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Coronavirus: Diese Nebenwirkungen können bei der Booster-Impfung auftreten


Diese Nebenwirkungen können bei der Booster-Impfung auftreten

Von Christiane Braunsdorf

Aktualisiert am 06.10.2021Lesedauer: 3 Min.
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Corona-Impfung: Der dritte Piks wird für die Risikogruppen angeboten.
Corona-Impfung: Der dritte Piks wird für die Risikogruppen angeboten. (Quelle: filmstudio/getty-images-bilder)
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Seit einigen Wochen wird den Risikogruppen in Deutschland die dritte Corona-Impfung angeboten. Nun zeigen erste Erhebungen, mit welchen Nebenwirkungen die Geimpften rechnen müssen.

Am Montag gab die Europäische Arzneimittelbehörde Ema grünes Licht für die sogenannte Booster-Impfung. Eine zusätzliche Dosis der Covid-19-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna könne Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem frühestens 28 Tage nach der zweiten Dosis verabreicht werden. Für Menschen mit einem normalen Immunsystem ab einem Alter von 18 Jahren könnte eine Auffrischungsimpfung mindestens sechs Monate nach der zweiten Dosis in Betracht gezogen werden.


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Für diese Gruppe habe ein Ausschuss der Ema Daten für den Biontech-Impfstoff Comirnaty ausgewertet, die einen Anstieg des Antikörperspiegels bei Personen zwischen 18 und 55 Jahren bei einer Booster-Dosis etwa ein halbes Jahr nach der zweiten Dosis zeigten. Die Daten für eine Auffrischungsimpfung mit dem Moderna-Vakzin Spikevax werte die Ema noch aus.

Die deutsche Ständige Impfkommission (Stiko) erteilte vor etwa zwei Wochen eine Empfehlung des dritten Pikses für einige Risikopatienten: Menschen mit Immundefekten und Erkrankungen, die mit Immunsuppressiva behandelt werden.

Seit einigen Wochen wird die Auffrischimpfung gegen das Coronavirus in Deutschland bereits angeboten. Je nach Bundesland sind die Richtlinien dafür unterschiedlich.

Generell gilt: Nachimpfen lassen können sich ältere Menschen (ab 80 Jahre, in Baden-Württemberg gilt ab 60 Jahre), Pflegebedürftige (in Heimen oder im eigenen Haushalt), Menschen mit Behinderung in entsprechenden Einrichtungen und Immungeschwächte.

Studien zeigen Vorteil der Impfung

Eine Studie der Berliner Charité bestätigt den Nutzen der Drittimpfung in diesen Bevölkerungsgruppen. Gemessen wurde die Antikörperkonzentration bei älteren Menschen (Durchschnittsalter 82 Jahre) im Vergleich zu jüngeren Mitarbeitern der Charité (Durchschnittsalter 35 Jahre). Bei den Älteren zeigte sich, dass bei vier von zehn Studienteilnehmern nach einem halben Jahr keine neutralisierenden Antikörper gegen die Delta-Variante mehr messbar waren. Die Jüngeren hatten noch zu über 97 Prozent neutralisierende Antikörper. Beide Gruppen waren zum selben Zeitpunkt und mit dem gleichen Impfstoff (Biontech/Pfizer) geimpft worden.

"Insgesamt deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass das etablierte Zwei-Dosen-Impfschema bei älteren Menschen im Vergleich zu jungen Erwachsenen weniger dauerhafte Immunreaktionen hervorruft", heißt es im Preprint der Studie. Daten aus Israel zeigen zudem, dass der dritte Piks offenbar hochwirksam ist.

Auch Astrazeneca-Geimpfte können auffrischen

Über die Risikogruppen hinaus kann auch jeder eine Auffrischimpfung bekommen, der bislang ausschließlich mit Astrazeneca geimpft wurde. "Auch Personen, die eine vollständige Impfserie mit einem Vektorimpfstoff erhalten haben, wird im Sinne einer gesundheitlichen Vorsorge eine weitere Impfung angeboten", erklärt das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Seite. "Die Auffrischimpfung wird mit einer einmaligen Impfstoffdosis mit einem der beiden mRNA-Impfstoffe (Comirnaty von Biontech oder Spikevax von Moderna) mindestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie durchgeführt."

Hintergrund sind Erkenntnisse, nach denen eine solche Kreuzimpfung den Immunschutz verstärkt. Damit sind auch medizinisches und Pflegepersonal aus der Priorisierungsgruppe 1 berechtigt, sich nachimpfen zu lassen, sofern sie vor sechs Monaten oder länger mit Astrazeneca geimpft wurden. Der zweite Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson war zu diesem Zeitpunkt in der EU noch nicht verfügbar.

Daten-App offenbart Nebenwirkungen

Der Nutzen der dritten Impfung, bei der ausschließlich ein mRNA-Impfstoff gespritzt wird, scheint für bestimmte Risiko- und Priorisierungsgruppen unbestritten. Doch wie sieht es mit möglichen Nebenwirkungen des Boosters aus?

Hierzu gibt es jetzt neue Daten aus den USA. Dort gibt es das Smartphone-Tool "V-Safe", mit dem Nebenwirkungen nach dem dritten Piks gemeldet werden können. Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC hat nun erstmals eine Auswertung der Daten veröffentlicht.

In den USA haben bislang etwa 2,2 Millionen Menschen den Booster erhalten. Über 12.500 Menschen teilten ihre Erfahrungen nach der Auffrischimpfung in der App mit. Sie bekamen ihre dritte Impfung im Durchschnitt 182 Tage nach der zweiten. Im Zeitraum vom 12. August bis 19. September berichteten sie die folgenden am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen:

  • 74,9 Prozent der Patienten berichteten über eine lokale Reaktion an der Einstichstelle (71 Prozent beschrieben diese als leichte Schmerzen)
  • 56 Prozent fühlten sich müde und abgeschlagen
  • 43,4 Prozent klagten über Kopfschmerzen.

Es zeigt sich: Die Nebenwirkungen der dritten Impfung entsprechen weitgehend den Erfahrungen, die man bereits bei den beiden vorhergehenden gesammelt hat. Die Booster-Impfung bringt also keine stärkeren Nebenwirkungen mit sich, wohl aber einen hohen Nutzen.

Auch das Paul-Ehrlich-Institut sammelt Daten zu Nebenwirkungen der Drittimpfung. Dazu wurde die App SafeVac 2.0 entwickelt. Mehr Informationen finden Sie hier.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Preprint Charité-Studie
  • Seite des Bundesgesundheitsministeriums
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