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Wie Sie Ihren Backofen ohne nerviges Schrubben reinigen

Von t-online, jb

Aktualisiert am 16.09.2021Lesedauer: 5 Min.
Einfache Mittel, große Wirkung: So bekommen Sie Ihren Backofen auch ohne Spezialreiniger sauber. (Quelle: Bitprojects)
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Wer den Backofen reinigen will, bekommt es mit eingebrannten Speiseresten zu tun, die sich als hartnĂ€ckige Verkrustungen festgesetzt haben. Einen so verschmutzen Backofen zu reinigen, ist harte Arbeit – mit den richtigen Mitteln aber möglich.

Das Wichtigste im Überblick


Am besten gewöhnen Sie sich an, den Backofen immer gleich nach dem Kochen, Backen und Braten mit heißem Wasser und etwas SpĂŒlmittel zu reinigen. Denn dann sind Fettspritzer und Essensreste noch nicht eingebrannt und lassen sich leicht entfernen. Sind die Verkrustungen jedoch schon hartnĂ€ckig, helfen Hausmittel weiter.

Bevor Sie jedoch beginnen, sollten Sie alle losen und herausnehmbaren Teile entfernen.

Backofen in fĂŒnf Minuten ohne Schrubben reinigen

Wer keine Lust oder Zeit hat, seinen Backofen mĂŒhsam zu reinigen, kann auf die wirkungsvolle Kombination von Backsoda und Essig setzen. (Den Trick sehen Sie auch oben im Video oder hier.)

Geben Sie mehrere Esslöffel Backsoda in einen Topf. VerdĂŒnnen Sie 50 Milliliter (ml) Essigessenz mit 200 Millilitern (ml) warmem Wasser in einem kleinen Glas und gießen Sie etwas hiervon zu dem Backpulver. VerrĂŒhren Sie alles mit einem Löffeln

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Tipp
Die Mischung sollte weder zu dĂŒnn noch zu fest sein. Bei Bedarf können Sie auch etwas mehr Wasser sowie Essig hinzufĂŒgen. Wichtig ist, dass das VerhĂ€ltnis zwischen den FlĂŒssigkeiten 1:4 (Essig zu Wasser) betrĂ€gt.

Tragen Sie die Essig-Backsoda-Mischung mit einem Schwamm auf die Verschmutzungen im Ofen auf. Anschließend sollte alles etwa 60 Minuten einwirken. Stellen Sie anschließend den Topf mit der ĂŒbrigen ReinigungsflĂŒssigkeit auf die mittlere Schiene. Schließen Sie die BackofentĂŒr und schalten Sie das GerĂ€t auf 100Âș Celsius Heißluft oder Umluft ein. Nach 60 Minuten können Sie den Ofen ausschalten.

Nachdem der Innenraum ausreichend abgekĂŒhlt ist, können Sie die Reinigungsmasse mit den Verschmutzungen mit einem feuchten Schwamm entfernen. Anschließend sollten Sie den Innenraum des Backofens noch einmal mit einem weichen Tuch und klarem Wasser auswischen.

Essig bringt Ofen auf Hochglanz

Auch einzeln wirkt Essig wahre Wunder bei der Backofenreinigung. VerdĂŒnnen Sie Essigessenz mit Wasser im VerhĂ€ltnis 1:1 oder 1:2 – je nach Verschmutzungsgrad etwas stĂ€rker oder schwĂ€cher. Geben Sie die Mischung in eine SchĂŒssel und stellen Sie diese auf den Backofenboden. Schalten Sie den Backofen auf 150 Grad und warten Sie rund 45 Minuten. Anschließend können Sie den Ofen ausschalten, die SchĂŒssel herausnehmen und dann mit einem feuchten Tuch den Innenraum des Backofens auswischen.

BackofentĂŒr bequem mit Rasierschaum reinigen

Mit Rasierschaum lassen sich Boden, BackofentĂŒr und SeitenwĂ€nde des Backofens leicht reinigen. Einfach einsprĂŒhen, einige Zeit einwirken lassen und mit klarem Wasser auswischen. Bei Bedarf wiederholen und anschließend den Ofen einmal ohne Lebensmittel erhitzen. Das vertreibt den Geruch.

