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Japanischer Ahorn: Wie groß wird der winterharte Strauch?

dpa-tmn, t-online, tl

Aktualisiert am 10.05.2022Lesedauer: 5 Min.
Japanischer Ahorn (Acer japonicum): Im SpÀtherbst legt sich Raureif auf die BlÀtter.
Japanischer Ahorn (Acer japonicum): Im SpĂ€therbst legt sich Raureif auf die BlĂ€tter. (Quelle: Hans-GĂŒnther Oed/imago-images-bilder)
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Er punktet vor allem mit Form und Farbe seiner BlĂ€tter: der Japanische Ahorn. Das macht ihn als SolitĂ€r im Vorgarten zum Hingucker. Einige Zwergformen sind zudem fĂŒr den Steingarten geeignet. Das sollten Sie beachten.

Das Wichtigste im Überblick


Wird er gut gepflegt, zeigt sich der Japanische Ahorn (Acer japonicum) im Herbst in den schönsten Farben: Je nach Sorte nehmen die BlĂ€tter des Laubgehölzes ein tiefes Dunkelrot (burgunderfarben), ein warmes Orange oder ein sattes Honiggelb an. DafĂŒr stellt der zur Familie der SeifenbaumgewĂ€chse (Sapindaceae) gehörende Baum aber AnsprĂŒche an seine Pflege.


Der imposante Laubbaum Ahorn

Spitzahorn im Herbst
Japanischer Ahorn im Zen-Garten
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Herkunft und Verbreitung

Wie der Name vermuten lĂ€sst, stammt der kleine Baum ursprĂŒnglich aus Japan. Besonders auf Honshu und Hokkaido, den beiden grĂ¶ĂŸten Inseln Japans, ist der Japanische Ahorn verbreitet. Aber auch in Korea und China ist er heimisch. In Europa wurde der Strauch anfangs in Park- und Gartenanlagen kultiviert. Inzwischen sieht man ihn hierzulande auch in vielen PrivatgĂ€rten, zum Beispiel im Zen-Garten. Erfahren Sie hier, wie Sie ihn anlegen und was er bedeutet.

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Standort und Boden

Der nur langsam wachsende Japanische Ahorn mag im Garten einen geschĂŒtzten und warmen Standort. Steht er sonnig, fĂ€rbt sich sein Laub noch intensiver. Zudem bevorzugt der winterharte Strauch einen durchlĂ€ssigen, humosen Gartenboden.

Unser Tipp
Auch in großen KĂŒbeln auf Balkon, Terrasse oder Dachgarten fĂŒhlt sich der Japanische Ahorn wohl.

Gießen: RegelmĂ€ĂŸig im Sommer

In trockenen Sommern sollte der kleine Baum regelmĂ€ĂŸig gegossen werden. StaunĂ€sse ist aber zu vermeiden. Gießen Sie am besten nur kleine Mengen, jeweils morgens oder abends, bei großer Hitze auch zweimal am Tag. Gießwasser sollte stets unmittelbar in den Erdbereich unter der Baumkrone (Wurzelscheibe) fließen.

DĂŒngen: Einmal im FrĂŒhling

Lediglich einmal im FrĂŒhling, im April oder Mai, sollten Sie die Pflanze mit LangzeitdĂŒnger versorgen. Die enthaltenen NĂ€hrstoffe reichen dann fĂŒr das ganze Jahr. Wer sichergehen will, dass sein Japanischer Ahorn den Winter ĂŒbersteht, kann ihn im Herbst auch noch mit Patentkali – ein Kalium-SpezialdĂŒnger mit viel Magnesium und Schwefel – dĂŒngen.

Pflege: KĂŒbelpflanze

Wenn Sie das BĂ€umchen im KĂŒbel halten, ist eine besondere Pflege ratsam. Optimal ist ein eher flacher und breiter Topf mit mindestens 20 Litern Fassungsvermögen. Um StaunĂ€sse zu vermeiden, sollten Sie eine gute Drainage im unteren KĂŒbelboden anlegen. Austrocknung beugt oben eine Schicht aus Rindenmulch vor. Nach etwa fĂŒnf Jahren empfiehlt es sich, den Ahorn in ein grĂ¶ĂŸeres GefĂ€ĂŸ zu pflanzen.

