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Wie Sie den BuchsbaumzĂŒnsler erkennen und bekĂ€mpfen

Von dpa-tmn, t-online, sah, jb

Aktualisiert am 12.05.2022Lesedauer: 5 Min.
BuchsbaumzĂŒnsler: Die Raupen des BuchsbaumzĂŒnslers fressen BlĂ€tter und Triebe ab.
BuchsbaumzĂŒnsler: Die Raupen des BuchsbaumzĂŒnslers fressen BlĂ€tter und Triebe ab. (Quelle: VvoeVale/getty-images-bilder)
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Wenn am Buchsbaum nur noch ein braunes Gerippe ĂŒbrig ist, hat der BuchsbaumzĂŒnsler zugeschlagen. Der SchĂ€dling ruiniert die BĂ€ume in kurzer Zeit, wenn er nicht rechtzeitig gestoppt wird. Tipps, wie Sie den ZĂŒnsler erkennen und bekĂ€mpfen.

Das Wichtigste im Überblick


  • BuchsbaumzĂŒnsler bekĂ€mpfen
  • Hausmittel gegen den SchĂ€dling
  • Tipp: RĂŒckschnitt zum richtigen Zeitpunkt
  • Wie Sie den BuchsbaumzĂŒnsler erkennen
  • So können Sie vorbeugen
  • Alternativen zum Buchsbaum

BuchsbĂ€ume sind seit einigen Jahren einer Gefahr ausgesetzt, gegen die HobbygĂ€rtner nur dann eine Chance haben, wenn sie frĂŒhzeitig reagieren: Der BuchsbaumzĂŒnsler (Cydalima perspectalis). Der Kleinschmetterling, der vermutlich ĂŒber Warentransporte nach Europa gelangte, stammt aus Asien und kann sich in unseren Breitengraden ungehindert vermehren, weil er hier kaum natĂŒrliche Feinde hat.


BuchsbaumzĂŒnsler erkennen

BuchsbaumzĂŒnslerfalter: Wenn Sie einen solchen Falter in der NĂ€he Ihres Buchsbaums entdecken, ist Vorsicht geboten: Der BuchsbaumzĂŒnsler legt seine Eier bevorzugt in den Ă€ußeren BlĂ€ttern des Buchsbaum ab.
Raupe des BuchsbaumzĂŒnslers: Sie ernĂ€hrt sich von den BlĂ€ttern und auch der Rinde des Buchsbaums. Wenn Sie nicht rechtzeitig einschreiten, ist der komplette Baum bald kahl.
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BuchsbaumzĂŒnsler bekĂ€mpfen

BuchsbaumzĂŒnsler im Buchsbaum: Der SchĂ€dling frisst die beliebten BuchsbĂ€ume von innen her kahl.
BuchsbaumzĂŒnsler im Buchsbaum: Der SchĂ€dling frisst die beliebten BuchsbĂ€ume von innen her kahl. (Quelle: imago/Marius Schwarz)
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Zur BekĂ€mpfung des BuchsbaumzĂŒnslers können Sie Pflanzenschutzmittel verwenden – allerdings erst, wenn ein Befall klar erkennbar ist. Einzelne verdorrte BlĂ€tter oder trockene Äste allein sind noch kein Hinweis. Sie sollten auch Raupen, Fraßspuren und Kotreste finden.

Geeignet sind biologische Mittel auf Basis des Bakteriums Bacillus thuringiensis. Die BekĂ€mpfung mit Pflanzenschutzmitteln ist allerdings schwierig, da die Tiere sich zunĂ€chst im Inneren des Buchsbaums aufhalten. Ist die Pflanze groß und dicht belaubt, erreichen die Mittel sie oft nicht gut. Denn mit ihren dichten Gespinsten, also ihrem gesponnenen Gewebe, schĂŒtzen sich die Raupen.

Verteilen Sie die Pflanzenschutzmittel deshalb mit möglichst hohem Druck und in entsprechender Menge auf die BuchsbĂ€ume. Ein geeigneter Zeitpunkt dafĂŒr ist die zweite AprilhĂ€lfte, wenn die Raupen ihren Winterkokon verlassen haben. Ein weiteres Mal kann circa Mitte Juli gespritzt werden.

Eine Alternative ist der Einsatz von chemischen Mitteln auf Basis der Insektizide Lambda-Cyhalothrin aus der Gruppe der Pyrethroide. Das Fraß- und Kontaktgift ist jedoch schĂ€dlich fĂŒr Nutztiere wie Bienen.

Hausmittel gegen den SchÀdling

Wer lieber auf Chemie verzichten und die BuchsbaumzĂŒnsler auf natĂŒrlichem Weg loswerden möchte, kann zu einem effektiven Hausmittel greifen: Die Mischung aus einem halben Liter Wasser, drei bis vier Esslöffeln Essig, ein paar Spritzern Öl und SpĂŒlmittel. Dieses Gemisch auf die Pflanze sprĂŒhen und die abfallenden ZĂŒnsler aufsammeln.

Der BuchsbaumzĂŒnsler ist zwar giftig, stellt aber keine große Gefahr fĂŒr Mensch und Tier dar. Deshalb ist ein Befall Ihrer BuchsbĂ€ume auch nicht meldepflichtig. Mittlerweile haben auch Vögel, wie beispielsweise Spatzen, damit begonnen, die Raupen des BuchsbaumzĂŒnslers zu fressen.

Wie Sie Ihren Buchsbaum richtig dĂŒngen, schneiden und pflegen, lesen Sie in unseren Buchsbaum-Tipps.

BuchsbaumzĂŒnsler im Buchsbaum: Die Raupen können Sie entweder mithilfe von Gartenhandschuhen oder alten Servierzangen absammeln.
BuchsbaumzĂŒnsler im Buchsbaum: Die Raupen können Sie entweder mithilfe von Gartenhandschuhen oder alten Servierzangen absammeln. (Quelle: T-Online-bilder)

Tipp: RĂŒckschnitt zum richtigen Zeitpunkt

Manchmal hilft auch schon ein RĂŒckschnitt zum richtigen Zeitpunkt: Denn die Falter legen die Eier in den Ă€ußeren BlĂ€ttern des Buchsbaums ab und die Raupen ziehen sich erst nach dem ersten Fraß ins Innere der Pflanze zurĂŒck. Ein erster RĂŒckschnitt bietet sich meist Mitte April an. Dabei werden die Larven abgesammelt, die zwischen zwei BlĂ€ttern ĂŒberwintert haben und die Gespinste herausgeschnitten. Sie werden in einer fest verschlossenen TĂŒre ĂŒber den RestmĂŒll entsorgt. Ein weiterer Schnitt ist Mitte September gut.

Wenn Sie jedoch Ende Mai und Mitte August zur Schere greifen, mĂŒssen Sie vorsichtiger sein. Dann sind die Larven bereits ausgewachsen und können sich auch an abgeschnittenen Zweigen zu Faltern entwickeln. Daher sollten Sie die entfernten Triebe in eine TĂŒte packen und sie darin in den RestmĂŒll geben. Oder legen Sie die TĂŒte zuvor noch fĂŒr einige Tage in die Sonne.

Die Raupen können Sie entweder mithilfe von Gartenhandschuhen oder alten Servierzangen absammeln oder mit einem alten Staubsauger mit FugendĂŒse absaugen. Auch mit einem starken Wasserstrahl lassen sich die Raupen entfernen.

Wie Sie den BuchsbaumzĂŒnsler erkennen

Raupe des BuchsbaumzĂŒnslers: Sie fressen BlĂ€tter und Triebe ab.
Raupe des BuchsbaumzĂŒnslers: Sie fressen BlĂ€tter und Triebe ab. (Quelle: Andreas Vietmeier/Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen/dpa-tmn)

Die bis zu fĂŒnf Zentimeter langen Raupen sind gelbgrĂŒn bis dunkelgrĂŒn. Sie tragen schwarze und weiße Streifen und schwarze Flecken, der Kopf ist ebenfalls schwarz. Die SchĂ€dlinge sind allerdings nicht so leicht aufzuspĂŒren: Die Raupen des BuchsbaumzĂŒnslers fressen meist versteckt im Buschinnern. An BlĂ€ttern und Trieben bleiben aber Gespinste mit anhaftenden KotkrĂŒmeln zurĂŒck.

Entdecken Sie an einem Buchsbaum die Raupen des BuchsbaumzĂŒnslers, sollten Sie diese umgehend absammeln und entsorgen, denn der SchĂ€dling vermehrt sich rasch und kann schnell zur Plage werden, wenn Sie ihm keinen Einhalt gebieten. Es gibt zwei bis drei Generationen des BuchsbaumzĂŒnslers im Jahr.

Der ZĂŒnsler legt seine Eier bevorzugt in den BlĂ€ttern des Buchsbaumes ab. Das Blattwerk dient den jungen Raupen als Nahrung. ZunĂ€chst fressen die Schmetterlingslarven nur die oberste Schicht eines Blattes ab. Dadurch entstehen am Anfang nur helle Stellen. SpĂ€ter wird dann der Rest des Blattes vertilgt, sodass irgendwann nur noch Gerippe ĂŒbrig sind. Selbst vor der grĂŒnen Rinde des Buchsbaums machen die Vielfraße nicht halt.