Waschpulver reinigt Ofen ĂŒber Nacht

Waschpulver oder pulvriger Geschirrreiniger: Eine dĂŒnne Schicht auf den Boden des Ofens streuen und zwei Lagen feuchtes KĂŒchenrollenpapier auflegen. SpĂŒlmaschinenpulver ĂŒber Nacht einwirken lassen und am nĂ€chsten Tag Schmutz und ReinigungstĂŒcher entfernen. Mit klarem Wasser und einem Putzlappen grĂŒndlich nachwischen.

Allzweckmittel Salz entfernt hartnÀckige Verkrustungen im Ofen

Mit dem Hausmittel Salz können Sie Ihren Ofen bequem reinigen. Wischen Sie den Backofen feucht aus und bestreuen Sie die Verkrustungen und Flecken großzĂŒgig mit Salz. Dabei muss eine weiße Schicht entstehen. Nun den Backofen auf 50Âș Celsius einstellen und so lange erhitzen, bis das Salz braun wird. Das kann einige Zeit dauern. Danach den Ofen abkĂŒhlen lassen, bis er noch handwarm ist. Das Salz am besten herausfegen (nicht auf der OberflĂ€che verreiben!) und die Backröhre mit einem feuchten Tuch auswischen. Dieser Trick funktioniert auch bei Backblechen mit Verkrustungen.

Backofen mit Dampfreiniger und Zitrone reinigen

Grillrost auf der untersten Schiene einschieben und eine mit Wasser gefĂŒllte Schale darauf stellen. In das Wasser presst man mehrere Zitronen aus und legt die HĂ€lften mit hinein. Danach den Ofen auf 200Âș Celsius erhitzen. Der heiße Wasserdampf und die sĂ€urehaltigen Essenzen des Zitronensafts lösen Fett und Krusten ab. Anschließend den noch handwarmen Ofen feucht auswischen.

Multitalent Backpulver reinigt Backofen im Handumdrehen

Backpulver ist das Multitalent unter den Hausmitteln schlechthin: Eine Paste aus Backpulver und Wasser herstellen und auf die Verschmutzungen geben. Einige Zeit lang einwirken lassen, dann alles auswischen.

Natron wirkt besser als Backpulver

Ähnlich wie das Backpulver funktioniert auch einfaches Natron. Es wirkt sogar noch besser als das Backpulver, da der Backtriebmittel neben Natron noch andere Bestandteile enthĂ€lt. Pures Natron ist also effektiver als Backpulver.

Soda bringt den Ofen zum GlÀnzen

Auch eine Soda-Lauge hat sich bewĂ€hrt. DafĂŒr mischt man am besten etwa ein Esslöffel Waschsoda mit einem Liter Wasser und fĂŒllt diese Lösung in eine SprĂŒhflasche. Damit den Backofen einsprĂŒhen und einweichen lassen.

Chemischer Backofenreiniger fĂŒr die Reinigung des Backofens

Neben den bewĂ€hrten Hausmitteln gibt es chemische Backofenreiniger, die in jedem Drogeriemarkt, Supermarkt oder Baumarkt zu finden sind. Dieses Reinigungsmittel wird auf eingebrannte Essensreste im Backofen gesprĂŒht. Nach einer bestimmten Einwirkzeit werden die Schmutzreste entfernt. Dabei sollten Sie auf reichlich klares Wasser zurĂŒckgreifen, um zu verhindern, dass im Anschluss Essen mit dem chemischen Backofenreiniger in BerĂŒhrung kommt. Vergewissern Sie sich vor der Backofenreinigung, dass der Reiniger fĂŒr Ihren Ofen geeignet ist. Je nach Art der Verschmutzung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und passende Backofenreiniger.

