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Impftermin BW: Online-Anmeldung & Infos zur Corona-Impfung

Infos und Anmeldung  

Impftermin Baden-Württemberg: Wann und wo kann ich mich impfen lassen?

05.05.2021, 14:46 Uhr | lb, t-online

Impftermin BW: Online-Anmeldung & Infos zur Corona-Impfung. BNT162b2: So heißt der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer. Neben diesem Vakzin ist außerdem der Impfstoff von Moderna in Deutschland zugelassen. (Quelle: imago images/Laci Perenyi)

BNT162b2: So heißt der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer. Neben diesem Vakzin ist außerdem der Impfstoff von Moderna in Deutschland zugelassen. (Quelle: Laci Perenyi/imago images)

In Baden-Württemberg können sich Menschen in neun Zentralen Impfzentren (ZIZ) und rund 50 Kreisimpfzentren (KIZ) impfen lassen. Wie und wann Sie einen Impftermin erhalten, erfahren Sie hier.

Wie in allen Bundesländern erhalten auch in Baden-Württemberg zunächst Menschen, die nach der Einstufung der Bundesregierung zur Personengruppe mit "höchster Priorität" zählen, eine Impfung gegen das Coronavirus. Hier erhalten Sie einen Überblick, wer zur Prioritätengruppe gehört, wie die Terminvergabe erfolgt und wie die Impfung abläuft. 

Prioritäten beim Impftermin: Wer wird wann geimpft?

Jeder Mensch hat eine Impfberechtigung. Wer wann geimpft wird, ist in Baden-Württemberg wie in allen Bundesländern nach einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums (Corona-Impfverordnung; CoronaImpfV) festgelegt, die auf einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StIKo) beim Robert Koch-Institut basiert.

Wer kann sich zuerst impfen lassen?

Diese Reihenfolge gilt bei der Impfung

Solange die Corona-Impfstoffe noch knapp sind, werden zuerst die Menschen geimpft, die besonders gefährdet sind. Dazu wurden verschiedene Priorisierungsgruppen gebildet. Wann von einer Gruppe zur nächsten gewechselt werden kann, richtet sich nach der Verfügbarkeit der Impfstoffe und wird von den Bundesländern entschieden. Der folgende Überblick zeigt die Reihenfolge bei der Impfung.

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen sowie in ambulant betreuten Wohngruppen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Personen, die regelmäßig Schutzimpfungen gegen das Coronavirus durchführen
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten sowie
  • Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege begutachten und prüfen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren und in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden (wie z.B. Bronchoskopie)
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht - insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin oder im Rahmen der Behandlung schwer immunsupprimierter Patienten
  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung
  • Personen nach einer Organtransplantation
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung (bipolare Störung, Schizophrenie, schwere Depression)
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen
  • Personen mit schweren chronischen Lungenerkrankungen (z.B. interstitielle Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose), Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen, Diabetes mellitus mit Komplikationen, Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung, chronischer Nierenerkrankung oder Adipositas (mit BMI über 40)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 70 Jahre alt sind, nach Organtransplantation oder die eine der vorgenannten Erkrankungen oder Behinderung haben
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen für geistig oder psychisch behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen oder im Rahmen der Ausübung eines Heilberufes mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere Ärztinnen und Ärzte und Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren
  • Polizei- und Einsatzkräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Erfasst sind auch Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die in Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder für das Deutsche Archäologische Institut an Dienstorten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die im Ausland für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Orten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in besonders relevanten Positionen zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die insbesondere in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind
  • Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind
  • Über 60-Jährige
  • Personen insbesondere mit folgenden Erkrankungen: behandlungsfreie in Remission befindliche Krebserkrankungen, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen, rheumatologische Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Schlaganfall, Asthma, chronisch entzündliche Darmerkrankung, Diabetes mellitus ohne Komplikationen, Adipositas (BMI über 30)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im  Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren  oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 60 Jahre alt sind und eine der vorgenannten Erkrankungen haben
  • Personen, die Mitglieder von Verfassungsorganen sind oder in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege, im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind
  • Wahlhelferinnen und Wahlhelfer
  • Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen
  • Beschäftigte, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere in Laboren und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen, die nicht Grund-, Sonder- oder Förderschulen sind, tätig sind sonstige Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus besteht

Alle, die ein geringeres Risiko haben, einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung zu erleiden. Ihnen soll nach den priorisierten Gruppen ein Impfangebot gemacht werden.

