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Hokkaido: Kürbis mit Schale essen?


Kann man beim Hokkaido die Schale mitessen?

Von t-online, sah, hs

Aktualisiert am 07.10.2023Lesedauer: 4 Min.
Hokkaido: Kürbisse sind teilweise schwer zu knacken.Vergrößern des BildesHokkaido: Kürbisse sind teilweise schwer zu knacken. (Quelle: MelanieMaier/getty-images-bilder)
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Vielseitig und schmackhaft: Der Hokkaidokürbis kann auf verschiedene Weisen zubereitet werden. Aber ist er auch roh genießbar? Und muss die Schale ab?

Der Hokkaidokürbis hat einen relativ schwachen Eigengeschmack. Deshalb ist er vielfältig einsetzbar: Das Fruchtfleisch lässt sich mit zahlreichen Obst- und Gemüsearten, Gewürzen und anderen Zutaten kombinieren.

Woher hat der Hokkaidokürbis seinen Namen?

Der Hokkaido, auch 'Uchiki kuri' genannt, ist eine Kürbisart wie auch Zucchini, Melone und Salatgurke. Er stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, wo ihn indigene Stämme schon vor Jahrtausenden kultiviert haben. Seit dem 16. Jahrhundert wird er in vielen Teilen der Welt angebaut.

Auf die japanische Insel Hokkaido gelangte der ursprüngliche Kürbis erst im 19. Jahrhundert: US-Amerikaner brachten eine Sorte Riesenkürbisse ins ferne Asien und züchteten dort den kleineren Hokkaidokürbis.

Kann man den Hokkaidokürbis mit Schale essen?

Kürbisse sind teilweise schwer zu knacken und das Schälen der Schale kann ganz schön aufwendig sein. Einfacher ist die Verarbeitung, wenn Sie den Kürbis waschen, aber sonst unbearbeitet in den Backofen schieben. Bei 150 Grad sollte das Fruchtfleisch nach 30 bis 40 Minuten geschmeidig sein, sodass sich die Schale leicht ablösen lässt.

Bei einigen Sorten wie dem Hokkaidokürbis (Cucurbita maxima) können Sie die Schale aber auch mitessen. Wer mag, kann ihn zwar schälen, das ist aber nicht notwendig. Denn der Verzehr der Schale ist nicht nur unbedenklich, sie wird beim Garen auch noch ebenso weich wie das Fruchtfleisch.

Trotz seiner orangen Farbe hat das Fruchtfleisch von Hokkaidokürbissen manchmal auch grüne Stellen. Das ist aber kein Problem: Eine grünliche Schale können Sie bedenkenlos mitessen. Und auch die Kürbissorten Butternut- oder Muskatkürbis können Sie mit der Schale verzehren.

Tipp: Anders sieht das bei Tomaten und Kartoffeln aus. Hier sollten Sie grüne Stellen lieber nicht mitessen, da der darin enthaltene Stoff Solanin zu Vergiftungen führen kann.

Kann ich Hokkaidokürbisse roh essen?

Hokkaidokürbis können Sie auch roh essen. Besonders gut schmeckt er dünn geschnitten in Salaten. Achten Sie jedoch darauf, dass es sich um einen Speisekürbis handelt und nicht um einen Zier- oder Wildkürbis, der Cucurbitacin enthalten kann. Der Bitterstoff kann in größeren Mengen zu einer Lebensmittelvergiftung führen.

Machen Sie am besten einen Geschmackstest, bevor Sie den Kürbis zubereiten. Schmeckt er bitter, dann essen Sie ihn besser nicht roh.

Übrigens: Lassen Sie auch die Finger von bitteren Zucchini. Das Gemüse ist auch ein Kürbisgewächs und kann ebenfalls Cucurbitacin enthalten.

Hokkaidokürbis: Nährwerte

Hokkaidokürbisse enthalten von allen Kürbissen die meisten Nährstoffe und sind sehr vitaminreich. Außerdem unterscheiden sie sich von anderen Kürbissorten durch ihren hohen Stärkeanteil von 55 Prozent.

Generell enthalten Kürbisse viele Mineralstoffe wie Kalium und Eisen und außerdem Beta-Carotin, das der Körper in Vitamin A umwandeln kann.

