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Coronavirus | Omikron-Studie: Wer den besten Schutz vor Variante BA.5 hat


Wer den besten Schutz vor BA.5 hat


Aktualisiert am 05.09.2022Lesedauer: 2 Min.
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Infiziert oder nicht? Ein Blick auf die Lage in Portugal zeigt, wie gut Impfung und vorherige Infektionen von einer Ansteckung mit BA.5 schützt.Vergrößern des Bildes
Infiziert oder nicht? Ein Blick auf die Lage in Portugal zeigt, wie gut Impfung und vorherige Infektionen von einer Ansteckung mit BA.5 schützt. (Quelle: Matthias Balk/dpa)

Noch ist umstritten, wie gut der jetzt zugelassene neue Omikron-Impfstoff gegen die vorherrschende Untervariante BA.5 schützt. Eine Studie macht nun Hoffnung.

Lang ersehnt und nun zu spät? Vor wenigen Tagen wurden die neuen, an die Omikron-Variante angepassten, Corona-Impfstoffe von der Europäischen Arzneimittelbehörde (Ema) zugelassen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verspricht sich viel von ihnen: Die neuen bivalenten Impfstoffe würden "sehr gut" gegen alte und neue Coronavirus-Varianten wirken, versichert er.

Was bedeuten "bivalent" und "monovalent"?

Bivalente Impfstoffe enthalten mRNA für das Spikeprotein zweier Stämme des Coronavirus, während monovalente Impfstoffe nur gegen einen Virenstamm wirksam sind.

Die bisher zugelassenen Impfstoffe sind monovalent gegen die ursprüngliche Corona-Variante. Angepasste Impfstoffe hingegen sollen sowohl gegen die Ursprungsvariante als auch gegen neue Varianten wie die Omikron-Variante und ihre Untervarianten BA.4/BA.5 wirksam sein.

Doch nicht alle Experten sind überzeugt, dass die auf die Omikron-Untervarianten BA.1 und BA.2 angepassten Vakzine auch vor der hochansteckenden Untervariante BA.5 schützen, die inzwischen das Infektionsgeschehen bestimmt. Und die Deutschland die erste Sommerwelle seit Beginn der Corona-Pandeemie beschert hat. Das Problem: Bisher fehlen klinische Studiendaten zum Schutz der nun verfügbaren bivalenten Vakzine.

Vorherige Infektion mit BA.1 und BA.2 verstärkt Schutz

Doch nun liefert eine neue Studie Hinweise darauf, dass die in wenigen Tagen verfügbaren Omikron-Impfstoffe einen guten Schutz auch vor BA.5 bieten dürften. Die im Fachblatt "New England Journal of Medicine" erschienene Analyse untersuchte das jüngere Infektionsgeschehen in Portugal – dem europäischen Land, in dem sich die Omikron-Sublinie BA.5 zuerst verbreitet hatte.

Das Ergebnis: Bislang sind nur wenige Menschen erneut an BA.5. erkrankt, die sich in der ersten Omikron-Welle bereits mit den Corona-Untervarianten BA.1. oder BA.2 infiziert hatten. Umgekehrt zeigen die Daten des portugiesischen nationalen Covid-19-Registers, dass sich in der folgenden BA.5-Welle mehr Menschen ansteckten, die zuvor noch keine Infektion mit BA.1 und BA.2 durchgemacht haben.

Wie viel bringt die Corona-Impfung ?

Die Studienautoren vom "Instituto de Medicina Molecular João Lobo Antunes" werteten auch aus, welchen Einfluss die Impfung jeweils auf den Schutz vor einer Corona-Infektion hatte.

Es zeigte sich: Wer geimpft war und sich mit den Untervarianten BA.1 oder BA.2 infiziert hatte, war viermal besser vor einer Ansteckung mit BA.5 geschützt als Geimpfte, die noch kein Covid-19 hatten. Und auch Geimpfte, die bereits eine Infektion mit den Corona-Varianten Delta, Alpha oder dem Wuhan-Wildtyp hinter sich hatten, waren offenbar gut vor BA.5 geschützt.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur AFP
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