Info
Durch einen Befall stirbt der Buchsbaum nicht. Die Raupe ziehen hÀufig, wenn die Pflanze kahl gefressen ist, weiter. Es gibt jedoch vereinzelte Gruppen, die vor Ort bleiben.

So können Sie vorbeugen

Um einen möglichen Befall und eine Plage des ZĂŒnslers zu vermeiden, können Sie PrĂ€ventivmaßnahmen treffen. Die besten Methoden zur Vorbeugung sind unter anderem:

  • RegelmĂ€ĂŸige Untersuchung der BuchsbaumblĂ€tter nach KotkrĂŒmeln, eingefressenen oder trockenen Stellen
  • FrĂŒhzeitige Entfernung von Raupen und Gespinsten
  • Einsatz von PflanzenstĂ€rkungsmitteln
  • Einsatz von Algenkalk
  • Einsatz von Lockstofffallen zur Ermittlung erster BuchsbaumschĂ€dlinge

Wichtig ist es, die erste Generation im FrĂŒhjahr abzusammeln. Es lohnt sich auch, den Buchsbaum im Winter auf einen Befall hin zu untersuchen, denn die Raupen ĂŒberwintern in Gespinsten, die zwischen den BlĂ€ttern gebildet wurden. Sobald Sie ein solches Gespinst im Buchsbaum oder einer Nische in der NĂ€he der Pflanze entdecken, schneiden Sie es sofort heraus. Nur dann kann die Ausbreitung der ZĂŒnsler gestoppt werden.

Alternativen zum Buchsbaum

Wenn Sie auf Ihrem GrundstĂŒck auf BuchsbĂ€ume verzichten möchten, bieten sich als Hecken- oder GrundstĂŒckspflanzen folgende Alternativen an:

  • BuchsblĂ€ttrige Berberitze (Berberis buxifolia): Durch seine dunklen, ledrigen BlĂ€tter Ă€hnelt die immergrĂŒne Heckenpflanze dem Buchsbaum. Sie wird etwa 60 Zentimeter hoch und ist sehr pflegeleicht. Beberitze wachsen sowohl an sonnigen Standorten als auch im Halbschatten. Sie mĂŒssen nur wenig gegossen werden. Der Boden ist im Idealfall nĂ€hrstoffarm und locker. Beberitze sind winterhart.
  • Eibe (Taxus baccata): Zwar ist dieses Baum- oder auch StrauchgewĂ€chs sehr pflegeleicht und auch fĂŒr schattige Standorte geeignet, allerdings ist er sehr giftig. Die Eibe wĂ€chst nur langsam und muss daher selten geschnitten werden.
  • Heckenkirsche (Lonicera nitida): Das GeißblattgewĂ€chs ist vor allem wegen seines dichten Wuchses als immergrĂŒne Pflanze sehr beliebt. Die Heckenkirsche wĂ€chst sowohl an sonnigen als auch halbschattigen Standorten und ist darĂŒber hinaus sehr robust und pflegeleicht. Nur StaunĂ€sse vertrĂ€gt die Buchsbaumalternative nicht.
  • Japanische Stechpalme (Ilex crenata): Diese Heckenpflanze eignet sich aufgrund der starken Ähnlichkeit bei der Pflege als gute Alternative zum Buchsbaum. Die Heckenpflanze wird bis zu drei Meter hoch, ist pflegeleicht und frostresistent. Vermeiden sollten Sie allerdings StaunĂ€sse. Die Japanische Stechpalme ist schnittvertrĂ€glich.

Achtung
Die Verwechslungsgefahr zwischen dem Buchsbaum und den Ilex-Arten ist sehr hoch. HĂ€ufig werden Buchsbaumsorten als Ilex verkauft. Diese werden dann wiederum vom BuchsbaumzĂŒnsler befallen. Es gibt ein Erkennungsmerkmal, mit dem Sie beide Heckenpflanzen voneinander unterscheiden können: Die BlĂ€tter beim Buchsbaum liegen sich gegenĂŒber. Die BlĂ€tter bei den Ilex-Arten sind versetzt angeordnet.

  • Zwergliguster (Ligustrum vulgare Lodense): Ein sonniger oder halbschattiger Standort ist fĂŒr diese Heckenpflanze optimal geeignet. Allerdings werden Zwergliguster lediglich bis zu einem Meter hoch. Ihre kleinen, weißen BlĂŒten im Herbst sind dennoch ein schöner Farbtupfer im Sommer.
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Von Jennifer Buchholz
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