Schneiden: Nur auslichten

Der Japanische Ahorn sollte nur geringfĂŒgig geschnitten werden. Dazu zĂ€hlt zum Beispiel das Entfernen toter Äste oder abgestorbener Triebspitzen. Zudem empfehlen Experten, wenn ĂŒberhaupt, nur bei starkwĂŒchsigen Sorten die Triebspitzen ĂŒber einer Knospe etwas einzukĂŒrzen. Der richtige Schnittzeitpunkt ist hier im Juni oder Juli.

Wichtig: In den Wintermonaten wird der Strauch generell nicht beschnitten.

Pflanz-Tipps: Kompost ist wichtig

Die optimale Pflanzzeit fĂŒr den Flachwurzler ist der FrĂŒhling. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) rĂ€t vor dem Pflanzen, den Wurzelballen etwas auseinander zu ziehen und eventuell vorhandene Drehwurzeln, die sich am Boden des Topfes bilden können, abzuschneiden. FĂŒr ausreichend NĂ€hrstoffe am besten reichlich Kompost und Gesteinsmehl in die Grube geben. Die OberflĂ€che der Wurzelscheibe sollte nach dem Setzen knapp unterhalb des Bodenniveaus liegen. Ganz wichtig: Nach dem Pflanzen ausreichend wĂ€ssern, damit der Baum schnell neue Wurzeln bildet.

Arten, Sorten, GrĂ¶ĂŸen

Man unterscheidet die Zierahorn-Arten Japanischer Ahorn (Acer japonicum), FĂ€cherahorn (Acer palmatum) und Shirasawas FĂ€cherahorn (Acer shirasawanum). Zwischen 400 und 500 Sorten gibt es. Das sind die hierzulande beliebtesten:

  • Acer japonicum 'Aconitifolium'
    Auch als Japanischer Feuerahorn oder EisenhutblĂ€ttriger Ahorn bekannt. Punktet mit leuchtend orange bis rotem Herbstlaub. Erreicht eine Höhe von drei bis fĂŒnf Metern.
  • Acer palmatum 'Osakazuki'
    Diese Sorte des FÀcherahorns trÀgt im Herbst von dunkelorange bis leuchtend rot gefÀrbte BlÀtter. Wird zwei bis drei Meter hoch.
  • Acer palmatum 'Trompenburg'
    Sein Laub ist purpurrot und fÀrbt sich im Herbst in ein helleres Rot. In zehn Jahren kann die Sorte 'Trompenburg' eine Höhe zwischen 1,80 und 2,20 Meter erreichen.
  • Acer palmatum 'Sangokaku'
    Ist auch als Korallenrindenahorn bekannt, weil seine leuchtend rote Rinde auch im Winter ein Blickfang ist. Wird vier bis sechs Meter hoch.
  • Acer japonicum 'Vitifolium'
    Das großblĂ€ttrige Laub zeigt sich im Herbst in einer Mischung aus Gelb, Orange und Rot. Kann bis zu fĂŒnf Meter hoch werden.

Die Sorte Acer palmatum 'Kamagata' gehört dagegen zu den Zwergformen. Sie passt mit einer Höhe von 50 bis 100 Zentimetern optimal in Stein- und MiniaturgĂ€rten. Und die bonsaiartige Zwergsorte Acer palmatum 'Sharp's Pygmy' (60 bis 70 Zentimeter) ist bestens fĂŒr den PflanzkĂŒbel geeignet.

Vermehren: Samen oder Stecklinge

Der Japanische Ahorn kann einerseits ĂŒber Samen, andererseits ĂŒber Stecklinge vermehrt werden. Hier wie dort erfordert das allerdings etwas Geduld, bis der Strauch im Freien ausgepflanzt werden kann.

Aussaat-Methode

DafĂŒr sammeln und trocknen Sie die Samen des Ahorns im SpĂ€tsommer und FrĂŒhherbst. Sie entstehen aus den sich im April oder Mai öffnenden kleinen BlĂŒten, die sich spĂ€ter zu den vom großen Ahorn bekannten FruchtflĂŒgeln ("Propeller") entwickeln und auf den Erdboden segeln.

