Sie sind hier: Home > Heim & Garten > Garten > Gartengestaltung > Gartenbeet >

Ideen für die Beeteinfassung: Von Holz bis Stein

Erst planen, dann verlegen  

Die richtige Beeteinfassung hält Unkraut in Schach

12.08.2018, 15:37 Uhr | dpa-tmn, jb

Ideen für die Beeteinfassung: Von Holz bis Stein. Eine Frau bei der Gartenarbeit: Kantensteine eignen sich für eine dekorative Beetumrandung. (Quelle: dpa)

Eine Frau bei der Gartenarbeit: Kantensteine eignen sich für eine dekorative Beetumrandung. (Quelle: dpa)

Wer seinen Garten möglichst abwechslungsreich gestalten möchte, legt neben einer monotonen Rasenfläche meist auch mehrere Beete und beispielsweise Gehölzecken an. Diese können allerdings ohne ausreichende Pflege schnell verwildern. Für mehr Ordnung sorgt eine Beeteinfassung. Diese hält nicht nur wuchsfreudigen Rasen, sondern auch Unkraut in Schach.

Die Wurzeln der Gräser wollen sich ausbreiten – je nach Sorte sogar sehr aggressiv, der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten in Berlin. Werden die Wurzeln des Rasens daran nicht gehindert, machen sie Zierpflanzen und Gemüse im Beet rasch Konkurrenz.

Beeteinfassung aus Edelstahl ist günstig

Den Übergang muss der Hobbygärtner daher mehrmals im Jahr mit einem gut geschärften Rasenkantenstecher oder einem Spaten formen und Übergewachsenes abstechen. Oder man legt Beeteinfassungen an. Seit einigen Jahren sind vor allem dünne Profile aus Edelstahl, verzinktem Stahl oder Aluminium beliebt. Sie sind sehr robust und vergleichsweise günstig.

ANZEIGE Beeteinfassungen bei Amazon kaufen

Beeteinfassungen aus Kunststoff sind weniger stabil

Preiswerter sind Einfassungsbänder aus Gummi, recyceltem Material oder Profile aus Kunststoff. "Sie sind weniger langlebig als Metall, werden bei der Gartenarbeit zum Beispiel mit dem Spaten oder dem Trimmer leicht beschädigt und bei Frost unter Umständen brüchig", erklärt der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten. Sind die Elemente beschädigt, kann man sich daran verletzen. Aber Hobbygärtner können auch kreativ sein: Dachziegel etwa lassen sich zweckentfremden und in die Erde setzen.

Kanten zum Einschlagen sind am praktischsten

Nicht alle Beeteinfassungen lassen sich leicht verarbeiten. Einige Systeme können auch eingeschlagen werden. Das ist allerdings nur sinnvoll, wenn keine Steine oder Gehölzwurzeln im Weg sind. Bei Elementen mit gewölbten Kanten muss um das Beet herum ein Graben ausgehoben werden, um sie zu befestigen.

Tief eingegrabene Beeteinfassungen behindern das Unkraut

Üblicherweise kommen die Einfassungen etwa 20 Zentimeter tief in den Boden. So versperren sie nicht nur den meisten Graswurzeln, sondern auch wüchsigen Flachwurzlern wie vielen Minzearten, dem Ranunkelstrauch sowie einigen Wurzelunkräutern den Weg. Bei anderen Pflanzen versagt die Beeteinfassung aber, beispielsweise beim Bambus. Für ihn empfehlen Experten eine spezielle Rhizomsperre aus HDPE (Hochdruck-Polyethylen).

Viele Pflanzen wuchern nicht nur unter-, sondern auch oberirdisch. Damit Bodendecker und niedrige Stauden nicht in den Rasen hängen und abgemäht werden oder Gräser nicht oberirdisch ins Beet gelangen, sollten die Kanten der Einfassung einige Zentimeter aus dem Boden ragen. Je nach Material sieht das aber nicht allzu schön aus, außerdem ist eine scharfe Kante eine Stolperfalle.

Rasenmähen ist mühsam

Und die Grasspur entlang der Kante wird nicht vom Rasenmäher erreicht. Einige Mäher haben eine Kämmkante, die den Rasen beim Mähen leicht nach innen zieht. Ist diese Kämmkante nicht vorhanden, müssen die hoch stehenden Kante mit einem Akkuschneider oder einem Rasentrimmer korrigiert werden. Das ist auch das Problem bei Beeteinfassungen, die bewusst zu sehen sein sollen, etwa Elemente aus Gusseisen, knöchelhohe Holzpalisaden und Mini-Weidenzäune.

Beeteinfassungen zwischen Blumenrabatten soll schön aussehen

Aber es gibt nicht nur Grenzlinien zum Rasen. Zur Einfassung für Blumenbeete werden häufig bis zu 20 Zentimeter hohe Elemente aus Weidengeflecht, Gusseisen oder Edelstahl genutzt . Sie sorgen dafür, dass sich Stauden nicht weiter ausbreiten.

Innerhalb eines Gemüsegartens, als Rahmen fürs Kräuterbeet oder entlang eines Gartenweges oder der Terrasse werden die niedrigen, zaunartigen Begrenzungen ebenfalls gerne verwendet. Als Wurzelsperre für Unkraut oder Rasen eignen sich die Zierumrandungen allerdings nicht.

Bündig verlegte Steine erleichtern das Rasenmähen

Einfassungen aus Stein erfüllen vor allem eine gestalterische Funktion: Sie schaffen klare Strukturen. "Bei der Materialwahl sollte man sich an bereits vorhandenen Materialien von Gartenwegen, Terrasse oder Wohngebäude orientieren", rät der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL).


Naturstein, Granit, Klinker, Backstein oder Betonsteine werden zehn bis 20 Zentimetern breit in einem Kiesbett oder in Magerbeton bündig mit dem Erdreich verlegt. Auf diesem Steinrand kann ein Rad des Rasenmähers fahren.

Vorher planen, dann erst verlegen

Wer den Gartenbereich mit Einfassungen erneuern will, sollte vorher ein Konzept für die Gartengestaltung erstellen. Wenn Sie viele kleine Beete zu größeren Flächen zusammenlegen, wird nicht nur die Gesamtlänge der Einfassungen, sondern auch der Pflegeaufwand verringert – denn jede Einfassung muss regelmäßig gesäubert und bei Bedarf ausgebessert werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • eigene Recherche

Ihre Meinung zählt!

Wir freuen uns auf angeregte und faire Diskussionen zu diesem Artikel.
Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

Live-Diskussion öffnen (0 Kommentare)

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal