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Neue Haushaltsgeräte: Wann sich ein Umstieg finanziell lohnt

Geld sparen mit neuen Geräten: Wann sich der Umstieg lohnt

03.09.2015, 13:32 Uhr | dpa-tmn

Neue Haushaltsgeräte: Wann sich ein Umstieg finanziell lohnt. Ein alter Kühlschrank verbraucht zu viel Strom. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein alter Kühlschrank verbraucht zu viel Strom. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mitdenkende Kühlschränke und Waschmaschinen mit Dutzenden Zusatzprogrammen: Die Industrie möchte uns praktisch jedes Jahr neue, noch viel bessere Geräte verkaufen. Wirklich besser ist meist tatsächlich der Energieverbrauch geworden. Oft lohnt sich eine neues Gerät finanziell. Wann es Zeit für neue Haushaltsgeräte wird.

Kühlschrank nicht älter als 15 Jahre

Der Austausch eines 10 bis 15 Jahre alten Kühlschranks durch ein Gerät der Klasse A+++ lohnt sich nach Ansicht des Öko-Instituts in Berlin allein schon aus Umweltgründen. Der Energieverbrauch, der zur Herstellung des neuen Modells benötigt wird, amortisiert sich innerhalb von 0,7 bis 2,5 Jahren durch die Einsparungen beim Stromverbrauch im Betrieb. Auch die Anschaffungskosten kompensieren sich rasch.

Aufgepasst heißt es bei neuen Sonderfunktionen. Diese fressen unnötig Strom. So verbrauchen Geräte mit der No-Frost-Funktion wie auch solche mit einer Null-Grad-Zone mehr Energie als ein Gerät der gleichen Energieeffizienzklasse ohne diese Funktionen. Hinter der No-Frost-Funktion steckt eine Abtauautomatik. In diesen Geräten zirkuliert die Innenluft. Die Luftfeuchtigkeit setzt sich an einem Kondensator ab, der sich regelmäßig erwärmt und das angefrorene Wasser auftaut. Dieses fließt dann ab, das manuelle Auftauen entfällt. In Null-Grad-Zonen halten sich laut Herstellerangaben die Lebensmittel länger frisch.

Wichtig für den Kauf ist: Besser in die höheren Effizienzklassen investieren. Denn die Spitzengeräte der aktuellen Klasse A+++ verbrauchen nicht einmal halb so viel wie die schlechtesten Geräte innerhalb der Klasse A+. Das ist inzwischen auch die schlechteste Kategorie für neue Kühlschränke auf dem Markt. Bei Ware im Handel, die mit den tieferen Klassen bis D gekennzeichnet ist, handelt es sich noch um Modelle, die vor Juli 2012 produziert wurden.

Beim Gefrierschrank abwägen

Der vorzeitige Austausch eines rund zehn Jahre alten Gerätes amortisiert sich erst innerhalb von acht bis zehn Jahren durch die Stromersparnis. Das neue Modell sollte mindestens die Energieeffizienzklasse A++ haben, raten die Experten. In der Regel wird der Gefrierschrank nicht vor Ablauf der zehn Jahr kaputt gehen. Ein Austausch lohnt sich also nur, wenn man in die Anschaffungskosten investieren möchte.

Gefriertruhe spart Geld

Ein Tipp für alte wie auch neue Geräte: Der Stromverbrauch lässt sich senken, wenn man das Gefriergerät an einem kühlen Ort wie im Keller aufstellt. Je kühler es in der Umgebung ist, desto weniger Strom braucht das Gerät. Gefriertruhen sind sparsamer als -schränke: Bei gleichem Nutzinhalt und gleicher Effizienzklasse verbrauchen die Truhen rund zwölf Prozent weniger Strom.

Waschmaschine hält 15 Jahre

Eine durchschnittliche Maschine hält ungefähr 1840 Waschgänge. Man geht davon aus, dass das einem Zeitraum von 9 bis 15 Jahren entspricht. Ob sich der vorzeitige Austausch lohnt, muss jeder selbst ausrechnen. Das Forum Waschen bietet dafür ein Online-Tool an: forum-waschen.de/online-waschrechner.html. Hier muss man den Hinweis beachten, dass die Kosten einer neuen Waschmaschine im Rechner nicht berücksichtig werden. Die errechneten Mehrkosten beziehen sich rein auf Wasser und Strom.

Wer sich als nächstes eine Premium-Waschmaschine für um die 1000 Euro zulegen möchte, muss diese bis zur Amortisierung meist recht lange abnutzen. Dem Preis entsprechend sollte dann auch die Qualität sein. Und je größer die Familie, desto höher natürlich der Strom- und Wasserverbrauch. Generell gilt: Wer meist kalt oder bei niedrigeren Temperaturen wäscht, spart ebenfalls Geld.

Einen Extratipp gibt die HEA - Fachgemeinschaft für diejenigen, die ihre Wäsche in den Trockner geben: Beim Kauf einer Waschmaschine sollte man auf die sogenannte Schleuderwirkungsklasse achten. Sie gilt von A bis G. Je schlechter diese ist, desto feuchter ist die Wäsche nach dem Schleudern. Umso teurer wird der Durchlauf im Wäschetrockner.

Beim Wäschetrockner lohnt sich der Umstieg auf einen Kondenstrockner

Beim Wäschetrockner ist nach Ansicht der Öko-Experten die Anschaffung eines teureren Wäschetrockners der Klasse A+++ oder A++ sinnvoll. Denn die effizientesten Modelle haben eine Wärmepumpe, die Wärme aus der feuchten Luft zurückgewinnt und wieder zum Aufheizen verwendet. Das lässt bis zu 50 Prozent Strom einsparen. Für einen konventionellen Kondensationstrockner ist derzeit maximal die Klasse B möglich.

Spülmaschine hält 12 Jahre

Diese Geräte halten sich in der Regel zwölf Jahre bei angenommenen 280 Spülgängen pro Jahr. Ob sich der Austausch schon früher lohnt, kann individuell berechnet werden: Das Forum Waschen bietet auch hierzu online einen Verbrauchsrechner mit Vergleichswerten an: http://forum-waschen.de/online-geschirr-spuelrechner.html.

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