Lehrer und Erzieher sollen in Baden-Württemberg in die zweithöchste Priorisierungsgruppe aufrücken. Seit Montag, 22. Februar 2021, können sie sich um einen Impftermin bemühen. Menschen aus dieser Gruppe im Alter von 18 bis 64 Jahren werden ab März geimpft, gab der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bekannt. Die breitere Verfügbarkeit an Impfstoff – nach der Zulassung des Astrazeneca-Vakzins – mache eine frühere Impfung dieser Personengruppe möglich.

Ab Montag, 19. April 2021, können alle Menschen über 60 Jahre einen Impftermin vereinbaren. Bislang waren über 60-Jährige nur bei speziellen Vorerkrankungen oder aufgrund ihres Berufs impfberechtigt.


Seit dem 3. Mai 2021 können sich Menschen mit Vorerkrankung aus der dritten Impfpriorität für einen Impftermin in Baden-Württemberg anmelden, gab Gesundheitsminister Lucha bekannt. Weitere 1,5 Millionen Menschen seien nach diesem Öffnungsschritt impfberechtigt. Noch etwas gedulden müssen sich die Beschäftigten von Berufsgruppen aus der dritten Priorität. Mit der Öffnung dieser Stufe werde etwa Mitte Mai gerechnet.

Wie werde ich benachrichtigt?

Bürgerinnen und Bürger Baden-Württembergs erhalten keine personalisierte Einladung für den Impftermin. Informationen über die Möglichkeit und Terminierung einer Schutzimpfung erhält man über das Landesportal Baden-Württemberg.de. Darüber hinaus teilen Hausärzte mit, wer zu welcher priorisierten Gruppe gehört. 

Gesundheitsminister Lucha kündigte zusätzlich an, dass sechs Millionen Haushalte einen Informationsbrief erhalten. Darin werde erklärt, wie man über die telefonische Hotline Termine vereinbart und mit dem Sprachcomputer kommuniziert.

Anmeldung: Hotline für den Impftermin

Für die telefonische Vergabe der Impftermine hat die Regierung eine zentrale Hotline eingerichtet. Diese gilt auch für Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg. Seit dem 12. Januar ist eine Anmeldung zur Corona-Impfung unter der bundesweiten Hotline 116 117 möglich.

Aufgrund der starken Auslastung der Telefonleitungen verändert das Bundesland seine Strategie. Ab Montag, 8. Februar 2021, um 10 Uhr gibt es über die Telefonhotline eine Warteliste. Die neue Warteliste bei der Hotline vereinfacht die Terminvergabe, so Gesundheitsminister Lucha. Anrufer, die nicht sofort einen Termin erhalten, werden registriert. Sie werden im Anschluss entweder zurückgerufen oder bekommen eine E-Mail, sobald neue Termine verfügbar sind. Außerdem sollen Anmeldungen für mehrere Personen gleichzeitig möglich sein. 

Impftermin online beantragen

Neben der telefonischen Anmeldung zum Impftermin besteht auch die Möglichkeit, sich online einen Impftermin für die erste und zweite Corona-Impfung im jeweils zuständigen Impfzentrum zu reservieren. Die Anmeldung erfolgt auf folgender Internetseite: impfterminservice.de/impftermine. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Online-Selbstbuchung sind eine gültige E-Mail-Adresse sowie eine deutsche Handynummer, über die Sie eine SMS erhalten können. 

In einem ersten Schritt müssen Sie das für Sie zuständige Impfzentrum auswählen. Ab dem 22. Januar 2021 haben neben den Zentralen Impfzentren (ZIZ) rund 50 Kreisimpfzentren (KIZ) ihren Betrieb aufgenommen. Nach der Auswahl werden Sie auf die Seite des zuständigen Impfzentrums geleitet, wo der Anspruch auf die Corona-Impfung geprüft wird.

