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Sonderkündigungsrecht gilt für bestimmte Wohnungen


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Diese Wohnungen kann der Vermieter grundlos kündigen

Von dpa
Aktualisiert am 28.08.2020Lesedauer: 2 Min.
Einfamilienhäuser: In bestimmten Fällen gilt hier ein Sonderkündigungsrecht für Vermieter.
Einfamilienhäuser: In bestimmten Fällen gilt hier ein Sonderkündigungsrecht für Vermieter. (Quelle: acilo/getty-images-bilder)
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Mietern kann eigentlich nur aus bestimmten Gründen gekündigt werden, etwa weil ein Eigentümer seine Immobilie selbst nutzen will. Es gibt aber auch Ausnahmen, die mit der Art des Gebäudes zu tun haben.

Mietern, die die Miete pünktlich zahlen und die Regeln des Mietvertrags einhalten, kann in der Regel nicht gekündigt werden. Von diesem Grundsatz gibt es aber nach Angaben des Deutschen Mieterbunds (DMB) eine Ausnahme.

Sonderkündigungsrecht für Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung

Wohnen Mieter und Vermieter unter einem Dach in einem Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung oder in einem Zweifamilienhaus, kann der Vermieter kündigen – und zwar ohne einen gesetzlich anerkannten Kündigungsgrund wie etwa Eigenbedarf, also praktisch grundlos.

Hintergrund dieses Sonderkündigungsrechts ist die besondere Wohnsituation von Mietern und Vermietern, die wegen der typischen Bauweise eines Ein- oder Zweifamilienhauses in enger Tuchfühlung zusammenleben. Selbst in größeren Gebäuden als Ein- und Zweifamilienhäusern kommt das Sonderkündigungsrecht in Betracht, wenn neben den beiden Wohnungen für Mieter und Vermieter noch Gewerberäume im Haus existieren.

Kein Sonderkündigungsrecht bei mehr als zwei Wohneinheiten

Hat der Mieter allerdings eine Wohnung in einem Haus mit drei Wohneinheiten angemietet, hat der Vermieter kein Sonderkündigungsrecht – auch dann nicht, wenn er zwei Wohnungen zu einer zusammenlegt oder eine Wohnung als Gewerbe- oder Büroraum nutzt, so der Mieterbund.

Mieter müssten in einem solchen Fall aber nicht sofort ausziehen: Beruft sich der Vermieter auf sein Sonderkündigungsrecht, verlängert sich seine Kündigungsfrist um drei Monate. Bei einer Mietdauer von bis zu fünf Jahren, hat der Vermieter dann beispielsweise eine Kündigungsfrist von sechs statt drei Monaten einzuhalten.

Außerdem können sich Mieter gegen die Kündigung des Vermieters noch mit Hilfe der sogenannten Sozialklausel wehren, indem sie sich auf Härtegründe wie Krankheit, hohes Alter, fehlender Ersatzwohnraum und anderes berufen. Dann muss im Zweifel das Gericht zwischen den berechtigten Interessen des Vermieters, wie sie im Kündigungsschreiben aufgeführt wurden, und denen des Mieters und seiner Familie abwägen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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