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Coronavirus – Ansteckungsgefahr: Auf welchen Oberflächen lauert Covid-19?

Ansteckungsgefahr  

Auf welchen Oberflächen lauert das Coronavirus?

14.09.2020, 15:00 Uhr | dpa

Verbreitung des Coronavirus: Der Erreger kann auf Oberflächen überleben – wie lange, hängt dabei vom Material ab. (Quelle: AFP / Getty Images)
Verbreitung des Coronavirus: Welche Gefahr besteht auf Oberflächen?

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 wird von Mensch zu Mensch vor allem über Tröpfchen und Körperkontakt übertragen. Außerhalb des menschlichen Körpers kann das Virus auf Oberflächen mehrere Tage überleben. (Quelle: AFP)

Kontaminierte Gegenstände: Wie lang das Coronavirus auf einem Gegenstand gefährlich ist, unterscheidet sich stark. (Quelle: AFP)


Ein Übertragungsweg des Coronavirus SARS-CoV-2 ist die sogenannte Tröpfcheninfektion. Aber wie hygienisch sind die vielen Oberflächen, die wir täglich berühren?

Tröpfcheninfektion nennen Experten es, wenn Infizierte zum Beispiel durch Atmen, Niesen oder Husten Tröpfchen in die Luft abgeben, die andere Menschen einatmen. Eine Schmierinfektion über kontaminierte Oberflächen ist theoretisch auch möglich, spielt in der Praxis aber kaum eine Rolle. Dennoch sind viele Menschen mit Tür- und Haltegriffen, Besteck und Bargeld nun vorsichtig. Ist das berechtigt?

Infektion über Oberflächen möglich

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sagt dazu in einer Einschätzung: Theoretisch ist es möglich und denkbar, Coronaviren auf diesem Wege zu übertragen. Wie lang das neue Virus auf Oberflächen aktiv bleibt, ist zwar noch unklar. Einige Studien sprechen von wenigen Stunden auf Material wie Kupfer und von bis zu 24 Stunden auf Karton. Auf Edelstahl und Plastik bleibt das Virus möglicherweise auch zwei bis drei Tage infektiös. Auf glatten Oberflächen wie von Handydisplays oder Bankautomaten kann das Coronavirus neuen australischen Forschungsergebnissen zufolge bis zu 28 Tage überleben – und damit länger als bislang angenommen. Das geht aus einer Studie der australischen Wissenschaftsbehörde Csiro hervor, die am Mitte Oktober in der Zeitschrift "Virology Journal" veröffentlicht wurde.

Das bedeutet: Wenn eine infizierte Person zum Beispiel auf den Griff ihres Einkaufswagens hustet, der nächste Nutzer dann erst diesen an- und sich danach ins Gesicht fasst, könnte er sich so auch anstecken. Bisher ist laut BfR aber kein Fall einer Übertragung auf diesem Weg bekannt.

Schutz vor anderen Viren

Vorsicht und Hygiene schaden allerdings nie – auch dann, wenn es vielleicht nicht direkt vor dem Coronavirus schützt. Andere Erreger wie Noro- oder Grippeviren, bei denen dieser Infektionsweg deutlich häufiger vorkommt, sind ebenfalls weiter unterwegs. Erhöhte Vorsicht in Zeiten der Corona-Pandemie hat hier also den Nebeneffekt, dass sie auch vor solchen anderen Viren schützt.

Konkret bedeutet das: konsequentes, langes Händewaschen mit Wasser und Seife. Gerade unterwegs, beim Einkaufen etwa, sollte man sich nach Möglichkeit gar nicht ins Gesicht fassen.

Am wichtigsten ist Abstand halten

Generell ist sorgfältige Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln nie verkehrt. Der Einsatz von Desinfektionsmitteln ist für gesunde Privatverbraucher laut BfR aber nicht nötig. Wer infiziert ist oder mit Infizierten im Haushalt lebt, sollte den Arzt nach weiteren Vorsichtsmaßnahmen fragen.

Wichtig ist: Hygiene und Vorsicht sind kein Ersatz dafür, möglichst viel Abstand von anderen zu halten. Das ist weiter der beste Schutz vor einer Tröpfcheninfektion – und damit auch vor dem Coronavirus.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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