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Onlineshop warb fĂĽr Virus-Infektionspaket

  • Lars Wienand
Von Lars Wienand

Aktualisiert am 18.11.2021Lesedauer: 3 Min.
"Ja, ich will Corona" mitsamt Herz: Eine niederländische Seite bot angeblich Viruslieferung zum Selbstanstecken. Das Angebot löste in den Niederlanden Empörung aus.
"Ja, ich will Corona" mitsamt Herz: Eine niederländische Seite bot angeblich Viruslieferung zum Selbstanstecken. Das Angebot löste in den Niederlanden Empörung aus. (Quelle: Screenshot)
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Eine niederländische Webseite hat Viruspakete angeboten – Test und Flüssigkeit mit Coronavirus, um sich anzustecken und somit den Status "genesen" zu bekommen. Ist das Satire oder kriminell?

Einmal infizieren für 33,50 Euro, bei ausbleibendem Erfolg ein neuer Versuch zum günstigeren Preis: Eine niederländische Webseite hat unter dem Motto: "Ja, ich will Corona" angebliche Sets angeboten, um sich mit Corona anzustecken. "Das Virus, das Sie erhalten, ist nicht älter als drei Monate, sodass Sie sicher sein können, dass auch die neuesten Mutationen und Varianten enthalten sind", hieß es.


Diese Organe kann das Coronavirus schädigen

Covid-19 galt zunächst nur als Erkrankung der Atemwege und Lunge. Doch Untersuchungen konnten zeigen, dass sich das Coronavirus auch in anderen Organen ausbreiten kann.
Der SARS-CoV-2-Erreger befällt vor allem die unteren Atemwege. Betroffene mit einem mittleren oder schweren Verlauf entwickeln meist einen trockenen Husten, Atemnot und/oder sogar eine Lungenentzündung. Besonders vorgeschädigte Lungen – zum Beispiel durch Rauchen – scheinen anfällig für einen schweren Krankheitsverlauf zu sein.
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Nach Hinweisen an die niederländische Gesundheitsbehörde, den Webhoster und Anfragen an die Seitenbetreiber war die Seite mit dem Onlineangebot am Donnerstagmittag nicht mehr erreichbar. Der Seitenbetreiber beantwortete Fragen dazu nicht.

Gesundheitsbehörde: Erschreckend und empörend

Die niederländische Gesundheitskontrollbehörde IGJ ging mit einer Warnung an die Öffentlichkeit. "Absichtlich anstecken – mach es nicht!" IGJ-Chefin Marina Eckenhausen erklärte: "Während jeder im Gesundheitswesen hart daran arbeitet, sowohl Covid-Patienten als auch allen anderen Patienten zu helfen, gibt es offenbar Organisationen, die das Virus bewusst weiterverbreiten wollen." Es sei erschreckend und empörend. Die Behörde erklärte, das Angebot zu prüfen und ließ zunächst offen, welche Schritte folgen.

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Es war deshalb auch zunächst unklar, ob die Internetseite vom Betreiber selbst vom Netz genommen wurde und ob das Angebot vielleicht nur ein Scherz sein sollte. Auf der Shop-Seite war anfänglich eine Bestellung möglich, dann mit dem Hinweis auf Wartungsarbeiten nicht mehr, ehe die Seite völlig verschwand. Beworben wurde das Angebot für "alle, die nach einer sicheren Lösung suchen, um sich mit dem Coronavirus zu infizieren". Es sei ein Weg, nach einem positiven Test einen offiziellen Genesungsnachweis zu erhalten.

Auf der Seite stand zu einer Infektion die Empfehlung, sich dann an die staatlichen Empfehlungen zu halten. Zitiert war der Satz, man solle "bei Beschwerden" zu Hause bleiben. In den Niederlanden gab es in den vergangenen Tagen Berichte ĂĽber angebliche Kuss-Partys, bei denen sich junge Menschen gezielt anstecken.

Die renommierte niederländische Virologin Marion Koopmans, Leiterin des Zentrums für neu aufkommende virale Erkrankungen der WHO, kommentierte das Angebot auf Twitter knapp: "In einem Land, in dem alles möglich ist, halte ich das für einen neuen Tiefpunkt."

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In den Niederlanden liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei ĂĽber 700, am Mittwoch wurden in dem Land mit 17,4 Millionen Einwohnern 23.680 Neuinfektionen und 34 Tote gemeldet.

Die Webseite war erst vor wenigen Tagen registriert worden. Der Anbieter, bei dem die Seite technisch liegt, erklärte auf Anfragen, vom Angebot zu wissen und auf entsprechende Hinweise der Aufsichtsbehörde zu warten. In Deutschland war das Angebot zuerst der Recherchegruppe @__investigate__ aufgefallen. Ihr Kommentar: "Darwin Award next level" – nächste Stufe des "Darwin-Awards", ein an der Stanford-Universität ausgerufener Negativpreis für Menschen, die sich durch Dummheit selbstverschuldet töten oder tödlich verunglücken.

Ă–sterreicher plante Ansteck-Aktion

Vor einigen Wochen hatte auch der Österreicher Alexander Ehrlich, der lange eng mit der deutschen Querdenkerszene verknüpft war, eine Aktion "Steckt uns an" starten wollen. Auf Nachfrage von t-online erklärte er, dass ihm dazu kontrollierte Bedingungen vorschwebten bei einem "wissenschaftlich begleiteten, staatlich organisierten Infektionsprogramm zur Seuchenbekämpfung durch natürliche Immunisierung". Die Idee hatte auch in den Querdenker-Kreisen keine Resonanz gefunden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen
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