Backofen mit Selbstreinigungsfunktion

Es geht aber auch noch einfacher: Immer mehr GerĂ€te haben eine Selbstreinigungsfunktion. Man unterscheidet zwischen zwei Verfahren: der katalytischen Selbstreinigung und der Pyrolyse. Backöfen mit einer katalytischen Selbstreinigung besitzen im Inneren eine besondere Beschichtung, in die Katalysatoren eingelassen sind. Diese wandeln wĂ€hrend des Garens Fettspritzer und andere Verschmutzungen in Wasser und Kohlendioxid um. Der Backofen muss danach nur noch mit einem feuchten Tuch und etwas SpĂŒlmittel ausgewischt werden. Backofensprays, Scheuermilch oder -schwĂ€mme dĂŒrfen nicht auf die Beschichtung kommen.

Die Pyrolyse setzt auf Hitze: Der Backofen erhitzt seinen Innenraum auf 500Âș Celsius und zersetzt Schmutz, der sich hartnĂ€ckig eingebrannt hat. Allerdings verbraucht diese Art der Reinigung viel Energie. Im Schnitt kostet eine Pyrolyse-Reinigung je nach Dauer bis zu zwei Euro an Stromkosten.

Das mĂŒssen Sie bei der Pyrolyse beachten

Experten raten, das Verfahren nur anzuwenden, wenn der Backofen stark verschmutzt ist. Bevor die Selbstreinigung aktiviert wird, mĂŒssen der lose Schmutz im Ofen sowie Backbleche und Backroste entfernt werden. WĂ€hrend das Reinigungsprogramm lĂ€uft, lĂ€sst sich der Backofen nicht öffnen – das wĂ€re zu gefĂ€hrlich. Zwei bis drei Stunden spĂ€ter ist der Schmutz zu Asche zerfallen.

Die verschwelten Überreste lassen sich mit einem feuchten Tuch wegwischen. Wichtig ist, dass Sie nach der Pyrolyse-Reinigung gut lĂŒften. Denn bei dem Vorgang entsteht eine Mischung aus chemischen Stoffen. Das kann die Atemwege angreifen.

Vor der Herdreinigung auf das Material achten

Nicht alle Kochstellen können mit jeder Putzmethode gleichermaßen gereinigt werden. Die Materialien der OberflĂ€chen machen hier den Unterschied. Alte Herde beispielsweise haben meist eine emaillierte OberflĂ€che, die leicht zerkratzt. Sie vertrĂ€gt daher weder Stahl-Reinigungspads noch Scheuermilch. Selbst die raue OberflĂ€che des Haushaltsschwamms fĂŒhrt hier schon zur BeschĂ€digung der OberflĂ€che.

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Mit dem Cerankochfeld verhÀlt es sich Àhnlich. Stahlwolle und Scheuerpad haben hier ebenfalls nichts zu suchen.

So bereiten Sie den Herd zum Reinigen vor

Leicht geht das Putzen, wenn Sie Kleinteile vorher entfernen. Beim Gasherd lassen sich die Stahlabdeckungen und FlammenkrÀnze direkt an der Feuerstelle abmontieren. Auch die Bedienschalter können Sie hÀufig abziehen und so problemlos sÀubern. In der Backröhre ist es zum Teil sogar möglich, die seitlichen Roste und den Boden komplett zu entnehmen.

GrundsĂ€tzlich sollten Sie den Schmutz zunĂ€chst einweichen. Denn nur so können Sie Angebranntes von der OberflĂ€che lösen. FĂŒr alle losen Teile empfiehlt sich das vollstĂ€ndige Einweichen in verdĂŒnntem Essigreiniger ĂŒber mehrere Stunden. Danach ist die Reinigung mit SpĂŒlbĂŒrste und Lappen kein Problem.

Eingetrocknetes vom Herd mĂŒhelos entfernen

Eingetrocknetem Schmutz an den Herdplatten des Elektroherds und dem eingefassten Rand des Cerankochfelds können Sie nach dem Einweichen sehr gut mit einer ZahnbĂŒrste den Garaus machen. Braune Flecken und verkrustete BelĂ€ge lassen sich so problemlos entfernen.

FĂŒr die FlĂ€chen haben sich MikrofasertĂŒcher am besten bewĂ€hrt. Sie sind nicht nur besonders robust und damit fĂŒr das Scheuern und Schrubben geeignet, sondern lassen sich anschließend in der Waschmaschine wieder sauber waschen.

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Von Jennifer Buchholz
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