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Indische Forscher könnten neue Corona-Variante entdeckt haben

  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen

Aktualisiert am 26.03.2021Lesedauer: 3 Min.
Coronavirus in Indien: In dem Schwellenland breitet sich aktuell eine neue Corona-Mutante aus.
Coronavirus in Indien: In dem Schwellenland breitet sich aktuell eine neue Corona-Mutante aus. (Quelle: ZUMA Wire/imago-images-bilder)
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Eine neue Corona-Mutante soll sich in Indien verbreiten und könnte möglicherweise resistent gegen Impfstoffe sein. Was Forscher bisher wissen – und was nicht.

Das Wichtigste im Ăśberblick


  • Was hat es mit der neuen Mutante auf sich?
  • Was bedeutet die Verbreitung der indischen Variante?
  • Wie ist die aktuelle Lage in Indien?

Medienberichten zufolge soll es in Indien eine neue Corona-Variante geben: Die sogenannte "Doppelmutante" soll in gesammelten Proben nachgewiesen worden sein. Wissenschaftler überprüfen jetzt, ob die Variante, bei der zwei als heikel geltende Mutationen im selben Virus zusammenkommen, möglicherweise noch ansteckender und zudem resistent gegen die aktuellen Impfstoffe sein könnte.


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Was hat es mit der neuen Mutante auf sich?

Forscher in Indien haben der BBC zufolge mehr als 10.700 Proben untersucht und dabei eine Genomsequenzierung durchgeführt, um den gesamten genetischen Code der einzelnen Viren abbilden zu können. Wie der indische Virologe Dr. Shahid Jameel laut BBC erklärte, zeigte sich dabei, dass "in Indien möglicherweise eine separate Linie entsteht, in der die Mutationen L452R und E484Q zusammenkommen".

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Dass zwei Mutationen in einer Corona-Variante aufeinandertreffen, ist grundsätzlich allerdings nicht ungewöhnlich. Beispielsweise zeigt die britische Mutante insgesamt sogar 23 Mutationen. Der Begriff der "Doppelmutante" kann somit in die Irre führen.

Was ist der Unterschied zwischen Variante, Mutation und Mutante?

SARS-CoV-2 vermehrt sich in den menschlichen Körperzellen. Dabei wird auch das Genom des Virus kopiert. Kommt es dabei zu Fehlern, entstehen Veränderungen im Erbgut. Diese Veränderungen nennen sich Mutationen. Enthält das Virus diese Mutationen, ist eine neue Variante entstanden. Variante und Mutante sind in diesem Fall synonym verwendbar. Eine Variante kann somit auch mehrere Mutationen enthalten.

Das Besondere bei der indischen Variante ist aber: Die Mutationen L452R und E484Q sind bereits bekannt und könnten sich auf die Wirkung der Impfstoffe auswirken. Dr. Jeremy Kamil, Virologe am Health Sciences Center Shreveport der Louisiana State University, sagte der BBC, dass E484Q der Mutation E484K ähnele. Das ist eine Mutation, die in den Varianten B.1.351 (Südafrika), teilweise auch in B.1.1.7 (Großbritannien) und P.1 (Brasilien) beobachtet wurde.

Das Besorgniserregende an E484K ist laut Forschern: Diese Mutation könnte dafür sorgen, dass das Virus von Antikörpern, etwa aus einer Impfung oder einer vorangegangenen Corona-Infektion, nicht mehr erkannt wird.

Die Mutation L452R hingegen kommt unter anderem in der kalifornischen Corona-Variante B.1.429 vor. Auch zu dieser Mutation ist bisher bekannt, dass sie die Bindung von bestimmten Antikörpern beeinflussen könnte. Die bisher verfügbaren Impfstoffe könnten bei ihr also womöglich nicht ausreichend greifen. Inwieweit die Variante Einfluss auf die Impfwirkung und die Infektiosität hat ist allerdings noch offen.

Was bedeutet die Verbreitung der indischen Variante?

Der Virologe Jameel erklärte der BBC, Mutanten könnten ansteckender oder auch tödlicher sein als das Ursprungsvirus. Zudem könnten sich Menschen leichter mehrfach und auch nach einer Impfung mit SARS-CoV-2 infizieren.

Durch diese Möglichkeit könnte das Virus die Herdenimmunität "durchdringen", erklärt Dr. Jeremy Kamil, Virologe am Health Sciences Center Shreveport der Louisiana State University laut BBC. Er betonte aber auch: Wahrscheinlich sei die Variante aus Indien nicht tödlicher oder ansteckender. Es seien jedoch mehr Daten erforderlich, um das sicher einschätzen zu können.

Auch das indische Gesundheitsministerium erklärte, die Mutante sei bisher nicht in ausreichender Zahl nachgewiesen worden, um eine direkte Beziehung zum Anstieg der Fälle herzustellen.

Wie ist die aktuelle Lage in Indien?

Wie die Tageszeitung "Times of India" berichtet, gab es am Freitag 59.118 Neuinfektionen, das sei die höchste Tagesrate seit Beginn des Jahres. Zudem gab es 257 Tote an einem Tag. Noch zu Beginn des Jahres hatte Indien die Pandemie für "weitgehend besiegt" erklärt. Laut Johns Hopkins University gab es in Indien bisher mehr als 11,8 Millionen bestätigte Coronavirus-Infektionen und rund 161.000 Todesfälle. Mehr als 53 Millionen Impfdosen wurden bereits verabreicht. Von rund 1,35 Milliarden Einwohnern sind fast 8,3 Millionen vollständig geimpft, was einer Impfrate von nur 0,6 Prozent entspricht.

Weil die Infektionszahlen in Indien wieder steigen, werden Beschränkungen wie Ausgangssperren erneut eingeführt. In Delhi und Mumbai gibt es zudem Schnelltests an Flughäfen, Bahnhöfen und in Einkaufszentren. Zudem wird überlegt, einen erneuten Lockdown zu verhängen. Der Tageszeitung "Times of India" zufolge könnten schon Anfang April die Betten in Krankenhäusern und auf den Intensivstationen knapp werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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