Der Tabelle entnehmen Sie die Nährwertangaben pro 100 g Kürbis:

Inhaltsstoff Menge
Eiweiß 1,5 g
Fett 0 g
Kohlenhydrate 5 g
Kilokalorien ca. 25

Tipps für den Einkauf: Reifen Hokkaidokürbis erkennen

Wann ist ein Kürbis reif? Das lässt sich beim Einkaufen leicht erkennen. Eine Möglichkeit ist der Klopftest. Klingt der Kürbis hohl, dann ist er reif. Sie können auch am Stielansatz riechen. Ein reifer Kürbis hat immer den für seine Sorte charakteristischen Geruch. Wenn Sie nichts riechen, dann ist der Kürbis wahrscheinlich noch nicht reif.

Hokkaidokürbis richtig lagern

Bei Zimmertemperatur können Sie einen Hokkaidokürbis an einem trockenen Ort mehrere Tage lang lagern, ohne dass er verdirbt. Im kühlen Keller oder im Kühlschrank kann er sich auch mehrere Wochen halten.

Wickeln Sie aufgeschnittene Kürbisse am besten in Folie ein und lagern Sie sie dann im Kühlschrank. Dort halten sie sich bis zu drei Tage.

Tipp: Achten Sie beim Kauf auf einen unversehrten Stielansatz. Schäden am Stiel können dazu führen, dass der Kürbis schneller schlecht wird.

Der richtige Zeitpunkt zum Anpflanzen und Ernten

Der Hokkaidokürbis ist gut für das deutsche Klima geeignet und gedeiht auch im eigenen Garten. Säen Sie die Samen am besten im Mai auf einer mit Kompost gedüngten Fläche aus.

Hokkaidokürbisse bleiben möglichst bis zu ihrer vollständigen Reife im Beet. Der richtige Zeitpunkt für ihre Ernte ist Ende August oder Anfang September – in jedem Fall vor dem ersten Frost. Schneiden Sie den Kürbis oberhalb des Stielansatzes mit einer Gartenschere oder einem scharfen Messer ab. Achten Sie dabei darauf, den Stielansatz nicht zu beschädigen, da der Kürbis dort sonst schnell faulen kann.

Rezepte für Kürbissuppen

Aufgrund seiner mehligen Konsistenz eignet sich der Hokkaidokürbis wunderbar für eine cremige Kürbissuppe. Eine große Rezeptesammlung für Kürbissuppen finden Sie hier.

Als Hauptzutat kann der Kürbis für Suppen auf der Basis von Brühe und Weißwein verwendet werden. Ein fruchtiges Süppchen ergibt Hokkaido, wenn er mit Birnen in Gemüsebrühe gegart, mit Weißwein abgelöscht und mit Sahne verfeinert wird.

Mögen Sie es lieber exotisch, bereiten Sie die Suppe stattdessen mit Kokosnussmilch zu. Sie benötigen für vier Portionen folgende Zutaten:

  • 1 Hokkaidokürbis
  • 1 gewürfelte Birne
  • 200 ml Kokosnussmilch
  • etwas gehackten Ingwer
  • etwas Currypaste
  • 2 fein gehackte Knoblauchzehen
  • 1/2 fein gehackte Zwiebel
  • 1-2 TL Gemüsebrühe (Pulver)
  • Salz, Pfeffer
  • Öl

Zubereitung:

  1. Braten Sie zuerst die Birnenwürfel und die gehackte Zwiebel mit etwas Öl in einem beschichteten Topf an.
  2. Halbieren Sie in der Zwischenzeit den Kürbis, entfernen Sie die Kerne und schneiden Sie das Fleisch in Würfel.
  3. Geben Sie das Kürbisfleisch mit Ingwer, Curry und einer Knoblauchzehe in den Topf, rösten Sie alles an und füllen Sie es mit etwa einem Liter heißer Gemüsebrühe auf.
  4. Geben Sie nun Salz und Pfeffer dazu und lassen Sie alles etwa 15 Minuten kochen, bis der Kürbis weich ist.
  5. Schmecken Sie die Suppe anschließend nochmals mit Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer ab, geben Sie Kokosmilch dazu und pürieren Sie alles mit einem Stabmixer zu einer cremigen Suppe.

Guten Appetit!

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • bzfe.de: "Kürbisse"
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