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Warum bleiben Zugvögel nicht im Süden?

Extreme Wanderung  

Warum bleiben Zugvögel nicht im Süden?

19.10.2018, 16:53 Uhr | tl, hs, t-online.de

Warum bleiben Zugvögel nicht im Süden?. Weißwangengänse in Niedersachsen: Wie orientieren sich die Zugvögel auf ihrer Reise? (Quelle: Getty Images/eurotravel)

Weißwangengänse in Niedersachsen: Wie orientieren sich die Zugvögel auf ihrer Reise? (Quelle: eurotravel/Getty Images)

Im Herbst wandern viele Zugvögel nach Südeuropa oder Afrika. Die Flüge sind strapaziös und teilweise sehr gefährlich. Warum kommen sie immer wieder zurück und bleiben nicht im Warmen?

Während Standvögel das ganze Jahr in einem Gebiet bleiben, pendeln Zugvögel zwischen ihren Brutgebieten in Mitteleuropa und Südeuropa oder Afrika. Viele Zugvögel starten zwischen September und November gen Süden, einige Arten beginnen ihre Wanderung auch schon früher. Zwischen März und Mai kommen die Zugvögel zurück.

Warum fliegen Zugvögel in den Süden?

Der Grund für den Vogelzug ist das schwankende Nahrungsangebot in den Brutgebieten in den verschiedenen Jahreszeiten. Denn in Sommer und Frühling gibt es in Nord- und Mitteleuropa für Zugvögel viel zu fressen, sie können sich von Insekten und Samen ernähren. Wenn es kälter ist und die Tage kürzer werden, dann ist das Nahrungsangebot knapper und die Zugvögel starten ihre Wanderungen in Richtung Süden. 

Wann die Zugunruhe bei einem Vogel einsetzt, ist genetisch festgelegt. Das bedeutet, dass es angeboren ist, ob ein Vogel zieht, wann er zieht und wohin.

Warum bleiben Zugvögel nicht im Süden?

Dass Zugvogelarten nicht das ganze Jahr im Süden bleiben, liegt an der Konkurrenz in den Winterquartieren. Denn Vogelarten, die dort ganzjährig leben sind Rivalen bei der Nahrung. Zugvögel machen sich daher erneut auf den Weg nach Norden, wenn dort das Nahrungsangebot wieder reichhaltiger ist.

Wie orientieren sich Zugvögel?

Zugvögel nutzen auf ihren Wanderungen verschiedene Informationen, um ihr Ziel zu erreichen. Zur Orientierung dienen:

  • Das Magnetfeld der Erde
  • Der Sternenhimmel
  • Der Sonnenstand

Das Sehzentrum des Vogelhirnes ist so aufgebaut, dass es das Magnetfeld der Erde wahrnehmen kann – die Tiere haben eine Art "inneren Kompass". Manchen Arten helfen die Sterne, um in der Nacht den richtigen Weg zu finden. Vögeln, die am Tag ziehen, bietet das Sonnenlicht Orientierung.

Oft nutzen Zugvögel für die Orientierung verschiedenen Informationen gleichzeitig. 

Zugvögel und auch Brieftauben erreichen durch ihren guten Orientierungssinn weit entfernte Ziele, können aber auch mal von ihrer Route abkommen oder zu weit fliegen.

Kurz-, Mittel- und Langstreckenzieher

Ein großer Teil der Vogelarten der nördlichen Halbkugel sind Zugvögel. Je nach Entfernung der jeweiligen Winterquartiere unterscheiden Vogelkundler (Ornithologen) in:

  • Kurzstreckenzieher
  • Mittelstreckenzieher
  • Langstreckenzieher

Kurz- bis Mittelstreckenzieher sind beispielsweise Rotkehlchen und Buchfinken, die aus den nordöstlichen Regionen Europas bis nach Mittel- oder Südeuropa ziehen. Einige von ihnen überwintern auch in Deutschland. 

Buchfink: Einige Exemplare überwintern in Deutschland. (Quelle: Getty Images/Volodymyr Kucherenko)Buchfink: Einige Exemplare überwintern in Deutschland. (Quelle: Volodymyr Kucherenko/Getty Images)

Typische Mittelstreckenzieher sind Kraniche, die auf ihrem Weg nach Frankreich, Spanien oder Nordafrika häufig in der für sie typischen Keilformation über Deutschland hinwegziehen. Der Zug der stimmgewaltigen Singdrossel erreicht im Oktober seinen Höhepunkt – der Vogel überwintert in West- und Südeuropa.

Zu den Langstreckenziehern gehören der Kuckuck und die Nachtigall. Sie legen bei ihren Wanderungen in die warmen Winterquartiere zum Teil über 10.000 Kilometer zurück. So auch Rauchschwalbe, Uferschwalbe und Fitis, die es in Herbst und Winter bis ins tropische Afrika zieht.

Rauchschwalbe: Die kleinen Vögel gehören zu den Langstreckenziehern und wandern bis in tropische Regionen Afrikas. (Quelle: Getty Images/CarolinaBirdman)Rauchschwalbe: Die kleinen Vögel gehören zu den Langstreckenziehern und wandern bis in tropische Regionen Afrikas. (Quelle: CarolinaBirdman/Getty Images)

Voraussetzungen für einen erfolgreichen Flug bis in die weit entfernten Wintergebiete sind Fettreserven, von denen die Tiere während der anstrengenden Reise zehren. Einige schwache oder kranke Zugvögel verenden auf der strapaziösen Reise.

Flugformationen während des Vogelfluges

Verschiedene Zugvögel haben verschiedene Flugformationen. Gänse und Kraniche fliegen in der berühmten Keilformation, Enten reisen in einer geraden Linie hintereinander durch die Lüfte.

Zugvögel: In der Keilformation können die Tiere bei ihren Wanderungen viel Energie sparen. (Quelle: imago/Patrick Scheiber)Zugvögel: In der Keilformation können die Tiere bei ihren Wanderungen viel Energie sparen. (Quelle: Patrick Scheiber/imago)

Einige Zugvogelarten wie der Kuckuck fliegen alleine, andere in großen Schwärmen. Die jeweilige Formation ist wichtig für die Krafteinteilung der Gruppe. Experimente im Windkanal haben ergeben, dass die Tiere mit den speziellen Flugmethoden bis zu einem Fünftel ihrer Energie einsparen können.

Die Formationen sind vor allem für die Langstreckenzieher wichtig, deren Reisen sehr anstrengend sind. Die Positionen in der Formation werden von den Tieren immer wieder gewechselt, damit sich jeder Vogel unterwegs erholen kann. Konkurrenzverhalten und Hierarchien innerhalb der Fluggruppe spielen dabei ebenfalls eine Rolle.

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