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Windpocken k├Ânnen bei Erwachsenen gef├Ąhrlich sein

t-online, Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 28.11.2021Lesedauer: 4 Min.
Frau mit Hautausschlag: Windpockenviren sind ├╝ber mehrere Meter hinweg ├╝ber die Luft ├╝bertragbar.
Frau mit Hautausschlag: Windpockenviren sind ├╝ber mehrere Meter hinweg ├╝ber die Luft ├╝bertragbar. (Quelle: CactuSoup/getty-images-bilder)
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Fast jeder Mensch erkrankt in seinem Leben an Windpocken. Im Erwachsenenalter taucht die Erkrankung seltener auf, doch verl├Ąuft sie dann oft schwerer als bei Kindern. So k├Ânnen Sie sich vor einer Ansteckung sch├╝tzen.

Das Wichtigste im ├ťberblick


Windpocken (Varizellen) werden durch Varizella-Zoster-Viren ausgel├Âst und sind hoch ansteckend. Meist erkranken Kinder an Windpocken, doch auch Erwachsene k├Ânnen sich infizieren. Entweder durch eine Erstinfektion oder weil schlummernde Viren wieder aktiv werden. Dann kann die Erkrankung zum Gesundheitsrisiko werden.

Windpocken bei Kindern zeigen sich durch einen Hautausschlag mit kleinen juckenden und mit Fl├╝ssigkeit gef├╝llten Bl├Ąschen sowie Fieber. Die Varizella-Zoster-Viren (VZV), die Windpocken verursachen, geh├Âren zur Familie der Herpesviren. Sie sind nicht nur hoch ansteckend, sondern lassen sich auch nicht so leicht vertreiben. Nach ├╝berstandener Erkrankung verbleiben sie im K├Ârper und k├Ânnen Jahre sp├Ąter wieder aktiv werden. Dann zeigen sie sich erneut als Hautausschlag: meist in Form der schmerzhaften G├╝rtelrose (Herpes zoster).

Was sind Windpocken?

Die Windpockenimpfung hat die Erkrankung in Deutschland reduziert, dennoch z├Ąhlen Windpocken nach wie vor zu den h├Ąufigsten Kinderkrankheiten. Auch Erwachsene k├Ânnen Windpocken bekommen. G├╝rtelrose ist ebenfalls h├Ąufig: Der Bundeszentrale f├╝r gesundheitliche Aufkl├Ąrung (BZgA) zufolge erkrankt jeder f├╝nfte Erwachsene im Laufe seines Lebens daran.

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Bei der G├╝rtelrose zeigen sich die Bl├Ąschen meist g├╝rtelf├Ârmig am Rumpf auf einer K├Ârperseite. Seltener sind Hals und Kopf betroffen. Meist heilen die Bl├Ąschen nach zwei Wochen wieder ab, doch es k├Ânnen auch Komplikationen wie Gehirn- und Nervenentz├╝ndungen auftreten.

Windpocken-Ursachen: Wie werden Windpocken ├╝bertragen?

Windpockenviren sind hoch ansteckend und ÔÇô wie der Name vermuten l├Ąsst ÔÇô selbst ├╝ber mehrere Meter hinweg ├╝ber die Luft ├╝bertragbar. Meist gelangen die Erreger durch das Einatmen kleinster Speicheltr├Âpfchen in die Atemwege. Laut BZgA f├╝hrt fast jeder Kontakt zwischen einer ungesch├╝tzten Person und einem Erkrankten zu einer Ansteckung. Ebenfalls hoch ansteckend ist die Fl├╝ssigkeit, die sich in den Bl├Ąschen des Hautausschlags befindet.

G├╝rtelrose wird ├╝ber Schmierinfektion ├╝bertragen

Die G├╝rtelrose ist weniger ansteckend als Windpocken. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilt, findet bei ihr keine ├ťbertragung ├╝ber Tr├Âpfchen in der Atemluft statt, sondern ├╝ber die Fl├╝ssigkeit der G├╝rtelrosebl├Ąschen. Der Haupt├╝bertragungsweg bei der G├╝rtelrose ist daher die Schmierinfektion. Die Viren werden ├╝ber die H├Ąnde weitergetragen und k├Ânnen auf Oberfl├Ąchen wie T├╝rgriffen, Wasserh├Ąhnen und Treppengel├Ąndern mehrere Tage ├╝berleben. Wer noch nicht an Windpocken erkrankt und auch nicht geimpft ist, kann sich mit G├╝rtelrose anstecken und eine Windpockeninfektion bekommen.

Windpocken in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft sind Windpocken ein gro├čes Risiko f├╝r das Ungeborene. Es kann zu Fehlbildungen, neurologischen Krankheiten oder Augensch├Ąden beim Kind kommen. Um den Geburtstermin herum kann eine Windpockeninfektion f├╝r das Neugeborene sogar lebensbedrohlich werden. Laut BZgA sterben 30 Prozent der Kinder. Von einer G├╝rtelroseerkrankung der Mutter geht hingegen keine Gefahr f├╝r das ungeborene Kind aus.