Nach erfolgreicher Schnellprüfung geben Sie sowohl Ihre E-Mail-Adresse als auch Ihre Handynummer ein und drücken auf "Vermittlungscode anfordern". Auf der Folgeseite muss nun eine PIN übermittelt werden, die per SMS verschickt wurde. Klicken Sie nun auf "Verifizieren". In Ihrem E-Mail-Postfach finden Sie nun zwei Vermittlungscodes, mit denen Sie zwei Impftermine online buchen können. In einer Terminübersicht kann der passende Zeitpunkt ausgewählt werden, der nochmals per E-Mail bestätigt werden sollte. Drucken Sie sich die Terminbestätigung aus oder notieren Sie auf jeden Fall die zwei Vermittlungscodes für Erst- und Zweitimpfung. Schauen Sie gegebenenfalls auch in Ihrem Spamordner nach. Eine detaillierte Anleitung zur Online-Buchung erhalten Sie hier

Sonderregelungen in Pflegeeinrichtungen 

Menschen, die 80 Jahre oder älter sind und in einem Seniorenheim leben, müssen keinen Termin über die genannten Telefonnummern oder Internetseiten vereinbaren. Bei ihnen erfolgt die Impfung direkt in der Einrichtung durch mobile Impfteams. Auch das Personal kann dort geimpft werden. Bei Fragen zu den Terminen wenden sich Betroffene oder deren Angehörige direkt an die Pflege- und Einrichtungsleitung.

Aufgrund der aktuellen begrenzten Verfügbarkeit des Corona-Impfstoffs können Seniorinnen und Senioren oder pflegebedürftige Personen, die zu Hause leben, noch nicht von mobilen Impfteams aufgesucht werden. Die Ansteckung in den eigenen vier Wänden soll jedoch deutlich geringer sein als in Pflegeeinrichtungen, wo engere Kontakte stattfinden. 

Liste der Impfzentren in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gibt es derzeit neun Zentrale Impfzentren (ZIZ): Freiburg, Ortenaukreis, Ulm, Karlsruhe, Stuttgart, Heidelberg, Tübingen, Landkreis Schwäbisch Hall und Mannheim. Das Impfangebot ist aber nicht an den Wohnort gebunden, weshalb es möglich ist, sich auch andernorts im Bundesland impfen zu lassen, solange ein Termin ausgemacht ist.

Wir hatten an dieser Stelle zuvor geschrieben, dass das Impfangebot an den Wohnort gekoppelt sei, also den entsprechenden Landkreis oder die Stadt, und dass das Impfzentrum das Recht habe, Personen abzuweisen, für die es nicht zuständig ist. Das Sozialministerium in Stuttgart teilte mit, dass diese Angabe falsch gewesen sei.

Für diese Regierungsbezirke sind folgende Kreisimpfzentren verantwortlich.

  • Karlsruhe: Baden-Baden, Rastatt, Neckar-Odenwald-Kreis, Rhein-Neckar-Kreis, Calw, Enzkreis, Landkreis Karlsruhe, Freudenstadt, Pforzheim, Heidelberg, Stadtkreis Karlsruhe
  • Stuttgart: Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg, Heidenheim, Ostalbkreis, Main-Tauber-Kreis, Stadt Heilbronn, Landkreis Heilbronn, Göppingen, Hohenlohekreis, Rems-Murr-Kreis, Schwäbisch Hall, Stuttgart
  • Tübingen: Alb-Donau-Kreis, Reutlingen, Ravensburg, Tübingen, Zollernalbkreis, Sigmaringen, Bodenseekreis, Biberach, Ulm
  • Freiburg: Waldshut, Konstanz, Ortenaukreis, Rottweil, Emmendingen, Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald, Schwarzwald-Baar-Kreis, Tuttlingen, Freiburg

Die Impfzentren sollen von Montag bis Sonntag zwischen 7 und 21 Uhr geöffnet haben. Alle gelieferten Impfdosen werden nach Bevölkerungsanteil in allen Bundesländern verteilt. In Baden-Württemberg werden die Ampullen anschließend gleichmäßig an die Impfzentren versendet. Der Betrieb der Kreisimpfzentren ist aktuell bis Juni 2021 geplant. 

