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Woran sich das Guillain-Barré-Syndrom erkennen lässt

  • Melanie Rannow
Von Melanie Rannow

Aktualisiert am 14.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Guillain-Barré-Syndrom: Erste Anzeichen der Erkrankung sind beispielsweise Kribbeln oder auch Taubheit in den Beinen.
Guillain-Barré-Syndrom: Erste Anzeichen der Erkrankung sind beispielsweise Kribbeln oder auch Taubheit in den Beinen. (Quelle: PORNCHAI SODA/getty-images-bilder)
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In wenigen Fällen wurde nach Covid-19-Impfungen das Guillain-Barré-Syndrom festgestellt. Was hinter der seltenen Nervenkrankheit steckt – und wie sie sich bemerkbar macht.

Im Zusammenhang mit den Covid-19-Impfungen kann es in sehr seltenen Fällen zu Komplikationen kommen. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das in Deutschland für die Sicherheit von Impfstoffen zuständig ist, hat einige Fälle des Guillain-Barré-Syndroms (GBS) registriert, die nach Impfungen mit Astrazeneca und Johnson & Johnson gemeldet wurden. Auch nach der Gabe von Biontech/Pfizer und Moderna traten wenige GBS-Fälle auf. Laut der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) ist das GBS-Risiko insgesamt jedoch sehr gering.


Corona: Auf diese Impfreaktionen sollten Sie sich einstellen

Wie bei jeder anderen Impfung auch kann es nach der Verabreichung der Corona-Impfstoffe zu Impfreaktionen und anderen Nebenwirkungen kommen. Von diesen Beschwerden berichten Betroffene am häufigsten.
Die häufigste Impfreaktion sind Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle – auch als "Covid-Arm" bekannt.
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Das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) ist eine seltene Nervenerkrankung, bei der das eigene Immunsystem die Ummantelung der Nervenzellen attackiert. Etwa einer von hunderttausend Menschen erkrankt in Deutschland pro Jahr am Guillain-Barré-Syndrom. Das GBS kann in jedem Lebensalter auftreten, allerdings kommt es im höheren Lebensalter häufiger vor.

Lähmungen und Muskelschwäche: Warnzeichen des Guillain-Barré-Syndroms

Mediziner gehen davon aus, dass es sich bei GBS um eine Autoimmunerkrankung handelt, bei der sich das Immunsystem irrtümlich gegen den eigenen Körper richtet. Im Fall des Guillain-Barré-Syndroms sind die Nerven betroffen, ein erstes Warnzeichen sind Kribbeln und ein Taubheitsgefühl in den Beinen, Armen oder im Gesicht.

Es kann auch zu Lähmungserscheinungen führen, die sich von den Beinen nach oben hin ausbreiten. In schlimmen Fällen ist davon auch die Atmung betroffen, was die Erkrankung lebensbedrohlich macht.

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Die US-Gesundheitsbehörde FDA weist auf folgende Warnzeichen hin:

  • Schwäche in Armen und Beinen
  • Schwierigkeiten beim Gehen
  • Schwierigkeiten bei Bewegungen des Gesichts (auch beim Kauen, Sprechen und Schlucken)
  • Schwierigkeiten, Blase und Darm zu kontrollieren
  • Schwierigkeiten, die Augen zu bewegen, und Doppeltsehen

Wenn Sie diese Symptome nach einer Corona-Impfung bei sich bemerken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Je eher die Diagnose GBS gestellt wird, desto höher die Chance auf vollständige Heilung.

Wie sich GBS behandeln lässt

"Wir haben zum Glück eine wirksame Therapie dieses Krankheitsbilds zur Verfügung", so Professor Peter Berlit, DGN-Generalsekretär. Demnach erhalten Betroffene zur Behandlung entweder hochdosiert intravenös Immunglobuline oder es erfolgt ein Blutreinigungsverfahren, bei dem die krankheitsauslösenden Autoantikörper herausgefiltert werden.

Oft dauert es viele Wochen, bis sich die Symptome zurückbilden, bei einigen Patienten bleiben dauerhaft neurologische Beschwerden bestehen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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