Windpocken-Symptome: Windpocken auf der Haut erkennen

Die Windpockenerkrankung beginnt langsam. Zun├Ąchst versp├╝ren die Betroffenen ├╝ber ein bis zwei Tage hinweg ein leichtes Krankheitsgef├╝hl, das von Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Unwohlsein begleitet sein kann. Dann bilden sich die juckenden Bl├Ąschen und breiten sich ├╝ber den gesamten K├Ârper hinweg aus. Das Fieber steigt. Nach drei bis f├╝nf Tagen heilen die Bl├Ąschen unter Krustenbildung ab. Kratzen kann den Heilungsverlauf verz├Âgern und zu kleinen Narben f├╝hren.

Begleiterkrankungen von Windpocken

Schwere Windpockenverl├Ąufe sind vor allem bei Kindern, ├Ąlteren Menschen und Menschen mit einem geschw├Ąchten Immunsystem zu finden. Neben bakteriellen Infektionen der Haut bricht sch├Ątzungsweise bei jedem f├╝nften Erwachsenen eine Lungenentz├╝ndung als Begleiterkrankung der Windpocken aus. Sie zeigt sich meist drei bis f├╝nf Tage nach Ausbruch der Windpocken. Der Verlauf kann schwer sein. Gef├Ąhrlich ist die Lungenentz├╝ndung besonders f├╝r schwangere Frauen.

Weitere m├Âgliche Begleiterkrankungen von Windpocken sind:

  • Herzmuskelentz├╝ndung
  • Hirnhautentz├╝ndung
  • Arthritis
  • Hepatitis
  • Blutungsneigung
  • Nierenentz├╝ndung

Windpocken: Wie lange ist man ansteckend?

Die Inkubationszeit von Windpocken betr├Ągt zwischen einer und vier Wochen nach Ansteckung. Betroffene sind bereits ein bis zwei Tage vor Bildung des Hautausschlags ansteckend. Die Ansteckungsgefahr ist erst gebannt, wenn alle Bl├Ąschen verkrustet sind. Das gilt auch f├╝r die G├╝rtelrose.

Wie oft kann man Windpocken bekommen?

Wer eine Windpockenerkrankung ├╝berstanden hat, ist in der Regel immun ÔÇô kann aber Jahre sp├Ąter an einer G├╝rtelrose erkranken.

So sieht die Therapie von Windpocken aus

Die beste Behandlung bei Windpocken ist Bettruhe, weil der gesamte K├Ârper Ruhe braucht. Medikamente gegen Windpocken gibt es nicht. Es k├Ânnen lediglich die Symptome behandelt werden. Eine wichtige Rolle hierbei spielen juckreizlindernde Salben und B├Ąder, um Kratzen, Narbenbildung und bakteriellen Infektionen vorzubeugen. Da Windpocken durch Viren ausgel├Âst werden, sind Antibiotika wirkungslos. Antivirale Medikamente finden meist bei immungeschw├Ąchten Personen Anwendung.

Windpocken vorbeugen: Impfung als wichtigste Schutzma├čnahme

Die beste Vorbeugung stellt die Windpocken-Impfung dar. Die St├Ąndige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Kindern die Erstimpfung ab einem Alter von elf Monaten. Frauen, die schwanger werden m├Âchten und noch nicht geimpft sind, wird ebenfalls zur Impfung geraten. Ebenfalls impfen lassen sollten sich Personen, die

  • im Gesundheitsdienst oder Gemeinschaftseinrichtungen t├Ątig sind,
  • ein geschw├Ąchtes Immunsystem haben,
  • vor einer immunsupressiven Therapie oder einer Organtransplantation stehen oder
  • starke Neurodermitis haben.

Aber: Auch geimpfte Personen k├Ânnen an Windpocken erkranken. Dies ist aber eher selten und die Erkrankung verl├Ąuft dann meist milder.

So sch├╝tzen Sie sich und andere

Wichtige Schutzma├čnahmen neben der Windpockenimpfung im ├ťberblick:

  • Ist Ihr Kind an Windpocken erkrankt, informieren Sie die entsprechende Einrichtung und lassen Sie Ihr Kind zu Hause.
  • Meiden Sie als Erwachsener den Kontakt mit an Windpocken erkrankten Personen, wenn Sie selbst noch keine Windpocken hatten.
  • Waschen Sie sich regelm├Ą├čig die H├Ąnde, um m├Âgliche Viren, die Sie ├╝ber H├Ąndesch├╝tteln, T├╝rgriffe und so weiter aufgenommen haben, abzusp├╝len.
  • Schwangere und abwehrgeschw├Ąchte Personen sollten sich mit einem Arzt in Verbindung setzen, wenn sie mit infizierten Personen Kontakt hatten. Dann ist die Gabe von Antik├Ârpern m├Âglich.
  • Nach Kontakt mit einer an Windpocken erkrankten Person k├Ânnen Sie sich noch innerhalb von f├╝nf Tagen impfen lassen. Dies kann den Ausbruch verhindern oder zumindest den Verlauf der Erkrankung abschw├Ąchen. Schwangere k├Ânnen sich jedoch nicht mehr impfen lassen.
  • Sind Sie selbst an Windpocken erkrankt, bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie den Kontakt mit noch nicht erkrankten Personen.
  • Rufen Sie vor einem Arztbesuch in der Praxis an und teilen Sie den Verdacht auf Windpocken mit.
Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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