Impftermin Hausarzt: Pilotprojekt "Impfen in Praxen"

Seit Anfang März finden in Baden-Württemberg Impfungen auch bei Hausärzten statt. In rund 40 Praxen werden über 80-Jährige geimpft. Wo diese bereits geimpft sind, sind auch über 70-Jährige impfberechtigt. Weitere Informationen zum Pilotprojekt "Impfen in Praxen" erfahren Sie hier

Fahrtkosten: Mit dem Taxi ins Impfzentrum? 

Die Fahrt zum Impfzentrum muss in der Regel privat organisiert werden. Die Kosten, die beispielsweise durch eine Taxifahrt entstehen, werden vom Land nicht übernommen. Für nicht-mobile Senioren der ersten Impfgruppe hat das Gesundheitsministerium mit den Krankenkassen eine Lösung gefunden. Jeder, der Fahrten zum Hausarzt bezahlt bekommt, kann nun auch für den Weg zum Impfzentrum die Möglichkeit einer Krankenfahrt nutzen, teilten das Ministerium und die Kassen mit. Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) sprach nach der Einigung von einer unbürokratischen Lösung für den Transport.

Welche Unterlagen zum Impftermin mitbringen?

In den baden-württembergischen Impfzentren gelten die bekannten AHA+L-Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus. Dazu gehört, ausreichend Abstand zu halten, die Hygieneregeln zu befolgen und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das gilt auch für Angehörige oder Betreuer, die die Impfberechtigten begleiten.

Folgende Dokumente werden zur Impfung benötigt: 

  • Impfpass
  • Elektronische Gesundheitskarte der Krankenkasse (Krankenversichertenkarte)
  • Ausweisdokument (zum Beispiel Personalausweis)
  • bei Online-Buchung: Terminbestätigung bzw. Vermittlungscodes
  • Arbeitsbescheinigung für Mitarbeitende von Pflege- und anderen Einrichtungen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen erhalten ein ärztliches Zeugnis
  • Kontaktpersonen benötigen eine entsprechende Bestätigung der betreuten Person 

Ablauf: So wird die Impfung durchgeführt

Die Impfung wird durch geschultes medizinisches Fachpersonal durchgeführt und im Impfpass mit der Chargennummer des Impfstoffs eingetragen. Das eigentliche Impfen geht sehr schnell und dauert nur wenige Minuten. In einem gesonderten Wartebereich bleiben Sie zur Sicherheit noch etwa 15 bis 30 Minuten unter medizinischer Beobachtung.

Einschließlich einzuplanender Wartezeiten, eines ärztlichen Aufklärungsgesprächs und der Nachbeobachtungszeit wird der Impfvorgang in der Regel etwa eine Stunde in Anspruch nehmen.

Welche Impfstoffe sind aktuell in Deutschland zugelassen?

In Deutschland sind derzeit drei verschiedene Impfstoffe zugelassen und werden verimpft. Ende letzten Jahres wurde der Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen. Am 7. Januar folgte der Impfstoff von Moderna. Die genannten Impfstoffe sind sogenannte mRNA-Impfstoffe. Sie enthalten keine Elemente des Virus, sondern nur Informationen aus dessen DNA. Auf dieser Basis entwickeln die körpereigenen Zellen die gewünschte Immunität.


Ende Januar erhielt außerdem der Impfstoff von Astrazeneca die Zulassung. Er gehört zur Gruppe der Vektor-Impfstoffe. Seine Wirkung beruht auf der Verabreichung von abgeschwächten und somit harmlosen Viren, auf die der Körper mit der Bildung eines Immunschutzes reagiert. 

Nach einem Beschluss der Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister von Bund und Ländern soll der Corona-Impfstoff AstraZeneca ab sofort nur bei über 60-Jährigen eingesetzt werden. Unter 60-Jährige sollen sich "nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung" weiterhin damit impfen lassen können. Wie das Pharmaunternehmen AstraZeneca mitteilte, soll das Vakzin künftig den Namen Vaxzevria tragen.


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In absehbarer Zeit ist mit der Zulassung weiterer Impfstoffe anderer Hersteller zu rechnen.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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