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Starkregen und Stürme: Wer zahlt bei Unwetterschäden am Haus?

So dokumentieren Sie richtig  

Sind Unwetterschäden mitversichert?

10.02.2020, 10:09 Uhr | dpa-tmn, jb, t-online.de

Starkregen und Stürme: Wer zahlt bei Unwetterschäden am Haus?. Unwetterschäden (Quelle: Getty Images/suerob)

Unwetterschäden: Nicht jede Versicherung zahlt Sturmschäden am Haus oder Auto. (Symbolbild) (Quelle: suerob/Getty Images)

Wenn der Keller durch Starkregen vollläuft oder ein Sturm das Dach abdeckt, müssen Hausbesitzer den Schaden für ihre Versicherung dokumentieren. Dafür sollten sie Bilder aufnehmen, wenn möglich aus verschiedenen Perspektiven. Doch wie machen Sie Schäden bei Ihrer Versicherung geltend?

Sturmschäden sind in der Regel über die Hausrat- oder die Wohngebäudeversicherung abgesichert, erklärt der Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Die Voraussetzung: Der Sturm ist die Schadensursache. Wichtig ist zudem, dass mindestens Windstärke 8 geherrscht haben muss.

Was zahlt die Gebäudeversicherung?

Die Gebäudeversicherung zahlt für Schäden am Haus, wie etwa abgedeckte Dächer, zerstörte Schornsteine oder Schäden durch umgefallene Bäume. Sie zahlt auch für Folgeschäden, wenn durch das beschädigte Dach Regen eindringt. Möbel und andere bewegliche Gegenstände werden über die Hausratversicherung ersetzt.

Schäden durch heftige Niederschläge bezahlt dagegen nur eine zusätzliche Elementarschadenversicherung. Das bedeutet: Der vollgelaufene Keller mit den Folgeschäden für Haus und Hausrat ist in der Regel nicht versichert.

Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sind rund 60 Prozent der Hausbesitzer in Deutschland nicht ausreichend versichert. Offenbar unterschätzen viele Eigentümer die Gefahr, Opfer von Überschwemmungen oder Hochwasser zu werden.

Wie sollten Sie bei einem Schaden vorgehen?

Nach einem Schaden sollte der Versicherer unverzüglich informiert werden. Wer den Schaden schriftlich meldet, sollte dies am besten per Einschreiben-Rückschein tun, rät der GdV. Hilfreich ist es, Fotos zu machen und eine Aufstellung der beschädigten Gegenstände zu erstellen. Beschädigte Gegenstände sollten nie ohne ausdrückliche Zustimmung des Versicherers entsorgt werden.

Was sollten Sie fotografieren?

"Es muss gut ersichtlich sein, was alles kaputt gegangen ist", sagt Kathrin Jarosch vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Wichtig zu beachten: Die Fotos sollten Betroffene machen, ehe sie Sicherungsmaßnahmen ergreifen. Also bevor sie den Keller auspumpen oder eine Plane auf dem Dach anbringen.

Videos sind auch eine Möglichkeit der Dokumentation. Wer sie dem Versicherer online übermitteln will, sollte aber die großen Datenmengen der Bewegtbilder bedenken. Einige Versicherer bieten im Internet die Möglichkeit, Fotos hochzuladen. Alternativ kann man sie auch per E-Mail schicken. Oder ganz klassisch als Abzüge per Post.

Hausbesuch von Versicherungsvertretern

Oft sei das aber gar nicht nötig, sagt Jarosch. Häufig kämen Vertreter der Versicherung nach der Schadensmeldung selbst vorbei. Dann können Hausbesitzer die Bilder als Abzüge oder auf dem Display der Digitalkamera oder des Smartphones direkt vorzeigen.

Dürfen Sie die Schäden entfernen?

Damit der Schaden nicht größer wird, seien Sicherungsmaßnahmen in Ordnung, sagt Jarosch. Bevor aber ein Maler die Wände des vollgelaufenen Kellers streicht oder ein Dachdecker die abgedeckten Dachziegel wieder anbringt, sollten sich Hausbesitzer mit ihrem Versicherer in Verbindung setzen und absprechen.

Aber auch Brände können das Eigenheim stark zerstören. Diese Brandursachen sollten Sie daher kennen und vermeiden.

Gefahrenatlas zeigt Risiko

Um die Hausbesitzer auf die Gefahren in bestimmten Wohngebieten und somit die Notwendigkeit einer Elementarschadenversicherung aufmerksam zu machen, veröffentlichte der GDV seinen Gefahrenatlas. Hierbei handelt es sich um eine Langfristbilanz der Jahre 2002 bis 2016.

 

Die Kosten für die Versicherung variieren je nach Region (Gefährdungsklasse), Umfang der Versicherung sowie Anbieter. Hausbesitzer sollten mit Kosten von bis zu 2.000 Euro im Jahr rechnen.

Verwendete Quellen:
  • Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft 
  • Nachrichtenagentur dpa
  • eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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