Pflanzen Sie die Samen (aus den trockenen FruchtflĂŒgeln) in ein flaches GefĂ€ĂŸ mit spezieller Anzuchterde und stellen Sie sie ĂŒber den Winter an einen geschĂŒtzten Ort im Freien. Halten Sie die Erde feucht und schĂŒtzen Sie das GefĂ€ĂŸ vor zu starkem Frost mit einer Stroh, Kokos- oder Rohrmatte. Im FrĂŒhjahr zeigen sich kleine SĂ€mlinge. Diese sollten in Töpfe gepflanzt, aber vor den Eisheiligen geschĂŒtzt werden. Im darauffolgenden FrĂŒhjahr können die kleinen Ahorne ins Freie gesetzt werden.

Steckling-Methode

Wie ein anderes Laubgehölz, die Forsythie, können Sie auch den Japanischen Ahorn mit Stecklingen vermehren. Hier bietet sich das spĂ€te FrĂŒhjahr oder der FrĂŒhsommer an. Gehen Sie wie folgt vor:

  • Schneiden Sie einen frischen Trieb mit einer LĂ€nge von etwa 15 bis 20 Zentimetern ab.
  • Achten Sie auf eine möglichst schrĂ€ge SchnittflĂ€che. So nimmt der Trieb spĂ€ter leichter Wasser auf.
  • Entfernen Sie von dem Trieb die meisten BlĂ€tter, sodass so wenig Wasser wie möglich ĂŒber das Laub verdunstet wird.
  • Stecken Sie den Trieb in einen Topf mit spezieller Anzuchterde oder direkt ins Freie.
  • Achten Sie darauf, dass der Trieb hell, warm, aber nicht in zu praller Sonne steht.

Unser Tipp
Der Japanische Ahorn wurzelt am besten, wenn die Erde immer leicht feucht ist. StaunÀsse gilt es aber zu vermeiden.

Krankheiten: Verticillium-Welke

Obgleich der Japanische Ahorn als relativ robust gilt, setzt die sogenannte Verticillium-Welke dem Strauch zu. Diese Krankheit wird durch Pilze im Boden verursacht, die sich ĂŒber die Wurzeln auf den ganzen Baum ausbreiten. Die BlĂ€tter erschlaffen und die Zweige sterben ab. Die schlechte Nachricht: Weder ein pilztötendes Pflanzenschutzmittel, noch ein großzĂŒgiger RĂŒckschnitt können den Baum bei einem Befall noch retten.

Björn Ehsen, GĂ€rtnerischer Leiter im Park der GĂ€rten in Bad Zwischenahn, rĂ€t Gartenbesitzern vorzubeugen: Er empfiehlt, bereits beim Pflanzen auf einen optimalen Standort zu achten und den Erdboden gut vorzubereiten. Aber: "An Verticillium-verseuchten Standorten sollten sicherheitshalber keine FĂ€cherahorne nachgepflanzt werden." Selbst dann nicht, wenn der Boden großzĂŒgig ausgetauscht wird. Das gilt auch fĂŒr den Japanischen Ahorn.

Braune BlÀtter: Was ist zu tun?

Bekommt Ihr Japanischer Ahorn braune BlĂ€tter oder braune Blattspitzen, kann es sein, dass er zu feucht steht oder StaunĂ€sse ausgesetzt ist. Sowohl im Freiland als auch im KĂŒbel sollten Sie deshalb darauf achten, dass sich kein Wasser im Boden sammelt. Ein anderer Grund fĂŒr braune BlĂ€tter kann im Sommer lang anhaltende Trockenheit und Hitze sein, die der Baum nicht vertrĂ€gt. Hier sollte er regelmĂ€ĂŸig gewĂ€ssert werden.

Weitere Artikel


Pflanzen-Steckbrief

Japanischer Ahorn (Acer japonicum)
Standort warm, sonnig, geschĂŒtzt
Boden durchlÀssig, humos
Gießen regelmĂ€ĂŸig im Sommer, keine StaunĂ€sse
DĂŒngen 1-mal jĂ€hrlich (FrĂŒhjahr)
Pflege (KĂŒbel) mindestens 20 Liter, Drainage, Rindenmulch
Schneiden nur auslichten (Juni/Juli)
Pflanzzeit FrĂŒhling
Vermehren Samen, Stecklinge
Krankheiten Verticillium-Welke
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