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Hand-Fuß-Mund bei Babys: harmlos, aber hochansteckend

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 (Quelle: Archiv)

Harmlos, aber hochansteckend  

Hand-Fuß-Mund-Krankheit: So können Sie Ihrem Kind helfen

05.09.2018, 14:52 Uhr | rw, dpa, t-online.de

Hand-Fuß-Mund bei Babys: harmlos, aber hochansteckend. Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Die Viruserkrankung trifft meistens Kinder unter zehn Jahren. (Quelle: Getty Images/Joel Carillet)

Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Die Viruserkrankung trifft meistens Kinder unter zehn Jahren. (Quelle: Joel Carillet/Getty Images)

Fieber, schmerzende Bläschen im Mund und ein fleckiger Ausschlag an Händen und Füßen: Das sind die Symptome der Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Wie Eltern sich verhalten sollten und was betroffenen Kindern hilft.

Mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit stecken sich im Spätsommer und Herbst mehr Kinder an als sonst. Die hochansteckende Virusinfektion befällt vor allem Babys und Kinder unter zehn Jahren. Auch wenn die gefleckte Kinderhaut Eltern sehr nervös machen kann, besteht erst einmal kein Grund zur Sorge.

Symptome und Krankheitsverlauf

"Die Grunddevise lautet: keine Panik!", betont Kinder- und Jugendarzt Hermann Josef Kahl aus Düsseldorf. "Die Erkrankung verläuft in aller Regel harmlos." Frühe Anzeichen sind laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) Appetitlosigkeit, Fieber und Halsschmerzen.

Nach ein bis zwei Tagen kommen dann schmerzende Bläschen im Mund und ein nicht juckender Hautausschlag hinzu. "Meist sind die Handflächen und Fußsohlen betroffen", informiert das RKI. Der Ausschlag könne jedoch auch am Gesäß, dem Genitalbereich, den Knien oder an den Ellenbogen auftreten. Vor allem im Mund platzen die Bläschen schnell und es bilden sich schmerzhafte kleine Geschwüre. Bemerken Eltern solche Anzeichen, sollten sie zum Kinderarzt gehen.

Nach drei bis acht Tagen sei die Hand-Fuß-Mund-Krankheit in aller Regel überstanden, sagt Kahl. Wenn sich aber über längere Zeit keine Besserung einstellt, sollte man das Kind von einem Arzt erneut untersuchen lassen. "In dem Fall kann unter Umständen eine weitere Erkrankung hinzugekommen sein", erklärt der Mediziner.

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit wird vorwiegend durch Enteroviren der Gruppe A ausgelöst. Dazu zählen unter anderem Coxsackie-A16-Viren, die die häufigste Ursache der Krankheit darstellen.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist sehr ansteckend

Ganz auf die leichte Schulter nehmen sollten Eltern die Krankheit ohnehin nicht. Sie ist hochansteckend und wird unter anderem über Körperflüssigkeiten wie Speichel oder Bläschensekret übertragen. Anstecken können sich Kinder auch durch Kontakt mit kontaminierten Oberflächen. "Eine Übertragung durch die Hände spielt eine wesentliche Rolle", bestätigt das RKI. Außerdem ist eine Ansteckung über Badegewässer möglich.

In den ersten Tagen nach Infektion ist auch eine aerogene Übertragung möglich. Das bedeutet, dass sich Kinder durch erregerhaltige Schwebstoffe in der Luft anstecken. Erkrankte Kinder dürfen deshalb nicht in den Kindergarten oder in die Schule gehen. Das sollten sie erst dann wieder tun, wenn sie komplett fit und die Bläschen getrocknet sind.

Wie die Krankheit behandelt wird: So können Sie Ihrem Kind helfen

Bettruhe und viel Flüssigkeit sind wichtig, betont Kahl. Zunge, Zahnfleisch und die Mundschleimhaut sind durch die kleinen Geschwüre sehr empfindlich. Deshalb sollte das Kind weder heißes oder hartes noch scharf gewürztes Essen bekommen.

Eis kann die Beschwerden lindern. Bei Fieber können Zäpfchen oder Fiebersäfte die Symptome bekämpfen. "Kleinkinder mit Fieber sollten aber auch immer ärztlich untersucht werden", sagt Kahl.

Ursächlich lässt sich die Viruserkrankung nicht behandeln, in der Regel heilt sie von alleine wieder ab. Schwerer verlaufen kann die Erkrankung bei Neugeborenen. Erkrankte Geschwisterkinder sollten deshalb möglichst vom Baby ferngehalten werden.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Erwachsene können sich anstecken

Auch Erwachsene können sich mit den Erregern infizieren. Bei ihnen verläuft die Krankheit allerdings meist ohne Symptome. Allerdings können sie die Erreger weitergeben. Wenn der eigene Nachwuchs erkrankt ist, sollte man deshalb Kontakt mit anderen Kindern möglichst meiden, rät Mediziner Kahl. Schwangere sollten besonders Acht geben. Denn erkranken sie kurz vor der Geburt, können sie das Virus bei der Geburt auf das Neugeborene übertragen.

Das Kinderkrankheiten-Lexikon bietet einen Überblick über die häufigsten Kinderkrankheiten. In den Artikeln werden Symptome, Behandlung und mögliche Folgen der Kinderkrankheiten erklärt. Eltern erfahren, bei welchen Anzeichen das Kind schnell zum Arzt muss und bei welchen Krankheiten auch Hausmittel helfen können. Sie finden auch die Information, ob und wie lange Kinderkrankheiten ansteckend sind. Manchen Kinderkrankheiten kann man durch Impfung vorbeugen. Einen Überblick über die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen bietet ergänzend unser Impfkalender.

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