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Grüner Kaffee zum Abnehmen: Hilft er wirklich?

CF

Aktualisiert am 27.08.2015Lesedauer: 3 Min.
Aus ungerösteten Kaffeebohnen entsteht der grüne Kaffee, der beim Abnehmen helfen soll.
Aus ungerösteten Kaffeebohnen entsteht der grüne Kaffee, der beim Abnehmen helfen soll. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Grüner Kaffee ist ein Trend-Getränk aus den USA und soll angeblich beim Abnehmen helfen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis auch in Deutschland Diät-Willige der grünen Bohne verfallen. Entscheidend für die Wirkung soll die enthaltene Chlorogensäure sein. Aber was genau versteht man eigentlich unter grünem Kaffee?

Das Wichtigste im Überblick


  • Zubereitung von grünem Kaffee
  • Studie: Grüner Kaffee soll beim Abnehmen helfen
  • Fragwürdige Wirkung der Abnehmkapseln
  • Grüner Kaffee: Weitere gesundheitliche Einflüsse

Zubereitung von grünem Kaffee

Grüner Kaffee ist nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, das Ergebnis einer eigenen Anbausorte. Kaffeebohnen sind vor der Röstung entweder grün – wenn sie noch unreif sind – gelb, rot oder braun. Es handelt sich dabei also um nichts anderes als Rohkaffee. Da grüner Kaffee eher säuerlich im Geschmack ist, wird er normalerweise nicht als Heißgetränk verwendet. Stattdessen kommt hauptsächlich der Extrakt des grünen Kaffees zum Einsatz.

Das Nahrungsergänzungsmittel findet sich als Zusatz in Getränken oder Snacks. Teilweise ist grüner Kaffee auch in Beuteln erhältlich und lässt sich wie Tee aufgießen. Am häufigsten wird der Extrakt des grünen Kaffees jedoch in Kapseln abgefüllt. Diese sollen als Mittel gegen Übergewicht wirken.

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Studie: Grüner Kaffee soll beim Abnehmen helfen

Durch die regelmäßige Einnahme des konzentrierten Extrakts lassen sich dank des Inhaltsstoffs Chlorogensäure angeblich Körpergewicht und Körperfettanteil reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Scranton in Pennsylvania, USA, und des MVJ Medical College and Research Hospital in Bangalore, Indien.

Dabei nahmen jeweils acht übergewichtige Frauen und Männer im Alter von 22 bis 46 Jahren über einen Zeitraum von 22 Wochen regelmäßig Chlorogensäure-Kapseln zu sich. Sie erhielten sechs Wochen lang eine hohe Dosis (350 Milligramm dreimal täglich), sechs Wochen lang eine niedrige (350 Milligramm zweimal täglich) und weitere sechs Wochen lang ein Placebo. Die Reihenfolge, in der sich die Dosierung änderte, war zufällig. Dazwischen lagen jeweils zwei Wochen ohne Kapseln.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Das durchschnittliche Körpergewicht von 72 Kilo verringerte sich nach sechs Wochen hochdosierter Chlorogensäure um zwei Kilo und nach einer niedrigen Dosis um anderthalb. Nach dem Placebo jedoch gewannen die Teilnehmer sogar etwa 300 Gramm dazu. Der Körperfettanteil hat sich nach allen drei Behandlungen von etwa 26 auf etwa 25 Prozent reduziert: um 1,19 Prozent nach hohen Dosen, um 1,06 Prozent nach niedrigen und um 0,88 Prozent nach Placebos.

Fragwürdige Wirkung der Abnehmkapseln

Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl kann die Studie jedoch nicht als repräsentativ angesehen werden und wurde mittlerweile wegen Datenmanipulation widerrufen. Weitere kurzfristige Studien zeigen ebenfalls eine Gewichtsreduktion, sind aber nicht verlässlich. Forscher zeigen sich skeptisch, da die Ergebnisse stark voneinander abweichen und keine Langzeitstudien vorliegen.

Zum Beispiel wurde in einer US-amerikanischen Fernsehsendung zu Gesundheits-Themen ein ähnlicher Versuch angestrebt. Von etwa hundert Zuschauerinnen bekam eine Hälfte ein Placebo und die andere Hälfte ein Extrakt von grünem Kaffee. Nach zwei Wochen täglicher Einnahme verloren Letztere im Schnitt ein Kilo, die Kandidatinnen mit Placebo etwa 500 Gramm – jeweils ohne ihre Essgewohnheiten zu ändern. Da genaue Informationen zu dem Experiment nicht veröffentlicht wurden, ist unklar, ob die Ergebnisse statistisch signifikant sind.

Eine Studie mit Mäusen deutet sogar auf eine schädliche Wirkung der Chlorogensäure hin. Die Tiere bekamen zwölf Wochen lang eine fettreiche Ernährung. Die Hälfte, die ein Gramm Chlorogensäure pro Kilo Nahrung aß, nahm dabei genauso zu wie die Hälfte, die keine Säure verspeiste. Die Mäuse aus der ersten Gruppe wiesen danach jedoch Symptome auf, die unter anderem auf Diabetes und eine Fettleber hindeuten.

Egal, ob als Kapsel oder als grüner Kaffee zubereitet: Die Chlorogensäure allein wird wahrscheinlich keine Pfunde purzeln lassen, eher in Kombination mit einer Umstellungen des Lebensstils. Die Ernährungswissenschaftlerin Jutta Muth vom Europäischen Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaft zweifelt einen Zusammenhang von Kaffee und Abnehmen sogar generell an.

Grüner Kaffee: Weitere gesundheitliche Einflüsse

Die im grünen Kaffee enthaltene Chlorogensäure wirkt bereits im Darm. Dort vermindert sie die Aufnahme von Glucose ins Blut. Demnach kann das Trinken von grünem Kaffee nach den Mahlzeiten auf Dauer den Blutzucker-Spiegel senken. Langfristig könne man so Diabetes vorbeugen, so Dr. med. Alexander Michalzik auf seinem Gesundheitsportal für Naturheilkunde. Weiterhin sprechen Tier- und Zelluntersuchungen für einen Schutz des Erbgutes (DNA) sowie eine Risikoverminderung, an Morbus Alzheimer zu erkranken.

Ob das Trinken oder Einnehmen von grünem Kaffee beim Menschen tatsächlich all diese positiven Effekte erzeugt, bleibt fraglich. Langzeitstudien fehlen und eine nachhaltige Wirkung kann derzeit nicht eindeutig nachgewiesen werden. Dazu sind die Ergebnisse zu widersprüchlich.

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  • Claudia Zehrfeld
Von Claudia Zehrfeld
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