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Rauchen und Corona: Was das Aufhören bewirken kann


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Warum man jetzt mit dem Rauchen aufhören sollte

Von dpa
Aktualisiert am 06.11.2021Lesedauer: 3 Min.
Zigarettenrauch: Er schädigt die Lunge und macht sie anfälliger für Viren und Bakterien.
Zigarettenrauch: Er schädigt die Lunge und macht sie anfälliger für Viren und Bakterien. (Quelle: Terroa/getty-images-bilder)
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Raucher haben ein erhöhtes Risiko für schwere Covid-19-Verläufe. Das gilt auch für Menschen, die früher einmal viel geraucht haben. Lohnt sich das Aufhören trotzdem?

Dass schwere Covid-19-Verläufe für Raucher tödlich verlaufen können, ist bekannt. Studien deuten außerdem darauf hin, dass das auch für Menschen gilt, die lange Zeit viel geraucht haben und inzwischen Nichtraucher sind.


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Dennoch sollte man, egal wie lange man schon raucht, die Pandemie als Anlass nutzen, sich von Zigaretten loszusagen, rät der Internist und Pneumologe Prof. Stefan Andreas.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt das ebenfalls. "Das Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken und zu sterben ist für Raucher bis zu 50 Prozent höher als für andere", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. "Mit dem Rauchen aufzuhören ist deshalb das beste, was Raucher tun können, um sowohl ihr Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung zu verringern als auch das Risiko, Krebs und Herz- und Atemwegserkrankungen zu bekommen."

Warum die Flimmerhärchen wichtig sind

Denn Rauchen schädigt zum Beispiel die Flimmerhärchen. "Die sind quasi die Müllabfuhr der Lunge. Sie führen Schleim und Bakterienreste nach oben, sodass sie abgehustet werden können", erklärt der Mediziner. Mit Blick auf einen möglichen Befall der Lunge mit dem Coronavirus ist das eine wichtige Funktion. Raucht man nicht mehr, erholen sich die Flimmerhärchen ziemlich rasch.

"Ein Rauchverzicht senkt das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung relativ schnell", sagt Stefan Andreas. Es werde zwar nicht nach einem Tag besser, aber Tag für Tag. "Man sollte auf keinen Fall weiterrauchen, weil man sich sagt: Es ist ja sowieso zu spät aufzuhören!", sagt der Lungenheilkundler.

Was ist mit E-Zigaretten?

Generell gilt: Der Zigarettenrauch sorgt für Entzündungen in den Atemwegen. Viren und Bakterien können sich dort eher festsetzen. "Es gibt nichts in der Lunge, dass durch Rauchen nicht geschädigt wird", sagt der Leiter der Lungenfachklinik Immenhausen in Hessen, der auch Beiratsmitglied der Deutschen Lungenstiftung ist.

Auch E-Zigaretten seien nicht gut, so der Experte. Deren Konsum erhöhe ebenso das Risiko für schwere Verläufe bei Covid-19.

Die Rolle der Packungsjahre

Klar ist: Desto länger und mehr man geraucht hat, desto mehr – auch bleibende – Schäden richtet man in seinem Körper an. Deshalb haben ehemalige Raucherinnen und Raucher ebenso ein erhöhtes Risiko, dass eine Coronavirus-Infektion bei ihnen schwer verläuft. Zwar geht es den Flimmerhärchen zum Beispiel rasch besser und das Risiko sinkt dadurch etwas – doch es bleibt im Vergleich zu Menschen, die niemals geraucht haben, weiterhin erhöht.

In Zahlen ausgedrückt sei es auch bei ehemaligen Langzeitrauchern mit 30 Packungsjahren (also zum Beispiel 30 Jahre eine Packung am Tag oder 15 Jahre zwei Packungen am Tag) um etwa 30 Prozent höher als bei Menschen, die niemals geraucht haben, sagt Prof. Andreas. Faktoren wie das Alter – ehemalige langjährige Raucher sind oft schon recht alt - oder Vorerkrankungen seien dabei noch gar nicht eingerechnet.

Auf Schutz achten

Gerade weil ihr Risiko für einen schweren Verlauf erhöht ist, sollten aktuelle und ehemalige Raucherinnen und Raucher sich besonders gut vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 schützen, rät der Mediziner.

Das heißt: Die empfohlenen Hygieneregeln rund um Abstand, Händewaschen und Masketragen einhalten – und wenn möglich sollten Raucher die Zigaretten für immer zur Seite legen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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