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Chupacabra: Blutsaugendes Geschöpf aus Südamerika

Blutsaugendes Geschöpf aus Südamerika  

Chupacabra: Was hat es mit dem Fabelwesen auf sich?

30.04.2021, 09:15 Uhr | tl, sah, t-online

Chupacabra: Blutsaugendes Geschöpf aus Südamerika. Mythos Chupacabra: Worum handelt es sich bei dem gefürchteten Wesen? (Quelle: imago images/Symbolbild; Mint Images)

Mythos Chupacabra: Worum handelt es sich bei dem gefürchteten Wesen? (Quelle: Symbolbild; Mint Images/imago images)

Lange Fangzähne, spitze Krallen und eine haarlose Haut: Um den Chupacabra ranken sich viele Geschichten. Doch gibt es das Fabelwesen wirklich? Und was ist dran an den Mythen?

Der Chupacabra ist ein vergleichsweise junges Fabelwesen aus Lateinamerika. Sein Name bedeutet so viel wie "Ziegensauger" und leitet sich vom Spanischen "chupar" für "saugen" und "cabra" für "Ziege" ab. Denn die moderne Sage (Urban Legend) besagt, dass das Wesen mit Vorliebe Hühnern und Ziegen das Blut aussaugt. Vor allem Kinder aus Mittel- und Südamerika haben einen gehörigen Respekt vor dem grauenerregenden Geschöpf.

Ein Fabelwesen der 1990er aus Lateinamerika

Erst um 1995 kam die Legende von El Chupacabra auf. In Puerto Rico wurden Ziegen und Hühner in Ställen gefunden, deren Blut vollständig ausgesaugt worden sein soll. Die Körper der Tiere waren jedoch unversehrt. Hinweise auf den Verbleib des Blutes gaben nur mysteriöse punktförmige Wunden an den Hälsen der Tiere – das Fabelwesen Chupacabra war geboren. Die Geschichte vom Ziegensauger verbreitete sich daraufhin über Mexiko, Chile und Brasilien bis in die USA.

Seitdem gibt es viele Verschwörungstheorien rund um den Chupacabra. So soll er beispielsweise aus Gen-Experimenten amerikanischer Wissenschaftler im Auftrag von Regierungsbehörden entstanden sein. Eine andere Verschwörungstheorie besagt, dass das genmanipulierte Wesen aus einem geheimen Labor in El Yunque, einem Berg im Osten der Insel, entkommen sein soll und seitdem sein Unwesen im Regenwald treibt.

Da Puerto Rico an das Bermudadreieck grenzt, gibt es sogar Spekulationen, dass Außerirdische etwas damit zu tun haben – und so muss der Chupacabra wie schon so manche Fabelwesen vor ihm als Erklärung für viele rätselhafte Phänomene herhalten, die sich Menschen sonst nicht erklären können.

Wie sieht der Chupacabra aus?

Bei den Beschreibungen des Fabelwesens aus Lateinamerika gehen die Meinungen weit auseinander. Alle Behauptungen haben allerdings eines gemeinsam: Chupacabra soll überaus unschön anzusehen sein. 

Er soll beispielsweise lange Fangzähne, spitze Krallen und eine haarlose Haut haben. Es gibt aber auch Beschreibungen des Wesen als alienartige Kreatur, die einer Eidechse gleicht und auf zwei muskulösen Hinterbeinen geht. Große Augen, Reißzähne und eine gespaltene Zunge machen das Bild komplett. Laut anderen Beschreibungen soll er Stacheln auf dem Rücken tragen sowie Flügel, mit denen er leicht entkommen kann. Was auffällt: Der Chupacabra wird immer monströser in den Erzählungen: Angeblich soll er so groß wie ein Mensch sein, wenn er sich aufrichtet.

Kryptozoologie: Existiert der Chupacabra wirklich?

Ein Fund in Texas von 2007 sieht dagegen schon weniger mystisch aus: Das Tier, das ein Chupacabra sein soll, ähnelt eher einem unbehaarten Hund mit spitzen Fangzähnen. Seine Finderin Phylis Canion hat das tote Tier ausstopfen lassen. Der Fund wirkte sich angeblich positiv auf den Tourismus in Cuero, den Fundort des vermeintlichen Chupacabras, aus.

Später wurde die DNS des Exemplars von der University in California, Davis untersucht. Das Ergebnis: Das Muttertier war wohl ein Kojote, der Vater ein mexikanischer Wolf. Damit wäre der Chupacabra eine Art Wolfskojote.

Die Kryptozoologie, die sich mit Tieren befasst, für deren Existenz es nur zweifelhafte Belege gibt, fand aber noch mehr heraus. So hatte der Wolfskojote wahrscheinlich kein Fell, da er an der Hauterkrankung Sarkoptesräude litt. Dabei beißen sich Räudemilben durch die Haut des betroffenen Tieres, was einen so starken Juckreiz auslöst, dass die Tiere sich lecken, beißen, kratzen und dadurch ihr Fell verlieren. Ihre Haut wird so immer dicker, weshalb die Tiere oft aussehen, als hätten sie eine Art Elefantenhaut.

Fuchs mit Räude: Tiere, die unter der Krankheit leiden, kratzen sich das Fell von der Haut. (Quelle: imago images/Chromeorange)Fuchs mit Räude: Tiere, die unter der Krankheit leiden, kratzen sich das Fell von der Haut. (Quelle: Chromeorange/imago images)

Und auch die Theorie, dass der Chupacabra Tieren das Blut wie ein Vampir aussaugen würde, wurde widerlegt. So waren seine angeblichen Opfer, die Hühner und Ziegen, gar nicht ausgeblutet oder blutleer. Zudem könne er sich allein aufgrund seiner Größe schon gar nicht nur von Blut ernähren. Vielmehr handelte es sich bei den angeblichen Chupacabras wohl eher um von der Räude geschwächte Tiere, die keine Wildtiere mehr jagen konnten und daher eingesperrte Nutztiere überwältigten.

Das Fabelwesen in Film und TV

Die Faszination für den Chupacabra haben sich auch schon ein paar Filme und Fernsehserien zunutze gemacht. Unter anderem tauchte das Fabelwesen in folgenden Produktionen auf: 

  • In einer Folge der Fantasyserie "Grimm"
  • In einer Folge der Mysteryserie "Akte X"
  • In einer Folge der Serie "Bones – Die Knochenjägerin"
  • Im Film "Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen"

Und auch Hollywoodstar Johnny Depp hat nach eigenen Aussagen im Jahr 2015 schon Bekanntschaft mit einem Chupacabra gemacht. An einem Tag sollte er in Tokio auf einer Pressekonferenz seinen neuen Film "Mortdecai" vorstellen, er erschien jedoch nicht zu diesem Termin.

Seine überraschende Erklärung am nächsten Tag lautete: "Ich wurde gestern Morgen von einem seltenen und unerforschten Wesen angegriffen, man nennt es Chupacabra. Ich habe stundenlang mit ihm gekämpft, denn dieses Tier ist sehr zäh und gemein. Es hat sich schließlich in meinem Koffer versteckt und ich habe ihn dann aus dem 23. Stock geworfen. Wir werden es also nie wieder sehen. Danke für Ihr Verständnis."

Verwendete Quellen:

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