicherten nach eigenen Angaben noch nicht durchgef├╝hrt. Es gibt aber die Impfsurveillance der Kassen├Ąrztlichen Vereinigung, die auch mit Abrechnungsdaten von gesetzlich Versicherten arbeitet. Die j├╝ngsten Daten f├╝r 2014 geben bei Zweij├Ąhrigen f├╝r Masern bundesweit eine Impfquote von 73,9 Prozent an ÔÇô allerdings mit gro├čen regionalen Unterschieden von 68,9 Prozent in Baden-W├╝rttemberg bis 80,5 Prozent in Hamburg.

Viele Kleinkinder ohne Impfschutz

Die Barmer hat bei ihren Versicherten auch geschaut, wie viele Kinder in den ersten beiden Lebensjahren ├╝berhaupt keine der 13 empfohlenen Impfungen erhalten hatten: Das waren 1.855 Kinder, die 2015 zur Welt kamen ÔÇô rund drei Prozent.

Die Barmer-Statistik zeigt aber auch einen erfreulichen Trend: Bei Masern stiegen die Impfquoten an ÔÇô von 73,8 Prozent beim Jahrgang 2010 auf 78,9 Prozent beim Jahrgang 2015. Einen Zuwachs beobachtet auch die Impfsurveillance der Kassen├Ąrztlichen Vereinigung. Die j├╝ngsten Daten f├╝r 2014 ermitteln bundesweit eine Quote von 73,9 Prozent, rund drei Prozentpunkte mehr als 2010.

Das Bundeskabinett hat Mitte Juli ein Gesetz f├╝r eine Masern-Impfpflicht auf den Weg gebracht. Ab M├Ąrz 2020 m├╝ssen Eltern vor der Aufnahme ihrer Kinder in eine Kita oder Schule nachweisen, dass diese geimpft sind. Der Bundestag muss noch zustimmen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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